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Als eine der 16 in Simbabwe geltenden Amtssprachen muss Gebärdensprache eine breitere Anwendung finden, erklärte Douglas Mapeta von der Sunrise Sign Language Academy vor 140 Leuten in Bulawayo. Das Publikum bestand aus Polizisten, Ärzten, Pfarrern und anderen Bürgern, die Interesse hatten, Grundkenntnisse in Gebärdensprache zu erwerben.

„Wir können nicht warten, bis Spender uns genug Geld geben, um unsere Gehörlosen zu stärken, aber wir können als Einzelpersonen unsere Einstellungen ändern“, so Mapeta. „Gebärdensprache soll den Hörenden die Fähigkeiten geben, sich mit den Gehörlosen zu verständigen und ihnen technische Fertigkeiten zu vermitteln, damit sie selbstständig arbeiten können.“ Mapeta fügte hinzu, dass es in Ländern wie Kenia schon hochqualifizierte gehörlose Fachleute gibt.

Der Weltverband der Gehörlosen (WFD) schätzt, dass ungefähr 80.000 Simbabwer mehr oder weniger hörgeschädigt sind. Obwohl seit 2013 Gebärdensprache in der simbabwischen Verfassung als Amtssprache steht, bleibt vieles für Gehörlose und Schwerhörige unzugänglich.

In Simbabwe gibt es mehrere Gebärdensprachen, die sich unabhängig voneinander entwickelt haben. Zudem wird in gewissem Maße auch ASL (American Sign Language) benutzt. In der Verfassung steht allerdings nur „sign language“, ohne das näher zu definieren.

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