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Kurz vor der Sommerpause ist die taube Nationalratsabgeordnete Helene Jarmer, die in nächster Wahlperiode weitermachen möchte und gute Chance dafür hat, mit zwei Initiativen erfolgreich.

Jarmer bei ihrer Rede im österreichischen Nationalrat am 28. Juni 2017

Ihr Entschließungsantrag betreffend Qualität der Ausbildung von Lehrkräften in der Österreichischen Gebärdensprache wurde einstimmig angenommen.

Die Bundesministerin für Bildung, Dr. Sonja Hammerschmid, wird aufgefordert, die Pädagogischen Hochschulen anzuweisen, die Aus- und Weiterbildungsangebote für Lehrkräfte in Österreichischer Gebärdensprache (ÖGS) nach dem GeRS zu klassifizieren und das erreichte Sprachniveau in der jeweiligen Kursbestätigung auszuweisen.

Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung im ORF-Publikumsrat

Die österreichische Grünenpartei forderte die Selbstvertretung von Menschen mit Behinderung im ORF-Publikumsrat. Der Entschließungsantrag der Grünen wurde angenommen. Ab nächster Funktionsperiode müssen Interessen von Menschen mit Behinderung durch eine selbst behinderte Person vertreten werden.

„Ich freue mich sehr, dass jetzt auch ein diesbezüglicher Initiativantrag im Verfassungsausschuss einstimmig beschlossen und das ORF-Gesetz geändert wurde. Bereits ab der nächsten Funktionsperiode müssen im ORF-Publikumsrat die Interessen von Menschen mit Behinderungen durch eine selbst behinderte Person vertreten werden“, so Helene Jarmer. „Damit wird die UN-Behindertenrechtskonvention umgesetzt, die Partizipation und Selbstvertretung von behinderten Menschen in allen sie betreffenden Gremien vorschreibt.“

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