Anzeige
0
0
Foto: Deutsches Gehörlosentheater e.V.

Der Pantomime und Schauspieler Kurt Eisenblätter ist gestorben.

Mit mehr als 60 Jahren Bühnenerfahrung war Kurt Eisenblätter ein großer Pantomime und Schauspieler. Am 3. Februar 1929 kam er in Berlin auf die Welt. Er machte die Ausbildung zum Schweißer. Er war 1950 bis 1959 Mitglied des Deutschen Gehörlosentheaters (DGT) unter der Leitung von Heinz-August Feuerbaum in Dortmund. Er spielte die Hauptrollen in „Othello“,  „Faust“ und „Hamlet“. Er prägte besonders die Phase des Deutschen Gehörlosentheaters, in der man stärker auf den Ausdruck durch die Pantomime setzte und noch nicht so sehr an der Gebärdensprache interessiert war. So wurde in der Inszenierung des Hamlets von 1956 fast völlig auf die Gebärdensprache verzichtet, in dem man sich mehr auf Stilmittel des Tanz und der Pantomime berief.

1959 kehrte er nach Berlin zurück und gründete die Berliner Laienspielgruppe, mit der er auf dem 3. Weltkongress der Gehörlosen in Wiesbaden auftrat und viele internationale Erfolge feierte. 1961 heiratete er mit seiner Frau Getrud. Beide bekamen zwei Kinder Wolfram und Susanne.

Foto: Herbert Christ

Anspruchsvolle Stücke wie „Faust“, „Hamlet“ oder „Othello“ verhalfen zum Durchbruch. Später entwickelte sich die Gruppe zum Pantomimen-Ensemble, mit der Kurt Eisenblätter 1981 den Jean G. Deburau Preis gewann.

Bei den 4. Deutschen Kulturtagen in Köln wurde er mit dem Kulturpreis geehrt.

Drucken