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Das Wilkins Infectious Disease Hospital in Harare, Simbabwe, arbeitet mit dem Deaf Zimbabwe Trust zusammen, um sicherzustellen, dass Gehörlose angemessen medizinisch versorgt werden können.

Bisher haben 21 Mitarbeiter des Krankenhauses am Gebärdensprachunterricht teilgenommen, neben Ärzten und Krankenpflegern auch Beschäftigte aus den Bereichen Beratung, Leichenhalle und Verwaltung.

Dies soll künftig dazu führen, dass Gehörlose ihre Gesundheitssituation besser verstehen

„Weil Informationen in Formaten übermittelt werden, die sie nicht verstehen, sind Gehörlose noch unkundig in Gesundheitsangelegenheiten“, erklärte Phillomina Chitando, Leiterin der Pflegedienste in Harare. „Gehörlose Patienten mit medizinischer Aufklärung, Beratung oder Gesundheitsanweisungen zu versorgen ist unmöglich gewesen“, fügte sie hinzu.

In vielen Fällen gehen Gehörlose nicht zum Arzt oder ins Krankenhaus, weil es zu schwierig ist, sich mit den nicht gebärdenden Mitarbeitern zu verständigen. Daraus können auch Fehldiagnosen entstehen.

Von den knapp über 13 Millionen Bewohnern Simbabwes sind 110.000 gehörlos, nach einer 2013 ausgeführten Umfrage zu den Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung.

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