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Das neue Werk von Helmut Oehring „FinsterHERZ oder Orfeo17“ mit tauben Geflüchteten wird morgen, am 30. September 2017, in Potsdam uraufgeführt. Er hat eine Komposition erschaffen, die Musik, Gebärdensprache, Weltliteratur und Weltgeschehen vereint.

Im Stück werden Gebärdensprachdolmetscher auf der Bühne stehen. Sie übersetzen das musikalische und inhaltliche Geschehen für Gehörlose, aber auch die autobiographischen Erzählungen von acht tauben Geflüchteten aus Afghanistan, Syrien und der Kaschmir-Region.

„Diese Menschen haben die Finsternis erlebt. Sie haben ein Recht, auf ihre Weise dies zu erzählen, eben mit Gebärden“, sagt Oehring.

Oehring ist in Berlin geboren und wuchs als Sohn tauber Eltern auf. Deutsche Gebärdensprache ist seine Muttersprache. Den Potsdamer Neuesten Nachrichten sagte der 56-Jährige: „Die Zeichensprache ist die Mutter aller Sprachen. Sie hat vor Urzeiten bereits jeder verstanden, bevor sich mit Lauten und Wörtern verständigt werden konnte.“

Postdamer Neueste Nachrichten hat einen Text von Saad Al Haj Ali aus dem Programmheft von „Orfeo17“ gekürzt und veröffentlicht.

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