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Dienstag, 24. Oktober, 18.00 Uhr

Vortrag in Begleitung einer Gebärdensprachdolmetscherin

Bruno Braun, ehemaliger Vorsitzender des Bund Deutscher Architekten Düsseldorf, hält am Dienstag, 24. Oktober, um 18 Uhr im Stadtmuseum, Berger Allee 2, einen Vortrag zum Einfluss der Reformation auf die Baukultur. Vor der Reformation waren Sakralbauten zur Verherrlichung Gottes gedacht, die Kirche galt als Hüterin der vollkommenen Baukultur. Der Kirchenbau gehorchte in ganz Europa einem bereits in der Spätantike gefestigten Schema. Die Reformation stellte für den Sakralbau – wie in anderen Bereichen auch – solche Traditionen in Frage. Zwar übernahmen die neuen Gemeinden der lutherischen Kirche weitgehend die vorhandenen Räume und bewahrten ihre Schätze und Bilder. Die dem Calvinismus anhängenden reformierten Kirchen hingegen, schlossen sich stärker den Bilderstürmern an, die alles aus den Kirchen verbannen wollten, was vom gepredigten Wort ablenken könnte.

In den Jahrhunderten seit der Reformation haben sich die Fronten zwischen den beiden großen Konfessionen mehr und mehr aufgelöst. Heute steht auch im katholischen Kirchenbau die Gemeinde im Zentrum der Planungsentscheidungen. Umgekehrt wissen die evangelischen Gemeinden, dass die überkommenen Räume und ihre Ausstattung schützenswert sind und dass Kunst nicht ablenken muss, sondern Trägermedium für das Wort Gottes sein kann. In seinem Vortrag über den Sakralbau zeigt Bruno Braun anhand von zwei aktuellen Projekten die heutige Auseinandersetzung mit dieser speziellen Bauaufgabe.

Bruno Braun ist gebürtiger Schweizer und studierte in Düsseldorf Architektur. Seit 1974 arbeitet er als Architekt, realisiert u.a. Projekte zum Wohnungs- und Siedlungsbau, aber auch zum Kirchenbau. Von 2002 bis 2017 war er Vorsitzender des BDA Düsseldorf.

Der Eintritt zu dieser Veranstaltung ist frei.

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