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Dreiundzwanzig ehemalige Mitglieder der Hong Kong Association of the Deaf (HKAD) haben der Hongkonger Polizei den Missbrauch von über 1.000.000 Hongkong-Dollar (ca. 104.000 Euro) gemeldet.

1,3 Millionen Hongkong-Dollar (ca. 136.000 Euro) wurden angeblich an eine private Firma für den Bau eines Kindergartens in Tai Po überwiesen. Der gebaute Kindergarten unterrichtet jedoch Englisch, Kantonesisch und Mandarin anstelle von Gebärdensprache, wie vereinbart.

Die HKAD ist eine gemeinnützige Organisation, die von der Besteuerung befreit ist. Es vertritt Hongkong im Weltverband der Gehörlosen. Das Geld soll aus Spenden in Höhe von 4,6 Millionen HK-Dollar (ca. 481.000 Euro) stammen, die in den Jahren 2014 und 2015 gesammelt wurden.

Nachdem die Beschwerdeführer verlangt haben, die Buchhaltung der Organisation zu überprüfen, soll ihre Mitgliedschaft im November aufgehoben worden sein.

In den letzten Jahren sollen Mitglieder, die es wagten, etwas zu sagen, zum Schweigen gebracht worden sein.

Der ehemaliger Finanzleiter der Organisation, sagte: „Ich durfte bei Besprechungen viele der Dokumente nicht sehen, und niemand hat meine Fragen während der Besprechungen beantwortet.“

Im Mai soll er seine Position als Finanzleiter ohne Warnung verloren haben und im November wurde ihm seine Mitgliedschaft entnommen.

Ma Fung-kwok, Gesetzgeber für den Kultursektor sagte: „Ich hoffe, dass die Regierung und die Gesellschaft diesem Vorfall Aufmerksamkeit schenken. Gehörlose Menschen sind eine sozial benachteiligte Gruppe, und sie verdienen eine gerechtere Behandlung.“

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