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Die Rumänische Gebärdensprache (LSR) könnte demnächst in Rumänien zu einer Amtssprache werden.

Adriana Săftoiu, eine Abgeordnete bei der Nationalen Liberalen Partei (Partidul Național Liberal) wird nächsten Monat einen Gesetzentwurf zu diesem Zweck vorlegen. Sollte dieser verabschiedet werden, wird es fünf Jahre dauern, bevor er voll in Kraft tritt. Bis dahin werden alle öffentlichen Behörden eine/n Dolmetscher/in besorgen müssen, wenn eine gehörlose Person das verlangt.

Săftoiu sagt, sie plane auch ein weiteres Gesetz bezüglich der Anerkennung von Dolmetschern. Sie möchte auch beim Bildungsministerium Gespräche führen, um eine Gebärdensprachabteilung in Fakultäten für Sprachwissenschaft einzuführen. Um mehr Barrierefreiheit für Menschen mit Hörbehinderungen zu schaffen, glaube sie außerdem, dass es für Medizin-, Sozialarbeit- und Psychologiestudierende obligatorische Kurse geben sollte.

„Ich glaube auch, dass an den Fakultäten für Medizin, Sozialfürsorge und Psychologie Pflichtkurse für die Zugänglichkeit von Menschen mit Behinderungen eingeführt werden sollten „, sagte Adriana Săftoiu.

Nach Statistiken schließen zurzeit in Rumänien nur 1% der Gehörlosen ein Bachelorstudium ab.

„Bis 2020 muss der rumänische Staat alle notwendigen Schritte unternehmen, um sicherzustellen, dass Menschen mit Behinderungen ein unabhängiges Leben führen können, kein isoliertes Leben wie es jetzt ist“, so Săftoiu.

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