Die Arktis: Konfliktpotenzial und Zusamenarbeit

Anzeige
0
0

Vortrag und Diskussion

Dienstag, 17. April 2018, 19:00 Uhr

Zentrum für Osteuropa- und internationale Studien (ZOiS)
Mohrenstr. 60
10117 Berlin

Die Arktis ist eine in der öffentlichen Wahrnehmung relativ unbekannte, jedoch keineswegs unerforschte Region. Es handelt sich dabei um ein Gebiet der Extreme, das von globalen klimatischen Veränderungen in den letzten Jahrzehnten stark betroffen ist. Das Abschmelzen arktischer Eisflächen macht die Region zugänglicher. Somit gewinnen die im Seegebiet der Arktis vermuteten Rohstoffe, aber auch Fischerei und die Nutzung der Transportrouten (Stichwort Nord-Ost-Passage) an Bedeutung. Russland, der größte Anrainerstaat, stellte 2007 medienwirksam auf dem Grund des Nordpols eine russische Fahne auf, was zu einem Zeichen für die geostrategische Bedeutung der Region wurde. Auf der anderen Seite arbeiten die Anrainerstaaten schon seit über 20 Jahren im Arktischen Rat zusammen. Wir möchten uns im Rahmen des ZOiS Forums interdisziplinär den vielfältigen Möglichkeiten der Zusammenarbeit nähern, die diese Region bietet, aber auch dro-hende Interessenkonflikte aufzeigen. Dabei wollen wir insbesondere sicherheitspolitische, ökologische und anthropologische Aspekte beleuchten.

Dr. Christoph Humrich ist Assistant Professor an der Rijksuniversiteit Groningen und beschäftigt sich als Politikwissenschaftler mit Ressourcenkonflikten und Kooperationspotenzialen in der Arktis.

Dr. Heidi Kassens ist Forscherin am Helmholtz-Zentrum für Ozeanforschung Kiel und arbeitet unter anderem in einem gemeinsamen Projekt russischer und deutscher Forschungsinstitutionen zu den Folgen des Klimawandels in der Arktis.

Dr. Nadir Kinossian forscht beim Institut für Länderkunde in Leipzig und hat dort, wo Finnland, Norwegen und Russland aufeinandertreffen, die Arktis als Kulturlandschaft erkundet.

Dr. Volker Weichsel ist Politikwissenschaftler und Redakteur der Zeitschrift Osteuropa.

Die Veranstaltung ist Teil der Reihe ZOiS Forum.

Das ZOiS Forum vereint wissenschaftliche, künstlerische und politische Perspektiven auf Themen, die Osteuropa heute bewegen. Damit wollen wir die Relevanz und Vielfalt unserer Forschungsregion einem breiten Publikum zugänglich machen. Die Lesungen, Diskussionen, Vorträge oder Filmvorführungen finden während des Semesters einmal im Monat statt.

Wenn Sie eine Übersetzung in Gebärdensprache benötigen, melden Sie sich bitte zwei Wochen vor der jeweiligen Veranstaltung unter events@zois-berlin.de.

Drucken

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!

2000
  Subscribe  
Benachrichtige mich zu: