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Die Mitarbeiter des Sägewerks in dem Menominee-Reservat in Wisconsin, USA, können einander bei der Arbeit nicht hören. Sie sind nicht taub oder schwerhörig — Sägewerke sind einfach sehr laut. Sie können auch sehr gefährliche Orte sein und oft ist die Kommunikation dringend wichtig.

Doch im Menominee-Sägewerk ist das kein Problem, denn die Mitarbeiter, vor allem diejenigen, die dort schon lange arbeiten, haben eine Gebärdensprache. Es handelt sich dabei aber nicht um die Amerikanische Gebärdensprache (ASL).

Viele der indigenen Völker Nordamerikas hatten eine gemeinsame Gebärdensprache als Verkehrssprache, um mit benachbarten Stammen zu kommunizieren, die eine andere Lautsprache hatten.

Doch die Gebärdensprache im Sägewerk hängt auch nicht mit dieser zusammen.

Über viele Generationen von Mitarbeitern entwickelte sich ein System von Gesten, das so komplex wurde, dass langjährige Mitarbeiter im Grunde über alle Themen reden können.

Soweit man weiß, wurde diese Gebärdensprache nie erforscht und auch nie in einem Notizheft aufgezeichnet. Sie scheint auch einzigartig zu sein: Gebärdensprachen sind kein übliches Phänomen in Sägewerken. Man weiß also nicht, inwiefern diese Sägewerk-Gebärdensprache eine eigenständige Sprache ist, und welche Unterschiede und Ähnlichkeiten sie mit den Gebärdensprachen von Gehörlosengemeinschaften hat.

Einige der Gebärden werden in diesem Video vorgezeigt:

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1 Kommentar auf "Gebärden im Sägewerk"

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So ähnlich benutze ich die Zeichensprache in der Firma durch Fenster zwischen meine Arbeitsplatz und Maschinenraum, dass die Hörende leichter verstanden, besonders die ausländischen Kollegen am häufigsten.