Um ihr Angebot für gehörlose Migranten zu erweitern, sucht die Friedländer-Schule eine DaZ-Lehrkraft, die vom BAMF zugelassen ist (bzw. DaF studiert hat) und die Gebärdensprache beherrscht.
Um ihr Angebot für gehörlose Migranten zu erweitern, sucht die Friedländer-Schule eine DaZ-Lehrkraft, die vom BAMF zugelassen ist (bzw. DaF studiert hat) und die Gebärdensprache beherrscht.
Das „zentrum plus“ Garath der Diakonie organisiert
in Kooperation mit der Freizeitstätte Garath die Seniorenmesse
„Älter werden in Garath-Hellerhof“ und in der
Region:
Hörgeschädigte/gehörlose Menschen möchten wir ganz besonders
herzlich einladen, unsere Seniorenmesse zu besuchen. Wir haben
interessante Vorträge, die alle durch Gebärdensprachdolmetscher
übersetzt werden. Eine Begleitung zu den Informationsständen durch
einen Gebärdensprachdolmetscher ist möglich. Der Stadtverband der
Gehörlosen hat einen Stand direkt am Eingangsbereich. Dort können
Sie sich informieren.
Die Caritas Gehörlosenberatung ist von 10-12 Uhr für Sie da. An dem
Stand von TESS
(Relay-Dienste für Hörgeschädigte) können Sie bei Herrn Bernd
Schneider die Telefonvermittlung mit Gebärdensprachdolmetscher
gerne ausprobieren und einen Anruf mit Gebärdensprachdolmetscher
machen.
Es gibt vieles zu sehen und an den Ständen viele Informationen über
Gesundheit und Pflege, Ernährung, Bildung und Kultur, Mobilität,
Verkehrssicherheit, Wohnen, Freizeit und Reisen. Vor allem die
Begegnung und der Austausch mit anderen Menschen soll gefördert
werden. Schauen Sie in den Flyer und die Auflistung der Aktionen
und speziellen Angebote. Wir freuen uns über Ihren Besuch.
Am Freitag, den 17. September 2010, feiert das Zentrum für Gehörlosenkultur e.V. Dortmund sein 25-jähriges Jubiläum und lädt dazu herzlich ein:
Ein Fest für alte und neue Bekannte (gehörlos, schwerhörig, ertaubt, hörend, ...), aber auch für alle, die die Kultur hörgeschädigter Menschen näher kennen lernen wollen.
Sie erwartet ein buntes Programm mit Pantomime, Theater, Videoshow, Kinderspaß, kostenlosen Hörtests, Gebärdensprach-Schnupperkursen, .... Außerdem gibt es leckeres Essen und Trinken, Fleisch vom Grill sowie Kaffee und Kuchen!
– was können Hörgeschädigte machen, wenn die Krankenkassen für die benötigten Hörgeräte nur die Festbeträge zahlen wollen?
Das Internetportal für Hörgeschädigte www.deafservice.de hat hierzu den Experten Rechtsanwalt Nikolaos Penteridis interviewt. Trotz der Entscheidung des Bundessozialgerichts vom 17.12.2009 wollen viele Krankenkassen noch immer maximal die Festbeträge zahlen. „Reichen die Festbetragshörgeräte nicht aus, muss die Krankenkasse mehr als nur den Festbetragzahlen“, betont Rechtsanwalt Penteridis. Als Experte des Monats auf www.deafservice.de gibt er weitere wertvolle Tipps, wie sich Hörgeschädigte in diesen Fällen gegen die Ablehnung der Krankenkassen wehren können. Die Kanzlei Melzer + Penteridis in Bad Lippspringe bearbeitet bundesweit jährlich ca. 1000 Hörgerätefälle.
Experten-Interview mit Rechtsanwalt Nikolaos Penteridis
Der "verkürzte Versorgungsweg" bei der Hörgeräteversorgung umgeht die Hörgeräteakustiker. Hörgeräte werden direkt vom HNO-Arzt vermittelt. Ob das wirklich vorteilhaft ist? Beim Hörgeräteakustiker sind Auswahl und Anpassung ein langwieriges und aufwändiges Verfahren, und es werden meist mehrere Geräte verschiedener Hersteller getestet. Das können HNO-Ärzte wohl kaum leisten.
Diese Problematik will das ZDF aufgreifen:
Für die Sendung WISO plant das ZDF eine Produktion über Vor-
und Nachteile des verkürzten Versorgungswegs beim Kauf von
Hörgeräten. Hierfür werden Hörgeschädigte gesucht, die sich von
ihrem HNO-Arzt oder Hörgeräteakustiker unzureichend beraten gefühlt
haben und dadurch günstigere Angebote nicht wahrnehmen
konnten.
Betroffene senden bitte eine Mail an: jsmonitor@arcor.de
Das SignSpeak Konsortium sucht nach einem neuen Logo.
Was ist SignSpeak? Dieses drei Jahre andauernde Projekt, das von der Europäischen Kommission gefördert wird, will das linguistische Verständnis von Gebärdensprachen verbessern und soll schließlich eine Software entwickeln, die in der Lage ist, Gebärdensprache in Text oder Lautsprache umzuwandeln.
Für weitere Informationen und Inspiration: http://www.signspeak.eu
Besonders gehörlose Menschen sollen sich angesprochen fühlen und ihre Logos einsenden, da sie diejenigen sein werden, die von dieser neuen Technologie profitieren werden. Das Logo sollte im Kleinformat (für Briefköpfe etc) sowie im Großformat (für Poster etc.) verwendbar sein. Farblogos müssen auch in Schwarzweiß eingesendet werden.
Die Vorschläge werden vom SignSpeak Konsortium bewertet und die drei besten Designs erhalten € 500, € 350 beziehungsweise € 150 .
Alle Logovorschläge sollten an folgende Email Adresse gesendet
werden: info@signspeak.eu
Einsendeschluss: 1. Oktober 2010
Zum ersten Mal lädt die Hochschule Fresenius in diesem Sommer in der Woche vom 30.08. – 03.09.2010 nach Idstein zu einer Sommerakademie zur Gebärdensprache ein. In dieser einwöchigen Veranstaltung auf dem Campus der Hochschule in der Limburger Straße werden namhafte Lehrende allen Interessierten mit und ohne Vorkenntnisse spannende Einblicke in diese Sprache und das Leben mit Gehörlosigkeit geben.
Je nach Interessenschwerpunkt und persönlichem Zeitfenster können Sie Einzelveranstaltungen, aber auch "Pakete" buchen. Weitere Informationen sowie das Kursangebot finden Sie online unter: http://www.hs-fresenius.de/idstein-sommerakademie.4369.de.html
Anmeldungen für die letzten Plätze bis zum
22.08.2010 möglich!
Herr Gollnick vom Integrationsamt gibt Informationen, z. B. zum Thema Abmahnung, Probezeit, Kündigungsschutz für schwerbehinderte Menschen, Urlaubsantrag, Krankmeldung.
Sie als hörgeschädigter Arbeitnehmer oder Arbeitsuchender haben die Möglichkeit, sich zu informieren und Fragen zu stellen.
Herr Gollnick spricht in Lautsprache. Der Vortrag wird von Gebärdensprachdolmetschern in DGS übersetzt. Eine Ringschleife für schwerhörige Menschen ist vorhanden.
Der Vortrag kostet 2,00 €.
Wann: 15.09.2010 um 18.00 Uhr (Dauer ca. 1 œ Stunden)
Wo: Region Hannover, Raum N002, Hildesheimer Str. 18, 30169
Hannover
Markus Klonowski ist schwerhörig und nebenberuflich als
Veranstaltungstechniker tätig. Seine Aufgaben bestehen darin,
Veranstaltungen zu organisieren, zu planen und die richtige Technik
auszuwählen, aufzubauen und zu betreuen.
Es ist egal, um welchen Event es geht, ob nun Hochzeit, Geburtstag,
Silvester, Konzert, Modenschau, Theater oder einfach eine Mega
Schaumparty - alles ist möglich!
Bei manchen Hörgeschädigten gab es Komunikationsprobleme mit dem DJ bzw. der Band, weil die z.B. zu leise waren oder die falsche Musik auflegten. - Diese Probleme kann es bei Markus nicht geben. Natürlich beherrscht er auch die Gebärdensprache!
Christin Schleiting studiert den Master Heilpädagogik an der
Katholischen Hochschule NRW, Abteilung Münster, und ist selbst an
Taubheit grenzend schwerhörig.
Momentan befindet sie sich im Forschungssemester und befasst sich
in diesem mit den Vorurteilen, die Menschen auf Grund ihrer
Gehörlosigkeit erleben. Über diese Vorurteilserfahrungen, und wie
man als Gehörloser mit Vorurteilen umgehen kann, wird sie auch ihre
Masterthesis schreiben.
Christin:
„Ich freue mich sehr, wenn viele Gehörlose an meiner
Umfrage teilnehmen. Nur wenn möglichst viele Menschen antworten,
kann das Ergebnis auch wirklich aussagekräftig werden. Daher lade
ich Sie herzlich ein, den Fragebogen auszufüllen!“
http://www.gh-umfrage.de.vu/
Er erzählt sie für gehörlose und hörende Menschen. Dazu wird er begleitet von Claudia Dubbelfeld, die die vorgetragenen Märchen simultan in die Gebärdensprache übersetzt. Und es ist weit mehr als das – ihre ausdrucksstarke Mimik und Gestik überträgt das von ihm wahrhaft märchenhaft Erzählte in Bilder von hoher poetischer Intensität.
Sonntag, 05. September 2010 Beginn: 17.00 Uhr
Kulturraum Kall, Hindenburgstraße 13, 53925 Kall, Fax: 02441-82345,
E-Mail:
kerstin.zimmermann@kev-strom.de
Eintritt: 12,- €, ermäßigt: 10,- €, Gruppen ab 10
Personen: 8,- €
Vor einer Woche berichtete die "Kreiszeitung" darüber: "Kai
Wehner ist gehörloser Arbeitsberater – bundesweit der einzige
beim Integrationsfachdienst". Das ist schon eine kleine Sensation.
Und natürlich ist Kai als Betroffener nah dran an den Problemen
seiner Klienten. Ob allerdings die laut- und schriftsprachlichen
Probleme Gehörloser die einzigen oder gar wichtigsten sind?
Dummerweise hatte auch der Verfasser des Artikels sprachliche
Probleme. Er benutzte zwar ganz korrekt den Begriff "gehörlos", in
der Bildunterschrift tauchte dann aber doch die
"Taubstummensprache" auf. Tja, auch Journalisten befinden sich wohl
im "Kampf gegen Missverständnisse".
Bloggerin Jule hat deshalb für Journalisten einige
NoGo's und Go's zusammengestellt.
Kreiszeitungsartikel Kampf gegen Missverständnisse
Ende Mai ist in Holland ein neues Buch erschienen, verfasst von Corrie Tijsseling und Marjoke Rietveld-van Wingerden: "Ontplooiing door communicatie. De geschiedenis van het onderwijs aan doven en slechthorenden in Nederland" (Entfaltung durch Kommunikation. Die Geschichte der Gehörlosen- und Schwerhörigenbildung in den Niederlanden). Die Geschichte war natürlich ganz ähnlich wie die in Deutschland, bestimmt z.B. durch den Abbé de l'Epée, die Mailänder Beschlüsse, die Rückkehr der Gebärdensprache und die "totale Kommunikation" in den 80er Jahren und die Verbreitung des CI. Fazit: Auch CI-Kinder brauchen Gebärden!
Zu diesem Buch ist jetzt ein Video online veröffentlicht worden. Natürlich auf Holländisch, und mit holländischen Gebärden. Trotzdem sehenswert - allein schon die historischen Aufnahmen!
Video Entfaltung durch Kommunikation
Alle zwei Jahre verwandelt sich der Bioland-Betrieb der Paulinenpflege Winnenden zu einem großen Festplatz: Am 26. September ist es endlich wieder soweit – der Paulinenhof öffnet für Jung und Alt seine Tore. Neben Altbewährtem haben sich die Mitarbeiter und Bewohner des Paulinenhofs wieder viel Neues und KUHles einfallen lassen.
Die Leute von der Gesellschaft der Europäischen
Gebärdensprach-Universität Bad Kreuznach e.V.
wollen genau wissen, welche Studienfächer - also nicht nur das
Studium zur Gebärdensprache (deaf studies) - erwünscht sind. Ihr
Ziel ist, alle üblichen Studienfächer, wie auf jeder anderen Uni
auch, in Gebärdensprache anbieten zu können. Also auch Medizin,
Kulturwissenschaften, Musik, Jura, BWL, Informatik, Chemie,
etc..
Um Tauben auch die Möglichkeit zum Abitur bieten zu können, gibt es
auch hierzu eine Umfrage. Gemeinsam mit der Uni soll auch eine
Oberschule gegründet werden.
Je umfangreicher das Feedback ist, desto besser. Bitte nehmen Sie
teil an der
Umfrage zur Europäischen
Gebärdensprach-Uni in Bad Kreuznach
Katja Fischer, Hochschul-Dozentin und Diplom-Sozialarbeiterin/-pädagogin (FH), hat ihre Homepage www.katjafischer.de "runderneuert".
Zusätzlich hat sie eine zweite Homepage eingerichtet: www.taubsein.de. Diese Adresse zeigt schon, worum es geht: um Deafhood (Taubsein) und um Deaf Studies.
Auf beiden Websites gibt es viele neue Informationen und Themenangebote für Seminare, Workshops und Kofos.
Die Gesellschaft der
Europäischen Gebärdensprach-Universität Bad Kreuznach
e.V. veranstaltet am 20.11. ein erstes Konzert. Das
Programm besteht aus drei Teilen.
Patrick Hennings:
"Ich suche dringend weitere hörgeschädigte Künstler im musikalischen und tänzerischen Bereich, die großes Interesse haben, gemeinsam mit nicht hörgeschädigten Künstlern aufzutreten. Noch in diesem und im nächsten Jahr werden weitere Konzerte durchgeführt.
Jetzt als erstes suche ich eine/n Gebärdensinger/in, der/die gemeinsam mit Java Guidi auftreten soll. Toll wäre jemand in Berlin, da Java in Berlin lebt! So kann besser und einfacher geprobt werden! Das Konzert ist am 20.11. in Bad Kreuznach und voraussichtlich am 3.12. in Hamburg!
Bitte, meldet Euch bei mir!"
Am 4. September 2010 beginnen in der Fachschule für Bautechnik (für Bau- und Vermessungsberufe) und in der Fachschule Automatisierungstechnik (für Metall- und Elektroberufe) die neuen berufsbegleitenden Lehrgänge zum „Staatlich geprüften Techniker“.
Die Fachschulen sind jetzt noch interesanter: Mit dem Abschluss des „Staatlich geprüften Technikers“ am rwb-essen erhalten Sie gleichzeitig eine allgemeine Hochschulzugangsberechtigun.
Nähere Informationen unter http://www.rwb-essen.de/index.php?id=62 oder direkt per E-Mail vom Leiter der Virtuellen Fachschulen anfordern: peters@rwb-essen.de.
Vertreter der verschiedene Parteien und Vertreter des Landschaftsverbands Rheinland möchten bei der Diskussion das Thema Arbeitsassistenz genauer beleuchten und die Meinung der Fachleute einholen. Eines unserer Ziele ist es den Zugang zu Information sicherzustellen. Welche Gesetzesänderungen und -neuerungen sorgen wie für Barrierefreiheit und Chancengleichheit, z.B. bei beruflichen Aufstiegsmöglichkeiten?
Mit dem Kundenservice großer Firmen und Behörden können
Gehörlose bisher ja nicht wirklich zufrieden sein. Ein bekanntes
Unternehmen aus Nordrhein-Westfalen möchte nun einen perfekten
Service für Gehörlose entwickeln, der die Bedürfnisse gehörloser
Menschen berücksichtigt.
Als ersten Schritt veranstaltet das Unternehmen gemeinsam mit
Gebärdenwerk in Hamburg am 7.9.2010 einen Workshop für Gehörlose,
um direkt von der gehörlosen Zielgruppe zu erfahren, welche Wünsche
und Vorstellungen es zum Thema Kundenservice dort gibt.
Er ist wieder auferstanden, der Dialog im Stillen! Ein Glück! Als Schattensprache kam er in Rendsburg zur Welt, zog dann als Dialog im Stillen nach Dortmund um, und demnächst wird er im Frankfurter Museum für Kommunikation zu sehen sein. Ein echter Dialog im Stillen funktioniert natürlich nur mit "echten" gehörlosen Mitarbeitern. Die werden jetzt gesucht. Wenn Sie Interesse haben - und gehörlos sind! - dann bewerben Sie sich! Im Oktober soll die Ausstellung eröffnet werden. Wenn Sie sehen möchten, was für eine Arbeit das ist, dann schauen Sie sich das Video einmal an auf www.dialog-im-stillen.de
Eva Braun hat ihren Geliebten Adolf Hitler sehr oft fotografiert und gefilmt. Leider sind die Filme ohne Ton. In einem Bericht von ZDF History, Eva Hitler, die wahre Geschichte, hat man den Versuch unternommen, kurze Passagen der Stummfilme nachträglich zu vertonen - mit Hilfe von hörgeschädigten Lippenlesern. Judith Göller, Lothar Förster und Wolfgang Persch haben Hitler und anderen vom Munde abgelesen. Sicher ein sehr schwieriges Unterfangen, und ob die Ergebnisse wirklich richtig sind, kann niemand nachprüfen. Allerdings passen sie recht genau zu den historischen Ereignissen. Judith berichtet in ihrem Blog über die Aktion: Ableseservice für Eva-Braun-Dokumentarfilm im ZDF am 15.08.2010.
Der Film wurde gestern Abend zum ersten Mal gesendet, wird aber
einige Male wiederholt:
am
18.08.2010 um 21:00 Uhr auf ZDFinfo, am 19.08.2010
um 00:30 Uhr
auf ZDFinfo, am
20.08.2010 um 17:45 Uhr auf
3sat und am
21.08.2010 um 21:45 Uhr auf
Phoenix.
Man kann den Film auch online in der ZDF Mediathek sehen: Eva Hitler, die wahre Geschichte. Leider nur eine Woche lang, und leider ohne Untertitel - wie auch im Fernsehen - aber man kann die Stellen gezielt ansteuern. Die erste beginnt bei 20:10, die zweite bei 28:30.
Eine Uni aus Privatinitiative zu gründen, das ist ein gewaltiger Kraftakt. Das macht nicht nur viel Arbeit, man braucht auch Geld für Vorbereitung und Organisation. Der neu gegründete Verein ruft deshalb zu einer Spendenaktion auf:
"Liebe Freunde!
Wie Ihr es schon auf unserer HP und Facebook erfahren habt, der
notwendige Verein zur Gründung der ersten Europäischen
Gebärdensprach-Uni ist inzwischen auch beim Amtsgericht in Bad
Kreuznach eingetragen, so dass wir mit der Spendenaktion starten
können.
Wir sollen zwar politisch unterstützt und öffentlich gefördert
werden, aber wir müssen auch eigenes Geld mitbringen.
Wir müssen als Erstes dieses Grundstück für rund 7 Mio Euro bis
Anfang 2011 kaufen.
So ein geeignetes Grundstück kommt so schnell nicht wieder, um eben
alle üblichen Fakultäten wie auf einer anderen Universität in
Gebärdensprache anbieten zu können, deswegen handelt es sich um
eine reelle Chance unseres schon sehr alten Wunsches nach einer
barrierefreien Uni.
Erste taube Heilerziehungspfleger Deutschlands haben Ausbildung abgeschlossen
Zum ersten Mal haben neun Taube an der Gotthilf-Vöhringer-Schule in Wilhelmsdorf eine Ausbildung zum/r Heilerziehungspfleger/in absolviert.(Der nächste Ausbildungsgang beginnt im September 2011, s.u.)
Die Studierenden, die aus ganz Deutschland kamen, haben zwei Jahre theoretischen Unterricht und ein Praxisjahr in einer Einrichtung mit Abschlussprüfungen gemeistert. Fast alle haben ein Stellenangebot oder werden von ihrer Praxisstelle übernommen. Meist werden sie in Arbeitsfeldern eingesetzt, die Kompetenzen in Gebärdensprache erfordern und in denen ihre Taubheit von Vorteil ist.
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Julia Probst (Jule) hat bei der Fußball-WM von sich reden gemacht mit ihrem "Ableseservice". Sie hat während der Fernsehübertragungen den Fußballern von den Lippen abgelesen und das dann getwittert. Sie ist sich aber auch darüber im Klaren, dass ihre Ablesefähigkeit eine Ausnahmebegabung ist, über die längst nicht jeder Gehörlose verfügt. Natürlich ist dieses Ablesen weder Ersatz für Untertitel noch für Dolmetscher. Für die setzt Jule sich seit langem vehement ein.
Das Medien-Portal MEEDIA hat Jule jetzt interviewt. Jule nimmt
ausführlich Stellung zur Problematik der Untertitel im Fernsehen,
besonders bei den privaten Sendern, sie lehnt die Abschaffung der
Gebührenbefreiung ab und will erst dann zahlen, wenn 100%
untertitelt werden, und sie fordert die 1:1-Untertitelung.
Natürlich setzt sie sich auch dafür ein, dass DVDs nur dann
Fördermittel erhalten, wenn sie untertitelt werden. Und sie zitiert
abschließend einen "Follower" ihres Ableseservice: "Auch Hörende
haben eine Behinderung – sie können nicht Lippenlesen."

Interview mit Jule: Auch Hörende haben eine Behinderung