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Erfahrungsaustausch gehörloser AltenpflegerInnen

nicht genug Arme, um alle Arbeiten zu schaffen

Es gibt immer mehr ältere Menschen. Entsprechend müsste es immer mehr AltenpflegerInnen geben. Aber gibt es die wirklich? Müssen die vorhandenen PflegerInnen nicht ständig rotieren, haben nicht genug Zeit für die alten Menschen und nicht genug Arme, um alle Arbeiten zu schaffen? Und wie sieht es in den Gehörlosen-Altenheimen aus? Gehörlose PflegerInnen sind da in Sachen Kommunikation optimal. Aber wie kommen sie im Alltag und mit ihren hörenden KollegInnen zurecht?

Ariane Philipps und Adelindis Braun sind als Gehörlose in der Altenpflege tätig. Sie wollen nicht länger Einzelkämpfer sein, sondern wünschen sich einen Erfahrungsaustausch mit gehörlosen KollegInnen. Wenn Sie auch daran interessiert sind, nehmen Sie doch Kontakt mit den beiden auf!

Am 23. April findet der Altenpflegetreff in Kassel statt (siehe unten).

Dr. Roland Zeh in sternTV

Vorgestern, am 24.02., berichtete sternTV u.a. über Dr. Roland Zeh (siehe unten). Im RTL-Stil ein wenig reißerisch unter dem Titel "Ertaubt und Chefarzt: Die sensationelle Karriere des Roland Zeh", aber inhaltlich OK - und eine Sensation ist es ja tatsächlich, wenn ein Spätertaubter HNO-Chefarzt wird!

Leider war es der allerletzte Beitrag in der Sendung. Wenn Sie ihn verpasst haben - hier bei uns können Sie den Film über Roland Zeh nachträglich sehen, und hier das sternTV-Interview mit Günther Jauch.

Ertaubt und Chefarzt: Die sensationelle Karriere des Roland Zeh

Übrigens hatte RTL den Beitrag offen untertitelt und beim Interview eine Dolmetscherin eingesetzt. Sehr schön! Dass Jauch bzw. RTL dann den von vielen Zuschauern geäußerten Wunsch nach mehr Untertiteln mit dem Hinweis auf Technik und Live-Sendung abschmetterte, war allerdings weder neu noch stichhaltig. Offensichtlich müssen die Privaten gesetzlich zur Untertitelung gezwungen werden. Dazu passt die Meldung "Frankreich: Privatsender M6 untertitelt vollständig". Sinnigerweise gehört der Sender zur Hälfte der RTL-Gruppe!

 

Ich schäme mich


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Maximilian Dorner ist erfolgreicher Lektor, Dozent und Autor. Als bei ihm die unheilbare Nervenkrankheit Multiple Sklerose diagnostiziert wurde, war das für ihn ein gewaltiger Schock. Als junger Mann behindert zu sein, für den Rest des Lebens - unvorstellbar. Aber er versucht, das Beste daraus zu machen, z.B. indem er über sein Leben mit MS schreibt.

"Maximilian Dorner neigte schon immer zu Zahnpastaflecken auf der Kleidung, aber seitdem er als Behinderter
mit Stock durchs Leben geht, haben sich die schamvollen Momente gehäuft. Deswegen hat er beschlossen, sich der Scham zu stellen, und zwar mit Humor."

Am 25. Februar liest Maximilian Dorner aus seinem Buch "Ich schäme mich" im Deutschen Institut für Menschenrechte in Berlin. Die Lesung und das anschließende Gespräch werden in DGS gedolmetscht.

Von Flugzeugen, Spionen und CARE-Paketen

Alliiertenmuseum

Von Flugzeugen, Spionen und CARE-Paketen erzählt die Führung in Gebärdensprache von Anna-Kristina Mohos durch die Dauerausstellung des AlliiertenMuseums. An ausgewählten Objekten erläutert sie die Geschichte der Präsenz der Westmächte in Berlin von 1945 bis 1994. Die Besichtigung eines Luftbrückenflugzeuges von innen und eines "echten" Spionagetunnels machen die Nachkriegszeit und die Zeit des Kalten Krieges in Berlin besonders erfahrbar!
Neben der Führung besteht die Möglichkeit, einen Film mit einem gehörlosen Zeitzeugen in Gebärdensprache anzuschauen. Manfred Kranz ist mit seiner Schwester Renate in Berlin aufgewachsen und erzählt Spannendes aus seiner Kindheit in der unmittelbaren Nachkriegszeit. So erfahren die Zuschauer von seinen Tauschgeschäften mit amerikanischen Besatzungssoldaten, von der Jagd nach Schokoladenfallschirmen und dem Beginn einer wundervollen deutsch-amerikanischen Brieffreundschaft - immer auch mit Augenmerk auf der besonderen Situation gehörloser Menschen.
Dauer: Führung: ca. 75 Minuten, Film: ca. 45 Minuten
Mindestteilnehmerzahl: 5
Kosten: keine
Rechtzeitige Anmeldung unter: AlliiertenMuseum, Clayallee 135, 14195 Berlin, Tel.: 030 81 81 99 81, Fax: 030 81 81 99 91, birkemeyer@alliiertenmuseum.de

HASE-Stammtisch

HASE
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HASE? Nein, das sind keine alten Hasen sondern eher junge: Hörgeschädigte Azubis und Studenten Erleben's! Und zwar jeden 1. Freitag im Monat in Stuttgart-Stadtmitte. Spaß muss sein, und Austausch bzw. Hilfestellungen unter Gleichgesinnten sind auch von Vorteil!

Zum HASE-Stammtisch sind ALLE herzlich willkommen, also egal ob Gehörloser, Schwerhöriger, Spätertaubter, CI-Träger – Student, Azubi oder auch Absolvent!

Das nächste HASE-Treffen findet am Freitag, 5. Februar 2010 um 19 Uhr im "AMADEUS" in Stuttgart statt.

Wenn Ihr Interesse habt, dann meldet Euch an: hase.stammtisch.in.stuttgart@googlemail.com

Revolutionäre Experimente

Melanie Drewke und Lutz Pepping

Seminare zu Themen wie "CI und Gebärdensprache" oder "Identität und Gehörlosigkeit" barrierefrei machen, das ging an der Uni Hamburg ganz anders als gewohnt. Unterrichtssprache war DGS, d.h. ALLE, sowohl die Dozentin als auch die gehörlosen und hörenden StudentInnen, haben in DGS referiert und diskutiert. Traumhaft für die gehörlosen und gebärdensprachkompetenten hörenden StudentInnen! Nur die in DGS nicht ganz so fitten Studis hatten Mühe. Aber für sie gab es Dolmis - und so Barrierefreiheit! Verkehrte Welt, aber wo, wenn nicht hier, kann und sollte in DGS gelehrt werden? Und so ganz nebenbei wurde deutlich, dass DGS keine Primitivsprache für den small talk ist, sondern sehr wohl auch dem akademischen Bereich gewachsen ist.

Melanie Drewke und Lutz Pepping hatten diese kleine Revolution angestoßen (s.u.). Jetzt haben sie über die ersten Erfolge berichtet: "Kommunikationsrevolution hat sich bewährt". Damit ist aber längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Sie machen weiter, und man darf gespannt sein auf ihren dritten Bericht.

Filmpremiere in Zürich: 'Verbotene Sprache'

Verbotene Sprache

Der Schweizerische Gehörlosenbund organisiert am 30. Oktober in Zürich eine Filmpremiere der besonderen Art. Es geht dabei um die schweizweite Erstaufführung des Films „Verbotene Sprache“ über den Gebärdensprachkünstler Rolf Lanicca.

Rolf erhält als erstes Kind in der Schweiz ein Cochlea Implantat. Medizin und Eltern trimmen Klein-Rolf, sich in der Welt der Hörenden zu integrieren. Erst als junger Erwachsener bricht er aus, lernt die Gebärdensprache und findet seine Identität als gehörloser Mensch. Heute drückt sich Rolf Lanicca virtuos als Gebärdensprachkünstler auf der Bühne aus und provoziert an Poetry Slams mit pointierten und provokativen Texten. Ein emotionaler Film über ein in der Welt der Hörenden vernachlässigtes Thema. Die Diskriminierung einer weiteren Landessprache – der Gebärdensprache.

Erlebte Geschichte: 20 Jahre Friedliche Revolution und Deutsche Einheit

friedliche Revolution

Diskussionsabend mit Volkmar Jaeger, Zeitzeuge aus Leipzig und Helmut Vogel, Historiker am Mittwoch, 7. Oktober 2009, 17.30 – 19.30 Uhr, Einlass 16.30
Rhein.- Westf. Berufskolleg Essen, Kerckhoffstraße 100, Essen-Frohnhausen
Gebärdensprachdolmetscherinnen sind im Einsatz, eine Induktionsanlage ist vorhanden.

Vor 20 Jahren begannen die Montagsdemonstrationen in Leipzig. Am 9. Oktober trafen sich dort - trotz willkürlicher Verhaftungen und Angst vor einem Schießbefehl - 70.000 Menschen zu einer gewaltlosen Demonstration. Das war der Durchbruch für noch größere Demonstrationen und das Ende des DDR-Regimes.
Wenig bekannt ist, dass auch Gehörlose regelmäßig an den Protestdemonstrationen teilnahmen. Volkmar Jaeger (81 Jahre, gehörlos) war Mitorganisator und wird auf der Veranstaltung über seine Erfahrungen berichten. Helmut Vogel (Historiker, gehörlos) wird den zeitgeschichtlichen Hintergrund erklären und das Podiumsgespräch mit Volkmar Jaeger führen.

'Taubstummer' junger Mann NICHT verschüttet

Nach dem Erdrutsch-Unglück wurde er vermisst, ein 22-jähriger Gehörloser aus Nachterstedt. Er war im Haus seines Vaters, das bei dem Erdrutsch in den Fluten versank, noch polizeilich gemeldet, hielt sich aber zumeist woanders auf. Gestern tauchte er an der Absperrung zum Unglücksgebiet auf und gab sich zu erkennen. Er hat Glück gehabt, aber der Verlust des Elternhauses und vor allem des Vaters ist natürlich ein Schock für ihn. Er wird deshalb seelsorgerisch betreut.

Presseartikel:
Vermisster Mann aus Nachterstedt wohlauf
Erdrutsch in Nachterstedt: Ein Vermisster aufgetaucht
Nach Erdrutsch gesuchter Sohn in Nachterstedt aufgetaucht - Taubstummer wird seelsorgerisch betreut
(In allen Presseartikeln wird vom "taubstummen" Sohn berichtet. Die Journalisten sollten doch einfach mal in den Duden schauen!)

Hörende Gymnasiasten bei Taubblinden

Schüler bei Taubblinden
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Empathie, das Mitfühlen mit anderen Menschen, ist nicht angeboren. Man muss sie erlernen. Angst vor Behinderten verliert man am besten durch den Kontakt zu ihnen. Genau das haben Gymnasiasten des Georg-Büchner-Gymnasiums Winnenden getan. Sie haben taubblinde Bewohner der Paulinenpflege besucht, mit ihnen Kontakt aufgenommen, gelernt, mit ihnen zu kommunizieren - und gemeinsam mit ihnen Spaß gehabt. Was sie vorher sicher nicht für möglich gehalten hätten!

Am 18. Juli findet ein Abschlussfest für alle Beteiligten und für Besucher statt.

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