Am 26 März wird der taube Historiker Helmut Vogel in Würzburg über die deutsche Verfassungsgeschichte referieren. Das BiKu-Team (Bildungs- und Kulturzirkel Augen und Hände) hofft auf zahlreiche Besucher.
Am 26 März wird der taube Historiker Helmut Vogel in Würzburg über die deutsche Verfassungsgeschichte referieren. Das BiKu-Team (Bildungs- und Kulturzirkel Augen und Hände) hofft auf zahlreiche Besucher.
Ringvorlesung "Behinderung ohne Behinderte?! Perspektiven der Disability Studies"
das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) bietet im Sommersemester 2010 wieder eine Ringvorlesung an, die allen Interessierten offen steht. Sie findet diesmal montagabends in der Edmund-Siemers-Allee 1 im Ost-Flügel (Hamburg, Nähe Bahnhof "Dammtor") statt. Die Räumlichkeiten sind für Rollstuhlfahrer/innen zugänglich. Die Ringvorlesung wird wieder durchgängig für von Hörbehinderung betroffene Teilnehmer/innen von Schriftmittler/innen gedolmetscht.
Für den Vortrag am 30.06. (Dr. Anke Langner: "Behindertes Geschlecht") wird versucht, zusätzlich Gebärdensprachdolmetscher/innen zu organisieren. Dieser Vortrag findet in Kooperation mit der Partnerinitiative AG Queer Studies statt, außerplanmäßig an einem Mittwoch von 19 bis 21 Uhr im Von-Melle-Park 5, Raum 0079, Universität Hamburg.
"Der Deutsche Bundestag möge beschließen ..., dass die Bewilligung von Hörgeräten insbesonders für hochgradig schwerhörige Menschen angepasst wird. Es soll bei der Bewilligung technischer Hilfen künftig unterschieden werden zwischen leichter, mittelgradiger, hochgradiger und an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit. Die Bewillgung soll so erfolgen, dass die Teilnahme am gesellschaftlichem Leben, insbesondere am Arbeitsleben in jedem Fall gewährleistet ist."
So steht es in der Online-Petiton von Andrea Behrens auf der Website des Bundestags. Das Schöne an solchen öffentlichen Petitionen ist, dass man sich ihnen anschließen kann. Wenn Sie diese Petition unterstützen wollen, brauchen Sie nur "Petition mitzeichnen" anzuklicken (nachdem Sie sich registriert haben).
Petition: Hilfsmittel/Heilmittel - Anpassung der Festbetragsregelung für Hörgeräte
Am 27. Januar wurde das KZ Auschwitz von russischen Soldaten befreit. Zum 65. Jahrestag fand eine Gedenkstunde im Bundestag statt, in der der israelische Schimon Peres eine Rede hielt. Übersetzt wurde alles in die DGS, für Mark Zaurov, den Vorsitzenden der IGJAD, der als Vertreter der gehörlosen Juden eingeladen war.
Video: Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus (Mark mit Dolmi bei 22:48)
Der Deutsche Schwerhörigenbund in einer Stellungnahme zu Plänen der baden-württembergischen Regierung, die Freifahrten für Behinderte abzuschaffen:
Die Landesregierung von Baden-Württemberg plant mit einer
Initiative über den Bundesrat die kostenlose Nutzung für Menschen
mit Behinderungen von Bus und Bahn abzuschaffen. Der Deutsche
Schwerhörigenbund e.V. fordert, dass die Freifahrtenregelung in der
jetzigen Form unangetastet bleibt.
Politiker versuchen es halt immer wieder, gerade bei den vermeintlich Schwächsten zu sparen - und haben dabei bisher immer eine Bauchlandung gemacht. Der letzte Versuch ist gerade mal 5 Jahre her: "Wir brauchen barrierefreien Personennahverkehr". Schon damals hatten wir geschrieben: "Da kann man nur hoffen, dass die Bundesländer den gleichen Fehler nicht noch einmal machen!" Manche lernen halt nie dazu! Den Behinderten bleibt nichts weiter übrig, als wieder zu protestieren. Der DSB hat schon mal einen guten Anfang gemacht.
Fehlalarm? Einer Pressemitteilung des
Bundestagsabgeordneten Wellenreuther zufolge scheint es so zu
sein.
Dazu Stephan Wilke vom DSB:
"Nach unserer Auffassung scheint es ernsthafte Bestrebungen gehabt
haben, diese aber durch den Protest der Behindertenverbände die
Regierung von Baden-Württemberg zum Rückzug
veranlasst hat, und nun versucht es so darzustellen, dass es nicht
so gemeint wäre. Sicherlich spielen hier parteitaktische Erwägungen
eine Rolle. Unter Fehlalarm verstehen wir etwas anderes." Wir
würden uns wünschen, dass es auch entsprechend wiedergegeben wird,
dass es sich hier um einen CDU Abgeordneten aus Baden-Württemberg
handelt von der Landesregierung der CDU/FDP.
Ein gewaltiges Projekt zur Barrierefreiheit hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Internet verwirklicht:
Die UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland im Februar
2009 ratifiziert hat, ist vollständig in DGS übersetzt worden. Das
bedeutet, dass ingesamt alle 50 Artikel plus Präambel und
Fakultativprotokoll in DGS übersetzt wurden.
Zusätzlich für Gehörlose wurde ein Glossar erstellt, in dem
Gehörlose Erklärungen zu den wichtigen Begriffen der Konvention in
DGS erklärt bekommen. Für dieses einmalige Werk, für das
Gebärdenwerk ein paar Monate gebraucht hat, wurde als
Berater und Moderator Prof. Dr. Christian Rathmann vom Institut für
DGS engagiert. Er gibt im moderierten Überblick eine Einleitung und
führt die gehörlosen Besucher durch die Konvention.
Als Übersetzer wurden bekannte Gehörlose engagiert: Knut Weinmeister (Gebärdenwerk), Thomas Mitterhuber (Spectrum11, München), Helmut Vogel (KUGG-Vorsitzender, Frankfurt) Daniela Gnerlich (Gehörlosenpädagogin, Hamburg) Thomas Zander (1. Vorsitzenden des Gehörlosenverbands Berlin) und Professor Dr. Christian Rathmann (Institut für Deutsche Gebärdensprache, Hamburg).
Gebärdensprachfilme in der Übersicht (moderierter Überblick)
Gebärdensprachfilme (DGS) zur UN-Konvention
Insgesamt 106 Filme sind da aufgelistet. Ein Mammutwerk! Jetzt
müssten Gehörlose eigentlich Experten in Sachen UN-Konvention und
Politik werden. Einige Stunden Zeit zum Ansehen der DGS-Videos
sollten sie sich allerdings nehmen! 
Die DGS-Videos gibt es neuerdings auch auf DVD -
kostenlos!
UN-Konvention zum Thema Behinderung - DVD
So lautet das Motto in diesem Jahr zum internationalen Tag der
Menschen mit
Behinderungen.
Die Veranstaltung findet statt:
Termin: 05. Dezember 2009
Ort: Ratssaal im Rathaus Bensberg, Wilhelm-Wagner-Platz
Uhrzeit: ab 14:00 Uhr
mit Gebärdensprachdolmetscherin und
Funk-Mikrophon-Kommunikationsanlage
Anfang Dezember werden 2 Veranstaltungen im Historischen Rathaus
Köln stattfinden. Beide Veranstaltungen sind barrierefrei.
Gebärdensprachdolmetscher/-innen und eine
Induktionsschleife für Hörgeschädigte sind vorhanden.
Donnerstag, 3.12., 16.30 – 19.30 Uhr, Historisches
Rathaus
Veranstaltung zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung
2009:
„Köln – eine Stadt für alle. Was folgt aus der
UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit
Behinderung?“
Oberbürgermeister Roters und die Stadtarbeitsgemeinschaft
Behindertenpolitik laden gemeinsam zur diesjährigen Veranstaltung
ein. Neben Vorträgen und einer Diskussion mit Vertreterinnen und
Vertretern der Ratsfraktionen wird es Informationsstände geben.
Bitte schicken Sie Ihre Anmeldung bis zum 30.11. an
behindertenbeauftragte@stadt-koeln.de.
Falls Sie sich vorab über die UN-Konvention informieren möchten:
Sie finden den Wortlauf der Konvention sowie weitere Dokumente
unter http://www.stadt-koeln.de/2/menschen-mit-behinderung/03034/.
Die
Montag, 7.12., 19 Uhr, Historisches Rathaus
In der Reihe "Wissenschaft im Rathaus":
"Von Löwenherzen, Lebensträumen und Grenzerfahrungen: Die
Faszination des Sports für Menschen mit Behinderung"
Referent ist Dr. Thomas Abel vom Institut für Motorik und
Bewegungstechnik der Deutschen Sporthochschule Köln. Weitere
Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter http://www.stadt-koeln.de/6/veranstaltungskalender/01572/
Auch 2010 soll es wieder einen Bürgerhaushalt geben. Das heißt:
Die Kölner Bürgerinnen und Bürger können Vorschläge einreichen,
wofür städtisches Geld ausgegeben werden soll. Für den Haushalt
2010 gibt es 2 Themen, zu denen Vorschläge gemacht werden können:
Bildung/Schule und Umwelt.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Auftaktveranstaltung am
17.11. im Gürzenich. Die Veranstaltung ist barrierefrei. Es gibt
eine Induktionsschleife. GebärdensprachdolmetscherInnen sind
anwesend.
Auch Gehörlose sollten sich mit ihren Ideen beteiligen!
Auftaktveranstaltung zum Bürgerhaushalt 2010
Erst wird ein gehörloser Ungar, Dr. Ádám
Kósa, Abgeordneter im Europaparlament (s.u.), und jetzt ist
die UGS, die Ungarische Gebärdensprache, anerkannt
worden.
Szilárd Rácz schreibt aus Ungarn:
Heute nachmittag hat das ungarische
Parlament das Gesetz über die UGS verabschiedet. Die UGS als
Sprache ist offiziell anerkannt! :)
Ein neues Kapitel beginnt in der Geschichte der
Gehörlosengemeinschaft.!!! Es gibt also weiterhin viel zu tun. Es
wird in einigen Jahren ein BA- und MA-Studiengang in Budapest
eingerichtet. Aber vieles ist noch vorzubereiten.
Elfogadták a világ legkomplexebb jelnyelvi törvényét
Magyarországon
(= In Ungarn wurde das komplexeste Gebärdensprachgesetz der Welt
verabschiedet)