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Ein neues Zeitalter: Taube Mitbeteiligung und Zusammenarbeit

Vor einer Woche hat die internationale Konferenz zur Bildung und Erziehung Gehörloser (ICED) die Beschlüsse des Mailänder Kongresses von 1880 aufgehoben und eine neue Resolution verabschiedet. Sie können Sie sich jetzt in internationalen Gebärden ansehen, dank der tatkräftigen Arbeit vom Gebärdenwerk, vertreten durch Knut Weinmeister, in Zusammenarbeit mit dem Institut für deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser, vertreten durch Professor Dr. Christian Rathmann.

ICED zieht Schlussstrich unter Mailänder Beschlüsse


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Hartmut Teuber hat uns freundlicherweise eine deutsche Übersetzung der verabschiedeten Prinzipien zur Verfügung gestellt.

Es ist ein historischer Tag für die Gehörlosen weltweit. Die internationale Konferenz zur Bildung und Erziehung Gehörloser (ICED) hat am 20. Juli 2010 beschlossen, die Beschlüsse des Mailänder Kongresses von 1880 aufzuheben.

Damals beschlossen die anwesenden Gehörlosenlehrer, dass nur noch oral unterrichtet werden sollte. Das sollte der Todesstoß für die Gebärdensprache und ein Berufsverbot für die damals unterrichtenden gehörlosen Lehrer werden.

Gestern hat sich die Konferenz eindeutig von diesen Beschlüssen distanziert, wie folgt:

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Ordner und Mitarbeiter für Türkisparade gesucht

Türkisparade

Am 25.09.2010 findet die Türkisparade zum Gebärdensprachfestival in BERLIN statt! Es wird eine Parade und im Anschluss ein tolles Programm auf der Bühne geben. Dafür werden noch Ordner und Mitarbeiter gesucht!

Ordner und Mitarbeiter sollten mindestens 18 Jahre alt sein! Anmelden unter mitmachen@tuerkisparade.de, alle sind willkommen!
Wenn ihr noch Fragen habt, wendet euch an Yesim und Melanie.

Homepage mit DGS-Video: Türkisparade

Das Archiv in Gebärden

Stasi-Führung

Premiere im Archiv der Stasi-Unterlagen-Behörde in Berlin-Lichtenberg: Für eine Gruppe von sieben Gehörlosen fand am 2. Juli 2010 eine Archivführung statt. Zwei Gebärdensprachdolmetscher begleiteten die Besucher, die sich über ein deutsches Gehörlosenportal im Internet organisiert hatten.

Frau Brosin, Mitarbeiterin der Stasi-Unterlagen-Behörde, hat darüber einen Bericht geschrieben. Sie teilt darüber hinaus mit, dass solche Führungen auf Anfrage gerne wiederholt werden können. Bei Interesse melden Sie sich bei archivfuehrungen@bstu.bund.de.

Führung für hörgeschädigte Bürger durch das Stasi-Unterlagen-Archiv

Jung. Grün. Stachelig. Und gebärdensprachig!

Sarah Benke interviewt Helene Jarmer und Lutz Pepping

Jung. Grün. Stachelig. Und gebärdensprachig! - Dieses Motto hat der AK SIGN von der GRÜNEN JUGEND schon mal für den nächsten Workshop ausgewählt. Der soll im Herbst stattfinden, nicht zuletzt deshalb, weil der vorige, der erste überhaupt (s.u.), ein voller Erfolg war.

Lutz Pepping hat einen kurzen Rückblick auf den ersten Workshop des AK SIGN am 22. Mai in Göttingen geschrieben:

Macht mehr möglich – Die Grüne Bühne vor Ort mit Cem Özdemir

Cem Özdemir

Einladung zur GRÜNEN Bühnentour am 07.05.2010 um 16.30 Uhr an der Reinoldikirche in Dortmund mit dem Bundesvorsitzenden von Bündnis 90/DIE GRÜNEN Cem Özdemir und den DirektkandidatInnen. Mit GRÜNEN über grüne Themen und den grünen Zukunftsplan für NRW diskutieren – diese Möglichkeit bieten die GRÜNEN, wenn der GRÜNE Bühnentruck in Dortmund Station macht.

Die Diskussion beginnt um 16.30 Uhr. Cem Özdemir wird gegen 17.30 Uhr seine Ideen einbringen.

Die Veranstaltung wird durch eine Gebärdensprachdolmetscherin übersetzt, und es steht eine FM-Anlage für Schwerhörige zur Verfügung.

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Gehörlose Menschen in der Politik - ein Wagnis?

AK Sign

Gehörlose und Politik, wie passt das zusammen? Es ist noch gar nicht so lange her, dass politische Veranstaltungen, vor allem bei Wahlkämpfen, erstmals gedolmetscht werden. Das war schon ein gewaltiger Fortschritt, aber die Gehörlosen blieben passiv. Aktiv werden in der Politik, das war kaum denkbar für Gehörlose. Vorreiter sind z.B. der ungarische Europaabgeordnete Ádám Kósa und Helene Jarmer (s.u.), Abgeordnete der Grünen im Österreichischen Nationalrat. Helene ist durchaus nicht passiv oder zurückhaltend. Im Gegenteil, sie mischt sich ein. Ihr Name taucht ständig in der Presse auf. Sie setzt sich z.B. ein für bilingualen Unterricht, mehr Untertitel im Fernsehen und gehörlose Lehrer - alles Themen, die Gehörlose seit langem bewegen und die nun endlich ins Licht der Öffentlichkeit gerückt werden. Schon wichtig, dass Gehörlose selbst aktiv werden in der Politik!

Damit hat Helene jetzt auch junge Gehörlose in Deutschland "angesteckt". Sie haben einen neuen Arbeitskreis innerhalb der Grünen Jugend gegründet, den AK SIGN. Erste Aktion des Arbeitskreises: Am 22.05.2010 findet in Göttingen ein Workshop unter dem Titel "Gehörlose Menschen in der Politik - ein Wagnis?" statt (Leiter Sarah Benke und Lutz Pepping). - Hoffentlich gehen viele deafies dieses Wagnis ein!

Übrigens: Dieser Bundeskongress der GRÜNEN JUGEND ist der erste, auf dem es Dolmetscherinnen geben wird, am Freitag zur Eröffnung  (für ca. zwei Stunden) und zum Workshop am Samstag mit Helene Jarmer (ebenfalls etwa zwei Stunden). Darüber hinaus werden Gehörlose durch Kommunikationsassistentinnen unterstützt.

GRÜNEN-Landtagswahlkampf mit Dolmis

Jürgen Trittin

Am 29.04.2010 wird Jürgen Trittin um 15.30 Uhr an der Reinoldikirche mit den DirektkandidatInnen Daniela Schneckenburger (Landesvorsitzende GRÜNE NRW), Ingrid Reuter (Fraktionssprecherin GRÜNE Dortmund), Martin Tönnes (Fraktionssprecher RVR), Enno Wiesner (Vorstand GRÜNE Jugend NRW) und dem Dortmunder Oberbürgermeisterkandidaten Mario Krüger (Fraktionssprecher GRÜNE Dortmund) über GRÜNE Themen und den GRÜNEN Zukunftsplan für NRW diskutieren. Die Moderation übernimmt Markus Kurth, MdB aus Dortmund.

Am 04.05.2010 laden Bündnis 90/DIE GRÜNEN zu einer Diskussion ein über die Bildungspolitik in Dortmund und NRW mit Sylvia Löhrmann, MdL, Fraktionsvorsitzende im Landtag NRW und Spitzenkandidatin. Thema: SCHULE DER ZUKUNFT - LEISTUNGSSTARK, VIELFÄLTIG UND GERECHT.

Die Veranstaltungen werden durch eine Gebärdensprachdolmetscherin übersetzt und es steht eine FM-Anlage für Schwerhörige zur Verfügung.

Bündnis 90/DIE GRÜNEN Dortmund

Marlee Matlin über soziale Gerechtigkeit

Marlee Matlin

In einem YouTube-Video äußert sich die gehörlose amerikanische Schauspielerin Marlee Matlin zum Thema "soziale Gerechtigkeit" - in ASL, der Amerikanischen Gebärdensprache. Natürlich ist das Video auch untertitelt - auf Englisch. Damit auch in Deutschland jeder verstehen kann, was Marlee sagt, hat Kerstin Baake sich die Mühe gemacht, die Untertitel ins Deutsche zu übersetzen:

Marlee Matlin – Soziale Gerechtigkeit für Alle!

Start des Gebärdentelefons - die Tagesschau berichtet

Start des Gebärdentelefons

Bundessozialministerin Ursula von der Leyen und Bundesinnenminister Thomas de Maizière haben gestern in Berlin gemeinsam mit dem Präsidenten des Deutschen Gehörlosen-Bundes, Rudi Sailer, das 115-Gebärdentelefon gestartet.

Damit haben gehörlose und hörbehinderte Bürgerinnen und Bürger die Möglichkeit, mittels Gebärdensprache und Videotelefonie Auskünfte und Hilfestellungen der öffentlichen Verwaltung unabhängig von lokalen und verwaltungsinternen Zuständigkeiten zu erhalten. Rudi Sailer bezeichnete diesen Service als Anfang einer gesellschaftlichen Kommunikation, die noch viel weiter ausgebaut werden müsse. 

Über dieses Ereignis wurde nicht nur in der Presse berichtet, sondern auch in der Tagesschau:

Start des Gebärdentelefons: Gehörlose können über die Nummer 115 Telefonauskünfte von Behörden erhalten

UN-Behindertenkonvention - wichtigste Begriffe verständlich dargestellt

Behindertenkonvention

Gesetzestexte? Politikerdeutsch? Da blättert man doch lieber sofort weiter! Geht es Ihnen auch so? Und auch, wenn Texte vereinfacht (Silvia Schmidt) oder in DGS dargestellt werden (beim BMAS), sind sie oft noch ziemlich kompliziert. Aus diesem Grunde hat sich die Informatikgruppe 10a/c der Realschule Dortmund daran gemacht, "Begriffe, die für uns wichtig sind" in leichter Sprache und in DGS darzustellen.

Zum Thema LehrerInnen steht da z.B.: "Jeder Mensch mit Behinderung soll gute Lehrer haben. Z.B. Lehrer, die die Gebärdensprache können. Es soll Kurse geben. Dort sollen die LehrerInnen und MitarbeiterInnen z. B. Gebärdensprache lernen können." Da kann man nur sagen: So isses! - Und so versteht es sicher jeder! Sehen Sie sich diese "10 Gebote" doch mal an:

Behindertenkonvention - ein Projekt der Informatikgruppe 10a/c

Türkisparade in Berlin

Türkisparade

Der Gehörlosenverband Berlin organisiert am 25. September neben dem Gebärdensprachfestival auch die Türkisparade:

Nach dem Vorbild des Christopher-Street-Day oder des Karneval der Kulturen soll die Türkisparade ebenfalls eine Parade mit Demonstrations-Charakter sein, die sich bestimmten Zielen widmet:

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Menschenkette in Berlin

Der Gehörlosenverband Berlin ruft für den 5. Mai zu einer großen Menschenkette auf:

Anlässlich des Europäischen Protesttages für die Gleichstellung von Menschen mit Behinderungen rufen wir gemeinsam zu einer Menschenkette unter dem Motto „Inklusion - Dabei sein von Anfang an“ auf.

Mit der Weitergabe eines Lichtes verbinden wir symbolisch das Brandenburger Tor mit dem Deutschen Bundestag und wollen der Politik den Weg zur Inklusion weisen.

Wann? Mittwoch, den 5. Mai 2010, von 11:30 Uhr - 12:30 Uhr
Wo? vom Brandenburger Tor (Platz des 18. März) zum Reichstagsgebäude

'Bericht aus Berlin' im Ersten mit UT

Bericht aus Berlin

Das bundespolitische Fernsehmagazin Bericht aus Berlin wird ab kommenden Sonntag, dem 11. April 2010, mit Live-Untertiteln ausgestrahlt. Auch Sondersendungen von Parteitagen werden ab April um diesen Service erweitert.

"Nicht nur Spitzenereignisse wie Bundestags- oder Landtagswahlen müssen entsprechend angeboten werden", meint Moderator und Chefredakteur Ulrich Deppendorf. "Gerade die regelmäßigen wöchentlichen Hintergründe und Analysen zur Bundespolitik im 'Bericht aus Berlin' sind wichtige Bestandteile der politischen Meinungsbildung."

Nach "Monitor" und "Report München" ist der "Bericht aus Berlin" nun das dritte politische Magazin im Ersten mit diesem Service.

Informationen zu Untertiteln im Ersten

Wird in Vancouver Schlussstrich unter Mailänder Beschlüsse gezogen?

ICED

Wer im Geschichtsunterricht Jahreszahlen auswendig lernen musste, wird sie hassen - und schnell alle wieder vergessen haben. Eine Jahreszahl werden Gehörlose aber NIE vergessen: 1880, das Jahr des Mailänder Kongresses, auf dem die Gehörlosenlehrer beschlossen, dass nur noch oral unterrichtet werden sollte. Das sollte der Todesstoß für die Gebärdensprache und ein Berufsverbot für die damals unterrichtenden gehörlosen Lehrer werden.

Es ist zu hoffen, dass das Jahr 2010 sich genauso ins Gedächtnis der Gehörlosen einbrennen wird. In diesem Jahr findet die internationale Konferenz zur Bildung und Erziehung Gehörloser (ICED) in Vancouver in Kanada statt. Die Gehörlosen von British Columbia (Kanada) sind mit dem Wunsch an das Veranstaltungskomitee der Konferenz herangetreten, man möge sich offiziell von den Mailänder Beschlüssen distanzieren und erklären, dass sie "negative Folgen für das soziale Leben gehörloser Menschen weltweit mit sich gebracht" haben.

Solch eine Erklärung würde den Grundstein legen für eine neue Zusammenarbeit von Betroffenen, den Gehörlosen, und den hörenden Fachleuten. Bleibt zu hoffen, dass die Teilnehmer wirklich den Mut aufbringen, einen Schlussstrich unter Mailand zu ziehen.

Vancouver 2010: Eine neue Ära der Partizipation und Zusammenarbeit

21st International Congress on Education of the Deaf (ICED)

Vancouver 2010: A New Era of Participation and Collaboration

Taubblinde und Hör-Sehgeschädigte in Schleswig-Holstein

Um  eine gleichwertige Teilnahme Taubblinder und Hör-Sehgeschädigter am gesellschaftlichen Leben zu ermöglichen, befasst sich momentan ein Arbeitskreis, initiiert durch den Landesbeauftragen für Menschen mit Behinderung Schleswig-Holsteins - Herrn Dr. Ullrich Hase, mit der aktuellen politischen Situation taubblinder bzw. seh- und hörgeschädigter Menschen in Schleswig-Holstein. Hauptziel ist es, die politischen Forderungen Betroffener in Erfahrung zu bringen und zukünftig besser in die politischen Entscheidungen Schleswig-Holsteins mit einzubeziehen. Hierfür ist es jedoch zunächst einmal erforderlich taubblinde bzw. seh- und hörgeschädigte Menschen in Schleswig-Holstein zu lokalisieren, um dann mit ihnen in einen persönlichen Dialog treten zu können.
Doch wo leben die taubblinden bzw. seh- und hörgeschädigten Menschen in Schleswig-Holstein?

Für Rückfragen, Anregungen und Hinweise senden Sie einfach eine E-Mail an: taubblind-in-schleswig-holstein@web.de

Vortragsabend zum Thema 'Deutsche Verfassungsgeschichte'

Am 26 März wird der taube Historiker Helmut Vogel in Würzburg über die deutsche Verfassungsgeschichte referieren. Das BiKu-Team (Bildungs- und Kulturzirkel Augen und Hände) hofft auf zahlreiche Besucher.

Behinderung ohne Behinderte!? - Ringvorlesung an der Uni HH

ZeDis

Ringvorlesung "Behinderung ohne Behinderte?! Perspektiven der Disability Studies"

das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) bietet im Sommersemester 2010 wieder eine Ringvorlesung an, die allen Interessierten offen steht. Sie findet diesmal montagabends in der Edmund-Siemers-Allee 1 im Ost-Flügel (Hamburg, Nähe Bahnhof "Dammtor") statt. Die Räumlichkeiten sind für Rollstuhlfahrer/innen zugänglich. Die Ringvorlesung wird wieder durchgängig für von Hörbehinderung betroffene Teilnehmer/innen von Schriftmittler/innen gedolmetscht.

Für den Vortrag am 30.06. (Dr. Anke Langner: "Behindertes Geschlecht") wird versucht, zusätzlich Gebärdensprachdolmetscher/innen zu organisieren. Dieser Vortrag findet in Kooperation mit der Partnerinitiative AG Queer Studies statt, außerplanmäßig an einem Mittwoch von 19 bis 21 Uhr im Von-Melle-Park 5, Raum 0079, Universität Hamburg.

Hörgeräte-Online-Petition

Bundesadler

"Der Deutsche Bundestag möge beschließen ..., dass die Bewilligung von Hörgeräten insbesonders für hochgradig schwerhörige Menschen angepasst wird. Es soll bei der Bewilligung technischer Hilfen künftig unterschieden werden zwischen leichter, mittelgradiger, hochgradiger und an Taubheit grenzender Schwerhörigkeit. Die Bewillgung soll so erfolgen, dass die Teilnahme am gesellschaftlichem Leben, insbesondere am Arbeitsleben in jedem Fall gewährleistet ist."

So steht es in der Online-Petiton von Andrea Behrens auf der Website des Bundestags. Das Schöne an solchen öffentlichen Petitionen ist, dass man sich ihnen anschließen kann. Wenn Sie diese Petition unterstützen wollen, brauchen Sie nur "Petition mitzeichnen" anzuklicken (nachdem Sie sich registriert haben).

Petition: Hilfsmittel/Heilmittel - Anpassung der Festbetragsregelung für Hörgeräte

Gedenkstunde im Bundestag mit Dolmetscher

Mark mit Dolmi im Bundestag

Am 27. Januar wurde das KZ Auschwitz von russischen Soldaten befreit. Zum 65. Jahrestag fand eine Gedenkstunde im Bundestag statt, in der der israelische Schimon Peres eine Rede hielt. Übersetzt wurde alles in die DGS, für Mark Zaurov, den Vorsitzenden der IGJAD, der als Vertreter der gehörlosen Juden eingeladen war.

Video: Gedenkstunde für die Opfer des Nationalsozialismus (Mark mit Dolmi bei 22:48)

Protest gegen Streichung der Freifahrt

Behindertenausweis

Der Deutsche Schwerhörigenbund in einer Stellungnahme zu Plänen der baden-württembergischen Regierung, die Freifahrten für Behinderte abzuschaffen:

Die Landesregierung von Baden-Württemberg plant mit einer Initiative über den Bundesrat die kostenlose Nutzung für Menschen mit Behinderungen von Bus und Bahn abzuschaffen. Der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. fordert, dass die Freifahrtenregelung in der jetzigen Form unangetastet bleibt.

Politiker versuchen es halt immer wieder, gerade bei den vermeintlich Schwächsten zu sparen - und haben dabei bisher immer eine Bauchlandung gemacht. Der letzte Versuch ist gerade mal 5 Jahre her: "Wir brauchen barrierefreien Personennahverkehr". Schon damals hatten wir geschrieben: "Da kann man nur hoffen, dass die Bundesländer den gleichen Fehler nicht noch einmal machen!" Manche lernen halt nie dazu! Den Behinderten bleibt nichts weiter übrig, als wieder zu protestieren. Der DSB hat schon mal einen guten Anfang gemacht.

Fehlalarm? Einer Pressemitteilung des Bundestagsabgeordneten Wellenreuther zufolge scheint es so zu sein.

Dazu Stephan Wilke vom DSB:
"Nach unserer Auffassung scheint es ernsthafte Bestrebungen gehabt haben, diese aber durch den Protest der Behindertenverbände die Regierung von Baden-Württemberg zum Rückzug veranlasst hat, und nun versucht es so darzustellen, dass es nicht so gemeint wäre. Sicherlich spielen hier parteitaktische Erwägungen eine Rolle. Unter Fehlalarm verstehen wir etwas anderes." Wir würden uns wünschen, dass es auch entsprechend wiedergegeben wird, dass es sich hier um einen CDU Abgeordneten aus Baden-Württemberg handelt von der Landesregierung der CDU/FDP.

UN-Behindertenrechtskonvention in DGS

UN-Konvention

Ein gewaltiges Projekt zur Barrierefreiheit hat das Bundesministerium für Arbeit und Soziales (BMAS) im Internet verwirklicht:

Die UN-Behindertenrechtskonvention, die Deutschland im Februar 2009 ratifiziert hat, ist vollständig in DGS übersetzt worden. Das bedeutet, dass ingesamt alle 50 Artikel plus Präambel und Fakultativprotokoll in DGS übersetzt wurden.
Zusätzlich für Gehörlose wurde ein Glossar erstellt, in dem Gehörlose Erklärungen zu den wichtigen Begriffen der Konvention in DGS erklärt bekommen. Für dieses einmalige Werk, für das Gebärdenwerk ein paar Monate gebraucht hat, wurde als Berater und Moderator Prof. Dr. Christian Rathmann vom Institut für DGS engagiert. Er gibt im moderierten Überblick eine Einleitung und führt die gehörlosen Besucher durch die Konvention.

Als Übersetzer wurden bekannte Gehörlose engagiert: Knut Weinmeister (Gebärdenwerk), Thomas Mitterhuber (Spectrum11, München), Helmut Vogel (KUGG-Vorsitzender, Frankfurt) Daniela Gnerlich (Gehörlosenpädagogin, Hamburg) Thomas Zander (1. Vorsitzenden des Gehörlosenverbands Berlin) und Professor Dr. Christian Rathmann (Institut für Deutsche Gebärdensprache, Hamburg).

Gebärdensprachfilme in der Übersicht (moderierter Überblick)

Gebärdensprachfilme (DGS) zur UN-Konvention

Insgesamt 106 Filme sind da aufgelistet. Ein Mammutwerk! Jetzt müssten Gehörlose eigentlich Experten in Sachen UN-Konvention und Politik werden. Einige Stunden Zeit zum Ansehen der DGS-Videos sollten sie sich allerdings nehmen!

Die DGS-Videos gibt es neuerdings auch auf DVD - kostenlos!
UN-Konvention zum Thema Behinderung - DVD

Behinderung und Arbeit – Jeder hat ein Recht auf Arbeit

Beirat für die Belange von Menschen mit Behinderung der Stadt Bergisch Gladbach

So lautet das Motto in diesem Jahr zum internationalen Tag der Menschen mit
Behinderungen.

Die Veranstaltung findet statt:
Termin: 05. Dezember 2009
Ort: Ratssaal im Rathaus Bensberg, Wilhelm-Wagner-Platz
Uhrzeit: ab 14:00 Uhr
mit Gebärdensprachdolmetscherin und Funk-Mikrophon-Kommunikationsanlage

Köln – eine Stadt für alle

Stadt Köln

Anfang Dezember werden 2 Veranstaltungen im Historischen Rathaus Köln stattfinden. Beide Veranstaltungen sind barrierefrei. Gebärdensprachdolmetscher/-innen und eine Induktionsschleife für Hörgeschädigte sind vorhanden.

Donnerstag, 3.12., 16.30 – 19.30 Uhr, Historisches Rathaus
Veranstaltung zum Internationalen Tag der Menschen mit Behinderung 2009:
Köln – eine Stadt für alle. Was folgt aus der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung?“
Oberbürgermeister Roters und die Stadtarbeitsgemeinschaft Behindertenpolitik laden gemeinsam zur diesjährigen Veranstaltung ein. Neben Vorträgen und einer Diskussion mit Vertreterinnen und Vertretern der Ratsfraktionen wird es Informationsstände geben.
Bitte schicken Sie Ihre Anmeldung bis zum 30.11. an behindertenbeauftragte@stadt-koeln.de.
Falls Sie sich vorab über die UN-Konvention informieren möchten: Sie finden den Wortlauf der Konvention sowie weitere Dokumente unter http://www.stadt-koeln.de/2/menschen-mit-behinderung/03034/. Die

Montag, 7.12., 19 Uhr, Historisches Rathaus
In der Reihe "Wissenschaft im Rathaus":
"Von Löwenherzen, Lebensträumen und Grenzerfahrungen: Die Faszination des Sports für Menschen mit Behinderung"
Referent ist Dr. Thomas Abel vom Institut für Motorik und Bewegungstechnik der Deutschen Sporthochschule Köln. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie unter http://www.stadt-koeln.de/6/veranstaltungskalender/01572/
 

Bürgerhaushalt 2010 in Köln

Wappen von Köln

Auch 2010 soll es wieder einen Bürgerhaushalt geben. Das heißt: Die Kölner Bürgerinnen und Bürger können Vorschläge einreichen, wofür städtisches Geld ausgegeben werden soll. Für den Haushalt 2010 gibt es 2 Themen, zu denen Vorschläge gemacht werden können: Bildung/Schule und Umwelt.
Weitere Informationen erhalten Sie bei der Auftaktveranstaltung am 17.11. im Gürzenich. Die Veranstaltung ist barrierefrei. Es gibt eine Induktionsschleife. GebärdensprachdolmetscherInnen sind anwesend.

Auch Gehörlose sollten sich mit ihren Ideen beteiligen!

Auftaktveranstaltung zum Bürgerhaushalt 2010

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