Cauê Campos de Oliveira ist 19 Jahre alt und gehörlos. Er lebt in Brasilien und möchte gerne von August bis Dezember 2010 eine Gastschule in Deutschland besuchen und in einer Gastfamilie mit Gl leben. Für die Kosten kommt er selber auf, aber er kann auch im Gegenzug ein Praktikum in einem Hotel in seiner Heimatstadt Paraty anbieten.
Lesen Sie seinen Brief:
Die Schule für Hörgeschädigte in Hamburg zieht um, in EIN Gebäude (bisher waren es zwei)! Aus diesem Anlass wird es ein Abschiedsfest geben (Abschied vom alten Muff ;-). Und da man mit einem Ansturm von Ehemaligen rechnet, von - ursprünglich - zwei verschiedenen Schulen, gibt es gleich ZWEI Abschiedsfeste bzw. Ehemaligentreffen, am 4. September für die Schule für Schwerhörige und am 11. September für die Schule für Gehörlose. So können dann alle "noch einmal in die Schule gehen" - zum letzten Mal in ihre ALTE Schule!
Das ist Ihnen sicher auch schon aufgefallen: In der Presse gibt es immer wieder neue Modethemen. Plötzlich schreiben alle über Kampfhunde, über Vogel- oder Schweinegrippe usw. Die Themen verschwinden meist genauso schnell wieder, wie sie erschienen sind. Andere Themen dagegen werden verschwiegen. Warum? Vielleicht, weil sie nicht so sensationell und daher nicht verkaufsfördernd sind?
Die INA (Initiative Nachrichtenaufklärung) wurde von der Jacobs University Bremen und der TU Dortmund gegründet. Sie setzt sich dafür ein, dass von der Presse vernachlässigte Themen publik gemacht werden. Jedes Jahr weist sie auf 10 vernachlässigte Themen hin. 2009 war eines dieser Themen:
Schulen für Gehörlose unterrichten keine Gebärdensprache
Für "Laien" unfassbar! Ein Streit, der seit Jahrhunderten nur von "Fachpädagogen" ausgetragen wird, gehört nach Meinung der INA in die Öffentlichkeit.
Top 10 der vernachlässigten Themen 2009
Mittlerweile ist es eine Selbstverständlichkeit, dass auf Elternabenden für gehörlose Eltern gedolmetscht werden muss - an staatlichen Schulen. Aber wie ist es in Privatschulen, z.B. Waldorfschulen?
Susanne Königs hörende Tochter besucht die 1. Klasse einer Waldorfschule in Niedersachsen. Sie hat in Erfahrung gebracht:
"Vom Kultusministerium Niedersachsen habe ich erfahren, dass Privatschulen vom Land Niedersachsen einen pauschalen Zuschuss zu den Betriebskosten bekommen. Davon müssten sie auch Gebärdensprachdolmetscher bezahlen. Die Schulbehörde dürfte wohl, selbst wenn sie wollte, diese Kosten nicht übernehmen, da die gesetzliche Grundlage das nicht zulässt. Die finanzielle Situation der Schule ist jedoch nicht so, dass sie regelmäßig Dolmetschkosten übernehmen könnte."
Nun sucht sie andere Eltern, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Wenn auch Ihr Kind eine Privatschule besucht - wie wird der Dolmetschereinsatz geregelt, d.h. wie wird er bezahlt? Zum Erfahrungsaustausch wenden Sie sich an Susanne König.
Im Schuljahr 1999/2000 hat das rwb-essen mit den Virtuellen Fachschulen für Hörgeschädigte begonnen. Inzwischen gibt es drei unterschiedliche Fachschulen; Hörgeschädigte aus ganz Deutschland nutzen dieses Weiterbildungsangebot.
10 Jahre sind ein guter Grund zum Feiern. Deshalb möchten die
Lehrer am Samstag, den 14. November, ab 13 Uhr (Anreise bitte ab
12:30 Uhr) mit den jetzigen UND den ehemaligen Fachschülern sowie
der wissenschaftlichen Begleitung aus Halle gemeinsam feiern.
Wenn Sie noch keine Einladung erhalten haben, ist Ihre
E-Mail-Adresse leider veraltet. Melden Sie sich bitte kurzfristig
bei peters@rwb-essen.de.
Rückmeldung bitte mit Angabe der Personenzahl!
Am ersten Schultag wurde noch nicht „mit den Händen geredet“, aber genau das werden die Schülerinnen und Schüler bald lernen. 28 junge Frauen und Männer im Alter zwischen 17 und 21 Jahren haben nach den Sommerferien in der Paulinenpflege Winnenden mit der neuen Schulform „Berufskolleg Gebärdensprache“ begonnen. In zwei Jahren können die Schüler die Fachhochschulreife erwerben und gleichzeitig Grundlagen der Deutschen Gebärdensprache erlernen.
Nachdem der 1. Kurs an der VHS in Schwerte erfolgreich stattgefunden hat, beginnt im September nochmals der gleiche Kurs. Also für alle, die noch keine Gelegenheit hatten oder gerne zum zweiten Mal dabei sein möchten:
Ein Angebot für Hörgeschädigte, welches Elemente aus Rückenschule, Yoga, Entspannungstechniken und Nordic-Walking zu einem abwechslungsreichen Kurserlebnis macht. Geleitet in Gebärdensprache, werden
Hans Middeldorf, Physiotherapeut, und
Hildegard Bruns, Heilpädagogin und Gesundheitsberaterin mit
Gebärdensprachkompetenz,
versuchen, Sie durch die Welt von Bewegung und Entspannung zu
führen.
Nele Gabriel (24) befindet sich zurzeit im Westen Kenias in
einer Stadt namens Kisumu:
Ich studiere Ethnologie und Sonderpädagogik an der Universität
Mainz. Mein Interesse für diese Themengebiete hat mich dazu
geführt, mich mit der Frage zu beschäftigen, wie Gehörlose in
afrikanischen Ländern, speziell Kenia, ihr Alltagsleben bewältigen.
Mein Hauptinteresse liegt hierbei vor allem auf der Analyse des
Erziehungssystems, der Gemeinschaft und der Kultur der
Gehörlosen.
Lesen Sie ihren Bericht (.s.u.)
Nele hat auch einen Blog eingerichtet, auf dem man ihre neuesten
Infos verfolgen kann:
kids-of-maseno.blogspot.com
Die Samuel-Heinicke-Realschule in München sucht zum kommenden Schuljahr eine hörgeschädigte Lehrkraft für den bilingualen Unterricht für die Fächer Deutsche Gebärdensprache und Deutsch.
Seit dem Schuljahr 2005/2006 wird das bilinguale Konzept an der Realschule umgesetzt und erfreut sich jedes Jahr einer steigenden Schülerzahl. Auch zum kommenden Schuljahr gibt es eine neue bilinguale Klasse und die Samuel-Heinicke-Realschule sucht noch Verstärkung für den bilingualen Unterricht. Die hörgeschädigte Lehrkraft würde das Unterrichtsfach DGS übernehmen und/oder das Unterrichtsfach Deutsch, gemeinsam mit einer hörenden Lehrkraft (Teamteaching).
Voraussetzungen:
Gebärdensprachkompetenz, pädagogische Ausbildung,
Hochschulabschluss und/oder Gebärdensprachdozenten-Ausbildung.
Bei Fragen bzw. Interesse: bilingualerunterricht@gmail.com