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Das Buch der besten Gehörlosen-Witze 2

Das Buch der besten Gehörlosen-Witze 2
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Sie kennen sicher das erste Buch der Gehörlosen-Witze des gehörlosen Karikaturisten Paul Dinkel. Jetzt ist der zweite Band in Arbeit. Im August/September soll er erscheinen. Einen Vorgeschmack können Sie schon auf Pauls Homepage bekommen: Gehörlosenwitze.

Paul möchte wissen, wie viele Bücher er drucken lassen soll. Deshalb bittet er um Ihre Vorbestellung.

Inzwischen ist das Buch erhältlich, und wir haben es "gelesen". Man kann es statt eines Hörtests benutzen: Wer lacht, ist gehörlos, wer nicht, ist hörend. Da werden die unterschiedlichen Kulturen und Mentalitäten deutlich. Und man muss bei manchen Witzen an Kurt Tucholskys "Lerne lachen ohne zu weinen" denken: "Sieh mal, der Gorilla steht auf der Liste für bedrohte Tiere!" "Gehörlose auch!" Ist das nun zum Lachen oder zum Weinen? - Gehörlose werden sicherlich vieles in diesem Buch finden, worüber sie lauthals lachen können!

Falls Sie das Buch noch nicht in Ihrer deafie-Sammlung haben, können Sie es bei Paul bestellen.

 

Kaugummi

Ein Mann sitzt im Zug und kaut schweigend Kaugummi. Nach einiger Zeit beugt sich eine ältere Dame von gegenüber vor und sagt: "Mein Herr, es ist ja sehr freundlich von Ihnen, dass Sie mir so viel erzählen, aber leider bin ich gehörlos!"

Gott ist nicht taub

Ein paar Tage vor Weihnachten verbrachten zwei Brüder die Nacht im Haus ihrer Oma. Als es Zeit war, zu Bett zu gehen, knieten sie beide nieder, um ihre Gebete zu sprechen. Plötzlich begann der Jüngere sehr laut zu sprechen: "Lieber Gott, sag bitte dem Weihnachtsmann, dass er mir eine Playstation, ein Mountainbike und ein Fernrohr bringen soll." Sein älterer Bruder stieß ihn an und sagte: "Warum schreist du dein Gebet? Gott ist nicht taub." "Ich weiß," antwortete der Jüngere, "aber Oma ist taub."

Gewonnen!

Ein Gehörloser will in einer Apotheke Kondome kaufen. Wild gestikulierend versucht er zu erklären, was er will, doch der Apotheker versteht ihn nicht. Schliesslich wird es dem Gehörlosen zu bunt - er öffnet seinen Hosenschlitz, legt sein Glied auf die Theke, einen 10 Euroschein daneben und zeigt mit dem Finger auf beides. Der Apotheker überlegt, öffnet seinen Hosenschlitz, legt sein Glied daneben. Dann gibt er dem Gehörlosen zehn Euro aus seinem Geldbeutel und meint: "Gewonnen."
(Einsendung von Nadine Müller)

Gehörlosenwitze

Buch von Paul Dinkel: Das Buch der besten Gehörlosenwitze
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Gut, wenn man auch über sich selbst - und die eigene Gehörlosigkeit - lachen kann. Noch besser, wenn man als Betroffener Profi-Karikaturist ist und Witzzeichnungen bzw. Cartoons selbst zeichnen kann. Paul Dinkel hat eine richtige Ausbildung zum Karikaturisten gemacht. Er ist Diplom-Karikaturist. Wohl der einzige gehörlose in Deutschland.

 Jetzt hat Paul eine Sammlung seiner besten Cartoons in Buchform herausgegeben.Die Bücher sind frisch gedruckt bei ihm eingetroffen. Bestellungen können Sie aufgeben direkt bei Paul Dinkel.

Arztbesuch

Opa hält es nicht mehr aus, dass Oma so schlecht hört, und meldet sie beim Doktor an. Oma beim Doktor. Der untersucht sie und schaut in Ihre Ohren und sagt: Da ist ein Haarbüschel im Ohr! Oma: Häh!? Doktor: Ja, das ist chronisch! Oma: Häh!? Doktor: Das muß operiert werden! Oma:Häh!?
Zuhause fragt Opa, was der Arzt denn nun gesagt hat. Oma: Der Doktor sagt, meine Muschi ist so komisch und die muß fotografiert werden!
(Einsendung von Reiner Beer)

Fußball

Ludwig und Friedrich, beide schwerhörig, unterhalten sich.
Ludwig zu Friedrich: "Sag` mal, gehst du morgen auch zum Fußball?"
Friedrich antwortet: "Nein - ich gehe lieber zum Fußball!"
Reaktion von Ludwig: "Auch gut, - das macht sowieso mehr Spaß als Fußball!"
(Einsendung von Dr. Ulrich Hase)

Der Flaschengeist

Drei Gehörlose, Manfred, Wolfgang und Rainer, befinden sich auf einem Luxusschiff auf der Kreuzfahrt in der herrlichen Südsee. Da bricht im Schiff ein Feuer aus. Schnell beginnt es zu sinken. Nur drei Gehörlose können abspringen und wegschwimmen. Nach mehreren Stunden entdeckt Wolfgang eine Insel. Total erschöpft können die drei sich auf diese Insel retten. Nun nehmen sie die Insel in Augenschein. Nicht schlecht! Die Insel ist wahrhaftig ein Paradies. Denn sie enthält zahlreiche Fruchtbäume und einige Quellen. Nach einigen Tagen geht Rainer am Strand spazieren. Da erblickt er vor sich eine seltsam geformte grüne Flasche, die offenbar vom Meer an den Strand gespült worden ist. Neugierig hebt er die Flasche auf. Drinnen sieht er einen Nebelschwaden, der sich hin und wieder bewegt. Vom Grauen gepackt, lässt Rainer die Flasche fallen. Beim Aufprallen auf den Boden fliegt der Korken von der Flasche weg. Da schießt aus der Flasche der graue Rauch hervor und wächst und wächst zu einem großen Flaschengeist. Er blickt auf Rainer und gebärdet: "Ich weiß, dass du gehörlos bist. Du hast mich auf dem Flaschengefängnis befreit. Als Dank dafür darf jeder von euch nur einen Wunsch aussprechen, den ich erfüllen will. Aber nur ein Wunsch pro Person! Dann verschwinde ich auf Nimmerwiedersehen." Da holt Rainer schnell Manfred und Wolfgang. Nun gebärdet Rainer als erster seinen Wunsch: "Ich möchte zurück nach Hause zu meiner Familie!" Der Flaschengeist hebt die Hand hoch und sagt "Hokuspokus". Da verschwindet Rainer. Nun kommt Manfred an die Reihe: "Ich möchte zurück zu meinem Clubheim der Gehörlosen!" Auch ihm wird dieser Wunsch erfüllt. Da bleibt Wolfgang allein übrig. Er gebärdet: "Hier ist es sehr schön. Die Insel gefällt mir sehr gut. Ich kann hier leben, ohne dafür arbeiten zu müssen. Daher möchte ich hier bleiben. Aber ich möchte hier auch nicht allein sein. Mit wem soll ich sonst gebärden? Bitte bring Rainer und Manfred wieder hierher!"
(Einsendung von H.-H. Miebach)

Der DGS-scheue Papagei

Der Gehörlose Franz hat einen Papagei gekauft. Er versucht, dem Papagei die DGS beizubringen. Aber dieser will nicht gebärden, sondern lieber sprechen. Franz ärgert sich schwarz. Da hat er eine tolle Idee. Er fährt mit dem Papagei zur Grenze. Dort sagt ihm ein Zöllner, dass Papageien verzollt werden müssen. "Was kostet denn das?" fragt Franz. "Lebende Papageien kosten 100 DM und tote Papageien nur 5 DM", antwortet der Zöllner. Darauf gestikuliert der Papagei heftig, so dass einige Feder davonfliegen: "Franz, mach jetzt bloß keinen Mist!!!"
(Einsendung von H.-H. Miebach)

Der gehörlose Papagei

Ein arbeitsloser Gehörloser hatte durch das Stellenangebot in der Zeitung eine Stelle als Lastwagenfahrer gefunden. Seine Aufgabe war, die Hühner aus Holland im Lastwagen nach Süddeutschland zu bringen. Nach dem Vorstellungsgespräch fragte er den Chef, ob er einen gehörlosen Kollegen bekommen könne, da er mit ihm unterwegs gebärden möchte. "Ich verstehe Sie gut, das ist mir aber zu teuer," lehnte der Chef ab. "Aber ich habe einen gehörlosen Papagei, mit dem Sie sich im Lastwagen unterhalten können. Er kann gebärden. Mein gehörloser Enkel hat ihn in der Gebärdensprache unterrichtet. Toll, nicht wahr?".

So unterhielt er sich unterwegs im Lastwagen mit dem Papagei. Er staunte nicht schlecht, dass dieser mit den Flügeln toll gebärden konnte. Da stand eine hübsche Anhalterin am Straßenrand. Der Gehörlose hielt an und fragte sie, ob sie gebärden könne. Diese bejahte diese Frage. "Komm, steig ein", gab er ihr zu verstehen. Er versuchte unterwegs, mit ihr zu gebärden. Es klappte nicht. Sie konnte doch überhaupt nicht gebärden, sie wollte nur mitgenommen werden. Da hielt der zornige Gehörlose scharf an und gebärdete "Raus" zu ihr. Er fuhr weiter. Wieder eine hübsche Anhalterin. Wieder hatte sie ihn belogen. Wieder rausgeschmissen. Der Gehörlose gebärdete heftig zum Papagei: "Typisch Weib, lügt immer!"

Wieder stand da eine Anhalterin, diesmal eine atemberaubende Schönheit mit traumhafter Figur. "Natürlich kann ich gebärden, ich bin eine Dolmi", gebärdete sie dem Gehörlosen zu. Mit wild pochendem Herzen unterhielt er sich lebhaft mit der Dolmi. Da wollte der Papagei auch mitgebärden. "Du störst uns nur," fuhr der Gehörlose ihn an. Er öffnete die Luke und stieß den armen Papagei in den Raum mit den Hühnerkäfigen.

Eine Stunde später kam die Polizei mit Blaulicht und hielt den Lastwagen an. Die Polizei sagte: "Aus Ihrem Lastwagen sprangen nacheinander Hühner auf die Straße und wurden von Autos überfahren." Der Gehörlose riss die Luke auf und schaute in den Raum. Dort öffnete der Papagei jeden Hühnerkäfig, fragte jedes Huhn, ob es gebärden könne, entließ es bei Bejahung in die Freiheit und versuchte mit dem Huhn zu gebärden. Jedes Mal wurde der Papagei auch belogen. Dieser gestikulierte heftig: "Typisch Weib, lügt immer, Raaauuusss!!!"
(Einsendung von H.-H. Miebach)

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