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Rob Roy auch in Vietnam!

 

Thora und Rob sind in Vietnam scheinbar (nicht nur taub, sondern auch blind) aneinander vorbeigelaufen. Nein im Ernst: Die Zwei haben sich knapp verpasst! Halb so wild, denn nun präsentieren wir Euch Rob Roys „Vietnam“!
Ein echter Globetrotter wie Robbie wartet natürlich nicht auf Abenteuer, sondern fordert sie heraus. Statt mit dem Fahrrad, lässt er sich mit dem Motorrad ins asiatische Verkehrschaos entführen. Erzählt uns alles über den
Wiedervereinigungspalast in Ho-Chi-Minh-Stadt (denn politisch-geografisch gesehen erlebten Nord- und Südvietnam „ähnliches“ wie die BRD und die DDR).
Des Weiteren: Wie werden Kokosbonbons hergestellt? Wie essen die Vietnamesen Fisch? Wie viele lebendige
Kokosnuss-Würmer kann ein Mensch vertragen? Welche 23 Gehörlose basteln die genialsten 3D-Klappkarten des Universums? - Eine unserer schönsten Deafmedia.de Sendungen überhaupt -
Goooood Morniiiing Viiiiietnaaam!

 

 

Thora in Vietnam

 

Unsere liebe Travel-Thora hat mal wieder zugeschlagen! Wurde sie dafür belohnt? Ja, mit süßem vietnamesischen Eiskaffee, exotischen Sandwichs und eine Menge Regenschauer(wenn das auch zählt!?). Außerdem bekam sie zum Mittag einfach Bún chả (Ein Nudelgericht) aufgetischt und sie hatte keine Ahnung wie man das richtig isst. Nach der erfolgreichen Kambodscha-Sendung begleiten wir Thora diesmal durch ganz Vietnam. Ins Mausoleum von Hồ Chí Minh durfte sie zwar nicht rein (der fällt wohl gerade auseinander), aber dafür bekam sie exklusiven Zutritt zum Tunnelsystem von Củ Chi. Diese Gedenkstätte präsentiert hautnah raffinierte Strategien, wie die Vietnamesen die US Amis im damaligen Krieg überlistet haben. Ebenso paddelte sie durch eines der schönsten UNESCO Weltkulturerben: Der Felsenbucht von Hạ Long Bay (Vịnh Hạ Long). Lehnt Euch zurück und genießt dieses Abenteuer!

 

 

Neuer Thriller 'Hush' mit einem tauben Opfer

Die junge und taube Schriftstellerin Maddie Young (gespielt von der hörenden Schauspielerin Kate Siegel) lebt im Film allein und zurückgezogen in ihrem Haus im Wald fernab von den Städten. Doch eines Tages dringt ein maskierter Mann in ihr Haus ein und trachtet nach ihrem Leben. Niemand ist in der Nähe, um ihr zu helfen und Hilfe rufen kann Maddie auch nicht.

Ab dem 8. April 2016 wird "Hush" in den USA exklusiv bei Netflix veröffentlicht. Wann es in Deutschland zu sehen geben wird, ist leider noch unbekannt. Hier ist der Trailer zu sehen.

Bei Netflix gibt es jetzt auch die deutsche Fassung, unter dem Titel "Still".

Maltesische Gebärdensprache am 16. März 2016 anerkannt

Die Maltesische Gebärdensprache (Lingwa tas-Sinjali Maltija) wurde am 16. März 2016 vom Maltesischen Parlament anerkannt. Steven Mulvaney, der Präsident des Maletischen Gehörlosenbundes (Għaqda Persuni Neqsin mis-Smigħ), gab in einem Video die historische Entscheidung des Parlaments für das taube Volk in Malta bekannt. Auf Malta leben ungefähr 400 taube Menschen.

Werbefilme mit tauben Tänzer von Smirnoff

Smirnoff ist eine 1886 in Moskau gegründete Wodka-Brennerei und hat Mitte März einen Werbefilm mit einem tauben Tänzer Chris Fonseca aus London veröffentlicht. Der Film wurde auf Facebook über 3 Millionen Mal aufgerufen.

Tauber Bierbrauer in den USA

Ian Cameron hat vor einem Jahr die Bierbräuerei "Lochiel Brewing" in Mesa (Arizona, USA) eröffnet. Als erster tauber Bierbrauer US-weit (oder gar weltweit?)*. Er hat bereits 15 Jahre Erfahrung mit der Produktion von Biere und wagte nun den Weg zur Selbstständigkeit. Seine Bräuerei ist 270 Quadratmeter groß.

Er arbeitet aber weiter als Systemingenieur, weil er noch nicht allein von seiner Bierbräuerei leben kann. Seine Familienwurzel liegt in Schottland, so dass seine Biermarke "Lochiel Brewing" den schottischen Ursprung hat. Cameron verwendet auch ein altes Bierrezept aus Schottland.

* = Kleiner Nachtrag: Der erste taube Bierbrauer weltweit (der sogar seit 2003/2004 einen Doktortitel darin hat) ist natürlich Deutscher: Urs Wellhoener. Er war sogar jahrelang der Kapitän unserer tauben Eishockeynationalmannschaft. Urs sein Opa hat 1954 sogar das Schnellgärverfahren erfunden (= Bier gärt seitdem nach Wochen statt Monaten) und war Mitentwickler von Biermarken wie Veltins bis Warnsteiner. "US-weit" kommt auch nicht hin, weil Urs schon vor vielen Jahren von einer Bierbrauerei in Boston abgeworben wurde und dort mit seiner Familie lebt. Sehen statt Hören berichtete darüber 2003 - Allerdings ist Ian wohl der erste taube Brauereibesitzer US- & weltweit! [Marco]

Colin Allen ist neuer Präsident von International Disability Alliance

International Disability Alliance (IDA) ist eine internationale Organisation von Menschen mit Behinderung und wurde 1999 in Kapstadt (Südafrika) gegründet. Die erste Präsidentin war Dr. Liisa Kaupinnen, die sich langjährig für Rechte tauber Menschen eingesetzt hat und in 2013 mit UN Human Rights Award ausgezeichnet wurde. Mitglieder in der IDA sind u.a. The World Blind Union (WBU), World Federation of the Deaf (WFD) und World Federation of Deafblind (WFDB). IDA vertritt die Interessen der rund 1 Milliarden behinderter Menschen weltweit im Kontext globaler Institutionen wie den Vereinten Nationen.

Als neuer Präsident wurde Colin Allen, der Präsident der World Federation of the Deaf (WFD), bei der Generalversammlung am letzten Wochenende in Bangkok (Thailand) gewählt. Das Amt wird er am 1. Juli 2016 antreten. Seine Amtszeit wird für zwei Jahre bis 30. Juni 2018 dauern. IDA war bei ihrer Gründung nur ein lockeres Netzwerk und hat sich zu einer professionellen Weltorganisation mit eigener Geschäftsstelle entwickelt. Colin fühlt sich geehrt, in den Fußstapfen von seiner Mentorin Kaupinnen zu treten, so die Pressemitteilung der WFD auf Englisch.

Five App: Kurzinterview mit Mateusz Mach

Wir haben vor vier Tagen über die neue "Five App" berichtet. Mit dieser App kann man selbst unterschiedliche Handformen zeichnen, entwickeln und an Freunde verschicken. Wir wollen ein wenig über die 18-jährige Person hinter der App erfahren und haben mit ihm ein Interview geführt – mit großartiger Unterstützung vom Übersetzer Filip Szymański, der mehrere Sprachen wie auch Deutsche Gebärdensprache beherrscht.

Taubenschlag: Kannst du dich kurz vorstellen?

Mateusz Mach: Ich wohne in Lębork, gehe im Moment jedoch aufs LO 3 [Anm. d. Übersetzers: Liceum Ogólnokształcące - entspricht deutscher Oberstufe des Gymnasiums] in Gdynia. In diesem Jahr mache ich das internationale Abitur IB. Wenn ich überlege, was meine Interessen am besten zusammenfasst, würde ich auf jeden Fall neue Technologien und Hip Hop nennen.

Seit wann schon programmierst du?

Ich habe in der Grundschule angefangen. Damals waren das noch sehr einfache Sprachen, also HTML und CSS. Ich weiß nicht, ob ich darüber sprechen sollte, aber eine meiner größten Inspirationen war die ziemlich brutale Spielserie GTA. Ich konnte mir nicht vorstellen, wie man so ein professionelles und gut ausgearbeitetes Produkt herstellen kann. Dieser Traum, der Traum vom Durchführen von Projekten mit Blick für jedes Detail ist mir bis heute erhalten geblieben.

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'Gebärdensprache ist linguistische Prothese für Mangel'

"Gebärdensprache ist linguistische Prothese für Mangel, keine Nivellierung" sagte der österreichische Abgeordnete Marcus Franz von der Österreichischen Volkspartei (ÖVP). Der stellvertretende Parteivorsitzende Reinhold Lopatka distanzierte sich schnell von dieser verbalen Entgleisung: "Selbstverständlich ist die ÖGS anerkannte Minderheitensprache & das ist gut so."

Der österreichischen Grünenpartei gefiel das gar nicht. "Marcus Franz sollte als Abgeordneter wissen, dass die Gebärdensprache (ÖGS) als anerkannte Minderheitensprache die Muttersprache der gehörlosen Menschen in Österreich ist, die auch in der österreichischen Bundesverfassung verankert ist", so Helene Jarmer.

Franz fiel immer wieder durch frauenfeindliche Aussagen sowie abfällige Äußerungen über homosexuelle Menschen auf.

Foto: © Parlamentsdirektion / PHOTO SIMONIS

Mit der 'Five App' Handzeichen selbst entwerfen

In Twitter drückt man sich noch nur mit max. 140 Zeichen aus. Was ist aber, wenn man sich nur mit Handzeichen ausdrückt? Mateusz Mach aus Polen ist 18 Jahre alt (und hörend) und hat eine App namens "Five App" entwickelt. Mit dieser App kann man selbst unterschiedliche Handformen zeichnen und entwickeln. Und sie dann an Freunde, die auch gleiche App haben müssen, verschicken lassen. Victory-Zeichen, berühmtes ILY-Zeichen, Zeigefinger oder gar Vulkanischer Gruß. Alles ist mit dieser App möglich. Sie erleichtert aber nicht unser Alltagsleben, wie eine Nachricht das behauptet hat.

Urteil gegen Diskriminierung in Finnland

Oskari Salomaa hat sich für einen Studienplatz an der Privathochschule Helsinki Design School in Helsinki beworben und wurde angenommen. Kurz vor dem Studiumstart bat er die Hochschule um Vorbereitungsmaterials für Gebärdensprachdolmetscheinsätze. Die privatfinanzierte Hochschule wurde vorher nicht über seine Taubheit informiert und hat die Zulassung von Salomaa zurückgezogen. Er fühlte sich diskriminiert und ging gegen diese Entscheidung vor Gericht.

Am Montag, 1. Februar fiel das Urteil: Gericht erkannte die Diskriminierung und verurteilte die Privathochschule zur Entschädigungsstrafe in Höhe von 8.000 Euro.

Weltkarte von Menschen mit Usher-Syndrom

Das Usher-Syndrom ist eine Hörsehbehinderung, welche autosomal rezessiv vererbt wird. Du hast das Usher-Syndrom? Du würdest gern erfahren, ob es in deiner Nähe oder in anderen Länder weitere Menschen mit Usher-Syndrom gibt? Diseasemap ist eine Weltkarte der chronischen und seltenen Krankheiten, sowie anderer Syndrome und Erkrankungen. Hier geht es zur Weltkarte mit Markierungen von Menschen mit Usher-Syndrom.

Crowdfunding-Sensation: Gripbell

Gripbell ist ein vielseitiges Fitnessgerät von Mark Wood aus Pleasanton (USA) und hat nichts mit Gebärdensprache oder Taubheit zu tun. Er hat das Gerät entwickelt und selbst angewandet. Er ist von der Effektivität dieses Geräts überzeugt und will es vermarkten lassen – mit Hilfe von Crowdfundingplattform "Kickstarter" und dem Werbeträger Nyle Di Marco, dem tauben Gewinner von letztjähriger Castingshow "America’s Next Top Model".

Mark Wood möchte 20.000 US-Dollar für die Produktion zusammensammeln. Gestern wurde Crowdfunding (deutsch auch "Schwarmfinanzierung") für Gripbell gestartet. Das Ziel hat er bereits nach einer Stunde erreicht! Über 120.000 Dollar hat er nach einem Tag zusammengekriegt. Die Schwarmfinanzierung endet in 29 Tage. Von diesem schnellen Erfolg ist er überwältigt.

Frontrunners: Probewoche

Frontrunners (www.frontrunners.dk) gibt es schon seit zehn Jahren und ist ein internationaler Kurs um Führungsfähigkeiten und Projektmanagement zu erlernen. Die jugendlichen Teilnehmer setzen sich während des Kurses mit den Problemen in der Gebärdensprachgemeinschaft auseinander und überlegen bessere Lösungen. Die Teilnehmer des Frontrunners Kurses kommen aus aller Welt und sind zwischen 18 und 30 Jahren alt. Sie haben Ideen, Ziele und Motivationen zur Bewegung in der Gehörlosengemeinschaft in ihren eigenen Ländern oder weltweit.

Wenn du zwischen 18 und 30 Jahren alt bist: Vielleicht interessierst du dich für dieses Programm und bist dir aber nicht sicher? Es gibt eine Probewoche vom 13. bis zum 19. März 2016! Du musst nichts für die Teilnahme, die Übernachtungen und die Verpflegungen zahlen. Alles ist kostenlos! Nur die Kosten für Hin- und Rückfahrten tragst du selbst. Die Teilnehmerzahl ist auf 30 Personen begrenzt. Anmeldeschluss ist der 26. Februar 2016. Kontakt und Anmeldung per E-Mail an mbe@cbg.dk. Wichtig ist auch ein Bewerbungsvideo, wo du dich selbst vorstellst und auch von deiner Vorstellung von der Probewoche erzählst (Warum möchtest du daran teilnehmen? Was möchtest du dort erreichen?)

8th Deaf Academics Conference 2017 in Aarhus (Dänemark)

Gestern haben wir über TISLR berichtet. Es gibt noch eine andere Konferenz von tauben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern: deaf academics. Diese Konferenz wurde ins Leben gerufen, nachdem 35 Teilnehmer nicht mit der Entwicklung von TISLR zufrieden waren und das Amsterdamer Manifest veröffentlicht haben. Der größte Kritikpunkt war mangelhafte Teilhabe an den Vorträgen und Diskussionen, die manchmal nur in Lautsprachen geführt wurden. Die erste deaf academics fand vom 8. bis 10. März 2002 in Austin (USA) statt.

Weitere Konferenzen: Washington, D.C., USA (2004); Stockholm, Schweden (2006); Dublin, Irland (2008); Florianópolis, Brasilien (2010); Lissabon, Portugal (2012) und Leuven, Belgien (2015).

Prof. Dr. Christian Rathmann gehört zu den Gründern der Konferenz deaf acamedics. Heute ist deaf academics eine der wichtigsten Veranstaltungen der tauben Akademikerinnen und Akademiker. Im letzten Jahr fand die Konferenz in Leuven (Belgien) statt. Simon Kollien und Konstantin Grin haben für Taubwissen darüber berichtet.

Die nächste Konferenz findet im Jahr 2017 in Aarhus, Dänemark statt. Momentan ist die Vorankündigung nur auf Facebook zu finden. Zur Zeit wird die Webseite aufgebaut.

US-Präsident mit Tränen im Gesicht UND Untertiteln

Ein US-Präsident stellt bei seiner Rede am 5. Januar 2016 mit Tränen im Gesicht seine Pläne vor: die Reform der US-Waffengesetze. Mehrmals wischte sich Obama Tränen aus dem Gesicht, als er an das Schicksal von Opfern der Kriminalität mit Schusswaffen in seinem Land erinnerte. Die Waffenlobby reagierte kämpferisch.

Das Interessante an dieser Sache ist auch, dass der Videobeitrag untertitelt wurde. Es war keine Selbstverständlichkeit! Im Land der unbegrenzten Möglichkeiten wurden Videos vom Weißen Haus bisher auf der eigenen Homepage und in soziale Medien wie Facebook immer ohne Untertitel veröffentlicht. Braam Jordaan, der taube Aktivist und Medienkünstler aus Südafrika, arbeitet öfter in den USA und forderte Anfang Dezember mit seiner Kampagne #‎WHccNow (White House Closed Captions Now) barrierefreie Medienangebote vom Weißen Haus. Mit Erfolg: Das Weiße Haus wurde nur nach einem Monat "hörig"!

Nächste TISLR im Jahr 2019 in Hamburg

TISLR? Es ist eine Abkürzung für "Theoretical Issues in Sign Language Research" und ist eine Fachkonferenz der Gebärdensprachlinguisten. Hinter der Organisation steht die Gruppe "Sign Language Linguistics Society" (Web) (Facebook). Noch heute (vom 4. bis zum 7. Januar 2016) läuft die zwölfte Konferenz TISLR in Melbourne (Australien). Themen sind zum Beispiel Korpusforschung der Gebärdensprache von tauben Indianer in den USA und die Initialisierung der Afghanischen Gebärdensprache.

Bei letzter Konferenz vor drei Jahren in London wurde über die Ausrichtung nächster Konferenz entschieden. Unter der Leitung vom Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser (IDGS) wird die nächste TISLR im Jahr 2019 an der Universität Hamburg stattfinden.

Die erste Konferenz der Gebärdensprachlinguisten wurde vor 30 Jahren im Jahr 1986 in Rochester (USA) durchgeführt und ist heute eine der wichtigsten Konferenzen zur Gebärdensprachforschung. Sie fand alle zwei, drei oder vier Jahren in folgenden Städten statt: Washington, D.C. (1988), Boston (1990), San Diego (1992), Montreal (1996), Washington, D.C. (1998), Amsterdam (2000), Barcelona (2004), Florianópolis (2006), West Lafayette (2010) und London (2013).

Gehörlosenleben in Nordkorea

Gehörlosenleben in Nordkorea

Zum neuen Jahr präsentiert der Gehörlosen- und Schwerhörigen- Stadtverband Frankfurt am Main e.V. am 8. Januar einen Vortrag mit Jürgen Endress, Conny Khadivi und Robert Grund zum Thema "Gehörlosenleben in Nordkorea".

Weitere Infos unter Termine und in DGS auf Facebook

Koreanische Gebärdensprache anerkannt!

Die Gukhoe, die südkoreanische Nationalversammlung, in Seoul hat am 31. Dezember 2015 bei ihrer letzten Plenarsitzung im letzten Jahr die Koreanische Gebärdensprache anerkannt. Das neue Gebärdensprachgesetz wurde von großer Mehrheit (98,55%) verabschiedet. Im Gesetz wird die Gebärdensprache der Koreanischen Sprache gleichgestellt. Bildung und gesellschaftliche Teilhabe der tauben Menschen in Südkorea sollen auch gefördert werden. Die tauben Menschen haben sich seit fünf Jahren mit Demonstrationen und einer Petition-Kampagne für die Anerkennung eingesetzt.

Auf die politische Initiative von Jeongwootaek (정우택), dem Vorsitzender für politische Angelegenheiten von der Regierungspartei Saenuri (새누리당), wurde das Gesetz verabschiedet. Jeongwootaek: "Wir werden uns darum bemühen, die Lebensqualität der Unterprivilegierten in der Zukunft zu verbessern."

 

Soziale Medien als Brücke in die Welt der Hörenden

Martijn Kamphuis mit seinen Schülern
Bild vergößern

Am 27. November wurde beim Kongress für Sonderpädagogik in Arnheim in Holland ein neues Buch vorgestellt: "Soziale Medien in der Sonderpädagogik" (Sociale media in het speciaal onderwijs). Das Buch stellt 15 Lehrer vor und wie sie die sozialen Medien in ihrem Unterricht einsetzen. Mit dabei: Richard Hulsebos, der mit seinen schwerhörigen Schülern eine eigene Jugendzeitschrift erstellt hat, und Martijn Kamphuis, der seinen gehörlosen Schülern den Weg ins Internet zeigen will, aber auch verhindern möchte, dass sie darin versinken. "Wir verstehen einander", sagt Martijn. Klar, er ist selber taub.

Das Buch kann man in gedruckter Form erhalten, aber auch kostenlos als PDF-Datei herunterladen. Wenn man ein wenig Holländisch kann, ist das schon hilfreich. Aber manches kann man sich auch so zusammenreimen, und allein die Bilder und Fotos sind schon sehenswert!

Presseartikel Boek 'Sociale media in het speciaal onderwijs' toont 15 inspirerende voorbeelden (Das Buch "Soziale Medien in der Sonderpädagogik" zeigt 15 inspirierende Beispiele)

Gebärde des Tages

Emily

Emily Koppelman ist ein 12jähriges hörendes holländisches Mädchen. Ihre Schwester Annika ist fast 9 Jahre alt. Sie hat das Downsyndrom und kann noch nicht sprechen. Eine Logopädin hat ihren Eltern empfohlen, es mit Gebärden aus der Holländischen Gebärdensprache zu versuchen. Emily und ihre Eltern hatten eine Idee: Damit Annika - und alle, die mit Annika Kontakt haben - Gebärden lernen können, stellen sie jeden Tag ein neues Gebärdenvideo auf Emilys Facebookseite. Davon sind nicht nur Annika, die Familie und Freunde begeistert. Inzwischen hat Emily 29000 Follower! Eine Schwerhörige schreibt: "Ich sehe mir jeden Tag schon vor dem Frühstück die neue Gebärde an. Aber am schönsten finde ich Emilys ansteckende Begeisterung. Die macht mich fröhlich!"

Seit Dezember 2013 macht Emily das, jeden Tag! Dafür hat sie jetzt den Jahrespreis des holländischen Gehörlosenbundes bekommen. Den hat sie redlich verdient!

Emilys Facebookseite het gebaar van de dag

Dovenschap reikt Jaarprijs 2015 uit

Mit Händen über Wein sprechen

Wein-Gebärden

Sebastian Nickel ist Önologe (Weinwissenschaftler) und arbeitet seit vielen Jahren in Frankreich. Mit seinem Kollegen Carlos Carreras, Dolmetscher für Französische Gebärdensprache, hat er vor einigen Jahren eine Internetseite gegründet, auf der sie Videos zum Thema Wein und Geschmack auf Französisch und in Französischer Gebärdensprache präsentieren:
http://www.parlervinaveclesmains.org (Parler vin avec les mains - übersetzt heißt das in etwa "Mit Händen über Wein sprechen".

Natürlich wissen Sebastian und Carlos, dass Gebärdensprache nicht eine Art internationales Esperanto ist. Aber sie möchten wissen: Verstehen deutsche Gehörlose die französischen Gebärden in ihren Videos?

Sehen Sie sich diese beiden Videos einmal an:

Wann sollte man einen Wein karaffieren? und Winzer Vincent Rochelle erklärt die Biodynamie im Weinberg

Verstehen Sie die französischen Gebärden? Schreiben Sie Ihre Meinung an Sebastian Nickel!

Workcamp in Kenia

Workcamp in Kenia

Im Frühjahr nächsten Jahres wird die Kolping JGD ein Projekt zum interkulturellen Austausch in Kenia durchführen. In diesem Projekt im Ort Nyang'oma gibt es auch eine Gehörlosenschule. Deshalb wird besonders nach Menschen mit Erfahrungen und Kenntnissen in der Gebärdensprache gesucht, die Interesse an diesem Projekt haben könnten.

Mark Zaurov im japanischen TV und bei Fingerzeig

Mark Zaurov im japanischen TV

Der von Mark Zaurov geprägte Begriff „Deaf Holokaust“ verbreitet sich auf der ganzen Welt. Im japanischen TV wurde kürzlich ein Interview mit Mark und dem Vertreter des japanischen Behindertenverbands über den Deaf Holokaust ausgestrahlt.

Sieht schön exotisch aus, das Bildschirmfoto. (s.u.). Den Text wird kaum jemand verstehen. Umso besser aber das Interview mit Mark bei Fingerzeig.

Die Känguru Sendung - deafmedia.de #2

 

 In der zweiten Ausgabe von deafmedia.de erklären und zeigen Euch Rob Roy (alias Rober Roy Farmer aus Perth/Australien) und Marco Lipski, alles über das KÄNGURU.

- Hast Du gewußt, dass Kängurus ohne Beine und Füße geboren werden? Was hat das Marsupilami mit dem Känguru (nicht) gemeinsam? Entstand die englische Bezeichnung "Kang-a-roo" wirklich aus einem falsch ausgesprochenem "I-dont-understand-you"?

Dies und unzähliges aus der Geschichte, Kultur und Tradition Australiens erfahrt Ihr in dieser Sendung.
Und als Bonus gibt es ein zuckersüßes Bilderbuch-Märchen in ENGLISCH (= Sprache & Untertitel):

(Sehr gut für pädagogische Zwecke als Arbeitsmaterial geeignet.)

"There is an Ouch in my Pouch" (= Da ist ein Autsch in meinem Beutel)

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