Filme, in denen es um Hörschädigung geht oder in denen Hörgeschädigte auftreten.
Auch die ABM-Medien bietet viele Filme zum Thema Gehörlose und Gebärdensprache und verfügt über eine eigene "Videothek für Hörgeschädigte"
Bewerbungsphase für 3-Monate Filmworkshop für Jugendliche in
Hamburg
Ihr würdet gern eine eigene Jugendsendung mit euren Themen sehen?
Ihr würdet gern selbst mal Moderator sein oder genau wissen wollen,
was der Unterschied zwischen HD und SD, interlaced und progressive
ist? Dann bewerbt euch!
Bis zum 11. Februar könnt ihr euch bei dem Projekt "Signal"
bewerben. Der Hamburger Gehörlosen Jugendclub "Nordlicht" e.V. und
Lilienfilm bieten für 12
ausgewählte taube oder gebärdenkompetente Jugendliche (14-18 Jahre
alt) in Hamburg einen Filmworkshop an. Der wird in Gebärdensprache
und mit vielen Profis aus der Medienbranche zusammen stattfinden.
Ziel ist die Produktion einer eigenen Jugendsendung. Wichtigste
Grundlage: Du bist gebärdenkompetent und hast Lust am Filmemachen
und Zeit, dich drei Monate durchgängig mit einem Projekt zu
beschäftigen. Wie die Bewerbung abläuft? Einfach bei www.projekt-signal.de
vorbeischauen. Dort sind alle wichtigen Informationen und auch
Unterlagen zu finden. Auch in DGS natürlich.
Die Bewerbungen gehen dann an bewerbung@projekt-signal.de
. Für weitere Anfragen, Unterstützung und Kooperationen dürft ihr
euch auch gern an
projektleitung@projekt-signal.de wenden.
flimmern & rauschen ist das Jugendfilmfest des Medienzentrums München. 60 Filme von jungen Filmemacherinnen und Filmemachern aus München werden gezeigt, darunter ein einziger mit einem Gehörlosen: Christopher Buhr im Kurzfilm "A single duet". Er läuft am 10.02. um 18 Uhr in München.
flimmern & rauschen 2012 - das Filmfest der jungen Szene
Wieder einmal tauchen "Taubstumme" in Filmen auf:
"Der Vermittler Riva soll einen seit Jahren währenden Krieg auf Solais V beenden und beide Parteien zum Frieden bewegen. Er wird an Bord der 'Enterprise' gebeamt - doch zur Überraschung aller stellt man fest, dass Riva taubstumm ist." - Naja, zu Zeiten der Enterprise mag das noch durchgegangen sein.
In "Goldenes Gift" taucht ebenfalls ein taubstummer Junge auf. - OK, der Film ist von 1947!
In beiden Filmen spielen die "Taubstummen" Nebenrollen. Anders im Kurzfilm "Felix". Felix bändelt im Chat mit der gehörlosen Lena an, behauptet, er sei auch gehörlos, und als sie sich zum ersten Mal treffen, können sie sich über die Autobahn hinweg unterhalten. Felix hat sich nämlich gut vorbereitet und Gebärden gelernt. Klasse!
Kurzfilm 'Felix': Interessanter Drehtag am Johannes-Kepler-Gymnasium Garbsen
Weitere Infos zu den Filmen bei unseren TV-Tipps
Sie haben den Kurzfilm "Türkentaube" immer noch nicht gesehen? Kein Problem, es gibt ihn auf DVD. Sie können ihn jetzt online bestellen im Shortfilm.Shop:
Am Freitag, den 13.1., 20 Uhr (geöffnet ab 19 Uhr), werden zum
15jährigen Jubiläum des "Kinotreffs für Gehörlose, Schwerhörige und
Hörende" im Hamburger B-Movie Kino zwei Kurzfilme gezeigt:
"Zimmer 67" (mit UT) von
Matthias Maaß und "Türkentaube" (mit UT)
von Sybille Schmitz und Thomas Theo Hofmann. Die Regisseurin
Schmitz und der Regisseur Maaß sind für
ein Publikumsgespräch (mit Dolmi) im Kino. Eventuell gibt es noch
einen Überraschungsfilm. Auf jeden Fall gibt es ein Buffet.
Information und Reservierung unter: bastost@gmx.de
Die Veranstaltung ist ausverkauft! Aber das
B-Movie zeigt beide Filme am 13.4. noch einmal!
Ute Sybille Schmitz schreibt:
Wir, das Regieduo von „Türkentaube“ (Billa und Thomas), suchen für zwei neue Kurzfilme gehörlose Schauspieler. Wie bei unseren beiden anderen Filmen können wir natürlich keine Gage geben, aber dafür viel Spaß am Drehort garantieren und einen unvergesslichen Premiereabend, wenn es dann soweit ist.
Also: Ende April drehen wir an zwei Tagen (Wochenende) eine kleine Komödie und suchen noch vier erwachsene taube Menschen, so zwischen 25 – 45 Jahren, die Lust auf eine kleine Rolle beim Film haben.
Anfang Mai wollen wir an drei Tagen (ebenfalls Wochenende) einen Jugendfilm drehen, für den wir noch 3 Jungs (15 – 21 Jahre) und drei Mädels (15 – 21 Jahre) suchen. Wer noch nicht 18 Jahre ist, braucht unbedingt die Erlaubnis seiner Eltern, dass er beim Film mitmachen darf. Natürlich suchen wir nur taube bzw. hörbehinderte Jugendliche, da der gesamte Film in DGS gedreht wird. Jetzt schon hat uns der Schauspieler Hansa Czypionka („Jenseits der Stille“) für die Vaterrolle zugesagt.
Das Casting findet statt in der Möllendorfstraße 111, 13067 Berlin, bei unerhört e.V.:
- für die Jugendlichen am 28.1. von 11 – 15 Uhr,
- für die Erwachsenen am 28.1. von 16 – 20 Uhr.
Wenn ihr noch Fragen habt oder schon einmal ein Foto schicken wollt, dann gerne an utesybilleschmitz@t-online.de.
RTL sendet heute, am 01.12. um 22:15 Uhr, die Folge "Die zwei Mrs. Grissoms" aus der Serie "CSI - den Tätern auf der Spur. Das Besondere an dieser Folge: Sie spielt an einem College für Gehörlose. Und geradezu sensationell: Die beiden gehörlosen Schauspielerinnen Phyllis Frelich und Marlee Matlin treten gemeinsam auf.
Den Tätern auf der Spur - Die zwei Mrs. Grissoms (RTL-Programm)
The Two Mrs. Grissoms (Vorschau bei YouTube)
Die zwei Mrs. Grissoms (Preview bei serienjunkies.de)
Nach ca. 5-monatigen Dreharbeiten präsentieren Calilarry
& Silabowi Deaf-Movies (Lars Winter und Frau) den ca. 24
-minütiges Film "Ebru & Tom 2 -
Ebru's Rückkehr nach Deutschland" mit deutschen und englischen
Untertiteln auf Youtube, Facebook und Deaf-Video.
Wer den ersten Teil "Ebru & Tom -Der
Film" nicht kennt, kann ihn jetzt als Director's
Cut angucken. Eine Fanpage
sowie Calilarry & Silabowi Deaf-Movies gibt es auch
auf Facebook,
und wer mag, kann auch den
Calilarry & Silabowi Deaf-Movies Kanal
abonnieren
Zum Inhalt von Ebru & Tom - Der Film (erster
Teil)
In diesem Film geht es um eine türkische Frau, die sich in einen
deutschen Mann verliebt hat. Ihr Bruder Ali spioniert ihr nach und
erzählt es dem
Vater. Der Vater beschließt, Ebru in die Türkei zu schicken und mit
einem türkischen Mann zu verheiraten.
Dieser Film ist frei erfunden. Sollte dieser Film auf einer wahren
Begebenheit basieren, ist dies rein zufällig.
Zum Inhalt von Ebru & Tom Ebru & Tom 2 - Ebru's
Rückkehr nach Deutschland
Aus dringenden, familiären Gründen bittet Ali seine Schwester Ebru,
schnellstmöglichst nach Deutschland zu kommen. Ebru`s Erinnerungen
an die schöne Zeit mit Tom werden wieder wach. Wird Ebru Tom
wiedersehen?
Falls Sie im Februar nächsten Jahres zufällig in Hong Kong sein sollten, versäumen Sie nicht, zum 2nd Hong Kong International Deaf Film Festival zu gehen. Dort wird u.a. auch die Türkentaube gezeigt. Eine große Ehre für die Macher des Films, Ute Sybille Schmitz und Thomas Hofmann. Die Türkentaaube wird weltberühmt! Wir gratulieren jetzt schon mal! ;-)
2nd Hong Kong International Deaf Film Festival (ASL-Video)
Juri Lorenz studiert Film/Regie an der Ruhrakademie in Schwerte. Für sein neues Semesterprojekt hat er das Thema "gehörlos" ausgesucht und möchte darüber eine kurze (15-30 Min.) Dokumentation drehen. Er möchte ein oder zwei gehörlose Personen ein paar Tage mit der Kamera begleiten.
Er möchte den Alltag eines gehörlosen Menschen festhalten und dabei die wichtigste Frage klären: Möchte ein Gehörloser hören können, oder ist er glücklich, so wie er ist?
Wenn Sie Lust haben, bei diesem Filmprojekt mitzuwirken, wenden Sie sich an Juri Lorenz.
Linda Romer, Schülerin in der 8. Klasse in Wilhelmsdorf, schreibt:
"Wir haben den Film "Der rote Schal" nach meiner Idee mit
einigen Schülern unserer Schule, des "Hör-Sprachzentrums
Wilhelmsdorf", gedreht.
Es geht um einen gehörlosen Jungen und ein hörendes Mädchen. Die
beiden lernen sich im Chat kennen, ohne dass das Mädchen erfährt,
dass der Junge gehörlos ist. Sie machen aus, sich in der Bücherei
zu treffen, doch dann kommt es zu einem Problem...
Die Idee zu dem Film kam mir durch eine persönliche Erfahrung. Wir
wollten, dass die Menschen mehr Verständnis für unsere Welt
entwickeln und ihnen die Kommunikationsprobleme zwischen Hörenden
und Gehörlosen zeigen.
Wir haben mit unserem Film an zwei Wettbewerben teilgenommen. Beim
Wettbewerb "Jugendcreativ" mit dem Thema "Zeig uns dein Zuhause"
haben wir den 1. Platz belegt. Beim Filmfestival "Abgedreht (Auf
der Suche nach ...)" in der "Linse" in Weingarten haben wir auch
einen Preis bekommen."
Wirklich eine tolle Schülerarbeit, dieser Film! Sehen Sie selbst: Der rote Schal !
Auf dem Internationalen Film Film Festival Hannover wird eine Vielzahl von Kurzfilmen gezeigt, am 25.11. erstmals einer mit einem gehörlosen Schauspieler. Im Film "A Single Duet" spielt Christopher Buhr einen stummen und ertaubten Obdachlosen. Der Obdachlose trifft zufällig seine Tochter auf dem Flughafen wieder, die er lange nicht mehr gesehen hat. Die Tochter kann noch gebärden. Seine geschiedene Frau macht sich Sorgen um ihre Tochter, die vor dem Abflug einfach verschwunden ist.
Da der Film für Hörende gemacht wurde, gibt es leider nur zu den
gebärdeten Szenen Untertitel.
Hier können sie einen Trailer sehen: http://vimeo.com/22170956
Termine zum Filmfestival in Hannover:
http://up-and-coming.de/Wann-laeuft-welcher-Fi.352+M54a708de802.0.html
Die Gesellschaft für
Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser wird in
Kooperation mit dem Hamburger Kinotreff für Gehörlose, Schwerhörige
und Hörende am Samstag, den 12. November 2011 um 12.00 Uhr den
Dokumentarfilm „LOUISA“ im Hamburger 3001 Kino (Schanzenstr.
75, 20357 Hamburg) zeigen. Für diejenigen, die Näheres über diesen
Film wissen wollen, hier der Link: http://www.dok-leipzig.de/festival/filmfinder?film=Louisa.
Diese Dokumentation ist kürzlich beim DOK Leipzig 2011
ausgezeichnet worden.
Die Filmemacherin Katharina Pethke und deren Schwester Louisa
Pethke, die im Mittelpunkt der Doku steht, haben ihr Kommen
zugesagt. Im Anschluss an die Vorführung wird es somit ein
Publikumsgespräch mit den beiden geben, ein Dolmetschservice steht
zur Verfügung. Als Moderatorin dieses Gespräches konnten wir die
Medienwissenschaftlerin Prof. Dr. Ulrike Bergermann (Hochschule für
Bildende Künste, Braunschweig) gewinnen – sie ist einigen von
Ihnen vielleicht aufgrund verschiedener Artikel in der Zeitschrift
DAS ZEICHEN bekannt.
Der Eintrittspreis beläuft sich für alle auf EUR 5,–, Sie
sollten dringend die Möglichkeit nutzen, sich vorab unter GGKG@sign-lang.uni-hamburg.de
eine Karte zu reservieren, da das Sitzplatzkontingent im 3001 Kino
nicht das größte ist. - Auf dass das 3001 Kino bis auf den letzten
Platz gefüllt wird!!!
Matt Hamill ist ein berühmter amerikanischer Ringer und Martial-Arts-Kämpfer - und er ist gehörlos. Bei den Deaflympics 2001 hat er die Goldmedaille im Freistil und die Silbermedaille in Griechisch-Römisch gewonnen. Aber auch unter Hörenden konnte er seinen Mann stehen. Dreimal wurde er National Champion bei der NCAA. Sein Spitzname sagt eigentlich alles: The Hammer.
Das ist auch der Titel des Films, der über ihn gedreht wurde und der am 27. Oktober in den amerikanischen (und hoffentlich auch bald in deutschen) Kinos anläuft. Eine Vorschau können Sie schon bei YouTube sehen:
Letzte Tour des Films STILL-LEBEN in Deutschland…. Wer den Film verpasst hat, hat jetzt noch die Chance, ihn sich anzuschauen - und anschließend beim Oktoberfest zu feiern (aber nur freiwillig! ;-).
Wo: Kino forum 2 , Nadistraße 3, 80809 München
Wann: Samstag, 24. September 2011 um 13 Uhr (Einlaß 12h)
Eintritt: 15 Euro
Ticket- Bestellung: per Mail ticket@mm-filmstudio.de
oder per Fax: 0261-1202641
Das Filmteam
Mainhattan dreht schon seit Monaten einen Gehörlosenfilm. Für
bestimmte Filmszenen brauchen sie ein 6 bis 11 Monate altes Baby.
Es soll ein Mädchen mit hellen Haaren und blauen Augen sein.
Es soll nicht menschenscheu sein.
Der Dreh soll Anfang September bis Ende Oktober in Frankfurt sein.
Drehdauer 2 - 3 Stunden an 2 Tagen.
Wer Lust hat, als kleine Schauspielerin mitzuwirken, kann sich für
das Casting bewerben bei Reiner
Mertz.
Folgende Angaben für das Baby bitte: Name, Geburtstagsdatum,
komplette Anschrift, Mailadresse
Filmemacher Matthias Maaß hat einen Kurzspielfilm über eine
gehörlose junge Frau auf einem Internet Blind Date gemacht und geht
mit seiner Kinoversion von "Zimmer 67" Ende August in die
technische Abnahme.
Um es vorweg zu sagen: Es gibt zu diesem Zeitpunkt noch keine
Untertitel auf dem Film, die werden erst nach der Abnahme
angefertigt. Als Entschädigung bekommen aber alle Teilnehmer eine
DVD mit Untertiteln für Gehörlose, die ist schon fertig ;-)
Bei der 5.1 Tonmischung hat Matthias Maaß versucht, besonders im
basslastigen Bereich an einigen Stellen im Film Akzente zu setzten,
die idealerweise in großen Kinos auch von Gehörlosen gespürt werden
könnten - so zumindest der experimentelle Ansatz, den es in diesem
Testscreening zu überprüfen gilt. :-)
Das ganze findet tagsüber in München statt und um Anmeldung
unter info@zimmer67-film.de
wird gebeten. Weitere Infos zum Film gibt es unter
Dass Gehörlose durch die Benutzung der Gebärdensprache sehr geschickt mit den Händen sind, weiß man ja, aber über so viel Fingerfertigkeit staunt man doch. Sie hat Vernon, bekannt unter dem Pseudonym "Hands Solo", zum berühmtesten Pornodarsteller gemacht - im Film "Hands Solo", der von der britischen UKFC gefördert und auf deaffest2011 und dem Clin d'œil-Festival gezeigt wurde.
Charlie Swinbourne hatte die Idee zu diesem Film. Er wollte eine Comedy machen, in der ein Gehörloser auf eine ganz neue Weise dargestellt wird. Bis jetzt gibt es kaum Filme, in denen Gehörlose im Zusammenhang mit Sex gezeigt werden. Er hatte die Idee, einen Gehörlosen zu zeigen, der so gut im Sex ist, dass er ein Pornostar wird. Und wenn er gehörlos ist, muss er doch gut mit seinen Händen sein. Er erzählte dem Regisseur William Mager von der Idee. Der fand sie toll - und bekam die Förderung des UK Film Council.
Jetzt also ein link vom Taubenschlag zu einem Porno-Film? Nein,
der Film ist eine Parodie! In ihm werden Pornofilme, Lippenlesen,
Taubheit und Sex "durch den Kakao gezogen". Ein köstlicher Spaß!
Beim Anschauen werden Sie sicher mindestens so jubeln wie die von
Hands Solo beglückten Damen - und Tränen lachen! 
Da es ein britischer Film ist, benutzt Hands Solo natürlich die Britische Gebärdensprache BSL und das britische Fingeralphabet. Der Film ist englisch untertitelt, aber auch ohne Englischkenntnisse sicher gut zu verstehen:
HANDS SOLO: Award-Winning Mockumentary about the Deaf Man with the Midas Touch
www.deaf-video.eu ist ein Video-Portal für Hörgeschädigte. Jeder, der mag, kann seine Videos dorthin hochladen. Allerdings ist die Größe beschränkt auf 200 MB. Neuerdings ist es aber möglich, per "embed" (einbetten, einfügen) größere Videos mit bis zu 2 GB, die man z.B. bei YouTube oder Dailymotion hochgeladen hat, bei deaf-video einzubauen. Damit können dann alle Videos übersichtlich auf einer Hörgeschädigten-Plattform präsentiert werden, und man muss nicht lange auf YouTube und anderen Video-Websites suchen.
Lars Winter erklärt das in einem DGS-Video: Information Deaf-Video with CC
Das Aktionsbündnis gegen AIDS, der Weltfriedensdienst e.V. und
die Gebärdenfabrik Berlin laden zu Kurzfilmen zum Thema HIV/Aids
ein.
Am Dienstag, den 28. Juni 2011, um 19 Uhr im Café Theater
Schalotte, Behaimstraße 22, 10585 Berlin. Das Motto des Abends
lautet: “Life is a beautiful thing“.
Der Eintritt ist frei, eine Gebärdensprachübersetzung ist vorhanden.
Gezeigt werden der in Südafrika produzierte Film „Read the Signs“ von Gehörlosen für Gehörlose und der Film „Red Ribbon around my House“. Beide Filme entstanden im Rahmen des Projekts „Steps for the Future“ einer HIV-Präventionsinitiative, die vom Berliner Weltfriedensdienst e.V. unterstützt wird. „Ein Märchen...“ war der Beitrag der Berliner Gebärdenfabrik zum diesjährigen Wettbewerb „Tongue Stories“ der Europäischen Kommission zur Bedeutung von Fremdsprachen. Der auf realen Erlebnissen beruhende Film „Sie nennen mich Smiley“ erzählt die Geschichte der jungen Südafrikanerin Zanele, die auf tragische Weise mit dem HI-Virus infiziert wurde.
Im Anschluss findet eine Diskussion mit den Filmemachern und Informations-Austausch bei afrikanischem Essen statt.
Der Schauspieler Okan Seese und die Regisseurin Ute-Sybille Schmitz von der Gebärdenfabrik sowie Marianne Gysae, Weltfriedensdienst Mitarbeiterin bei „Steps for the Future“, werden kurz in die Filme einführen und an der anschließenden Diskussion teilnehmen.
Nein, gehörlos ist die Schauspielerin Johanna Ingelfinger nicht. Mag sein, dass sie eine gute Schauspielerin ist, aber warum nur hat man sie für die Rolle der gehörlosen Lilly ausgewählt (s.u.)? Sie hat sich zwar bemüht, Gebärden zu erlernen, aber Gehörlose bemerken doch sofort, dass das nicht echt ist. Warum hat man die Rolle nicht mit einer Gehörlosen besetzt? Es gibt doch genug talentierte junge Gehörlose! War es zu zeit- und zu geldaufwändig, bei den Aufnahmen einen Dolmi einzusetzen? Oder waren die Verantwortlichen ganz einfach ahnungslos?
Hinzu kommt, dass die Handlung völlig unrealistisch ist. Lilly wehrt sich zwar gegen ein CI. Dass sie nicht gehört hat, wie ihr Vater ohnmächtig wurde, empfindet sie dann aber als ihre "Schuld"! Vielleicht wäre ein CI doch nicht so schlecht? Und was die Gebärdensprache betrifft: Die ist zwar faszinierend, aber wer kann die schon? Verblüffend auch, wie perfekt Lilly von den Lippen ablesen kann. Die Hörenden können fast normal sprechen, aber Lilly benutzt ihre Stimme nie, sondern gebärdet nur, und wenn nötig schreibt sie etwas auf. Und überhaupt haben Gehörlose halt ein eingeschränktes Leben. Das könnte man durch ein CI natürlich ändern.
Eine extrem positive Darstellung des CI, die den Verdacht aufkommen lässt, "dass es sich hierbei um unerlaubtes Sponsoring durch die CI-Industrie handeln könnte, genauer genommen um SCHLEICHWERBUNG! Das ist eigentlich ein SKANDAL!"
Das meint Matthias Koch, der gegen diesen Film mit einer Petition protestiert. Er will online möglichst viele "Unterschriften" sammeln und sie dann an die zuständige Redaktion bei der ARD schicken. Wenn auch Sie wie Matthias meinen: Hörende SchauspielerInnen für taube Rollen? UNMÖGLICH! - dann unterstützen Sie den Protest mit einer Unterschrift auf Meine Petition!
Insgesamt 1090 Protestierende
haben innerhalb von 2 Tagen die Petition unterschrieben. Das ist
eine überwältigend hohe Zahl, die den Verantwortlichen bei IAF zu
denken geben sollte. Bei künftigen Produktionen sollten die
Fernsehleute bedenken: NIE NUR ÜBER UNS, ABER GERNE IMMER
MIT UNS!
Falls Sie den Film noch nicht gesehen haben: Er wird noch einige Male wiederholt, und eine Woche lang können Sie ihn auch online sehen: Trügerischer Friede.
Die
Schauspielerin Johanna Ingelfinger hat sich hier per Kommentar zu
Wort gemeldet und entschuldigt. Dabei trifft sie überhaupt keine
Schuld. Ihre darstellerischen Leistungen sind wirklich Klasse, und
dafür, dass sie als Hörende für die Rolle des gehörlosen Mädchens
ausgewählt wurde, kann sie nicht. Mit dem dicken roten X wollten wir
nicht Johanna kränken - wir haben es gerne entfernt - sondern
darauf hinweisen, dass für taube Rollen TAUBE ausgewählt werden
sollten. Die Argumente der Filmproduktionsgesellschaft und des
IAF-Teams, die sich ebenfalls per Kommentar gemeldet haben, ziehen
nicht. Natürlich muss es bei einer Serienproduktion schnell gehen,
aber wieso sollte eine gehörlose Schauspielerin mit Dolmi alles
verlangsamen? Anerkannte taube Schauspielerinnen wie z.B. die
Oscarpreisträgerin Marlee Matlin oder Emmanuelle
Laborit liefern seit vielen Jahren den Beweis, dass Taube
professionell und vor allem authentisch eingesetzt werden
können.
An manchen Stellen im Film wird der good will schon deutlich. Es
wird deutlich, dass es zum Thema CI durchaus kontroverse Meinungen
gibt, allerdings mit eindeutiger Tendenz pro CI. Und es wird darauf
hingewiesen, dass es Gebärdenpoesie und Gehörlosentheater gibt.
"Selbst komplizierte wissenschaftliche Sachverhalte lassen sich in
der Gebärdensprache darstellen, bis hin zur Relativitätstheorie."
Zum Erstaunen aller kann der eine Pfleger die sogar in DGS
übersetzen: "Ich bin ein Huhn!" Ein toller Gag für den
Schluss-Lacher!
Aber genau in diesem Stil ist
der ganze Film gehalten: oberflächlich und effekthascherisch.
Natürlich muss solch ein Film für ein Millionenpublikum eher
unterhaltsam als belehrend sein. Aber Falsches sollte wirklich
vermieden werden. Die IAF-Zuschauer wissen jetzt, dass Gehörlose
praktisch alles mühelos von den Lippen ablesen können, dass das
Leben Gehörloser halt doch arg eingeschränkt ist und dass das wahre
Glück eben doch das Hören ist. Audismus in Reinkultur! Auf solche
PR können wir gerne verzichten.
Wer den Film bis jetzt verpasst hat, hat jetzt noch die Chance
sich ihn anzuschauen. Hier nun der letzte on tour-Terminplan:
Frankfurt - Sonntag, 15. Mai 2011 um 11.30 Uhr (Einlaß 10.30h)
Freiburg - Sonntag, 22. Mai 2011 um 11.30 Uhr (Einlaß 11 Uhr)
Dortmund - Sonntag, 19. Juni 2011 um 15 Uhr (Einlaß 14 Uhr)
München - September / Oktober 2011 an einem Sonntag
Mehr unter: www.mm-filmstudio.de
Der neue Film heißt STILLE ANGST - STILL-LEBEN II. Er wird
voraussichtlich ca. 2013 / 2014 fertig. Schon mal vormerken!