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Einleitung

Hörgeschädigtenkunde - ein monströses Wort, typisch Deutsch. Kurz und prägnant dagegen "deaf studies". Aber egal, ob man nun den deutschen oder den englischen Begriff benutzt - wichtig ist's allemal. Nur wissen wahrscheinlich die meisten nicht, was es überhaupt bedeutet.

Für hörgeschädigte Kinder ist es wichtig, sich mit dem Thema Hörschädigung zu befassen. Nicht nur mit Aufbau und Funktionsweise des Gehörs, sondern vor allem mit Andersartigkeit, Besonderheit, eigener Sprache, Geschichte, Kultur usw., kurz, um eine stabile Identität als Hörgeschädigter und ein gesundes Selbstvertrauen aufzubauen. Früher wäre man nicht auf die Idee gekommen, dass so etwas nötig sein könnte. Heute gibt es schon erste Lehrpläne dafür, z.B. in Bayern. Offene Fragen gibt es noch genug. Soll die Hörgeschädigtenkunde als eigenständiges Unterrichtsfach oder als Unterrichtsprinzip durchgeführt werden? Welche Inhalte sollen wie vermittelt werden? Aber es gibt auch schon einige Antworten und Unterrichtsmaterialien.

Da wir das neue Unterrichtsfach für SEHR wichtig halten, wollen wir den Zugriff auf Informationen und Materialien erleichtern. Wir haben eine Seite für die deaf studies eingerichtet, und in der Hoffnung, dass sie sich bald ausweiten möge, eine neue Domain gleich dazu: www.deafstudies.de.

Taube Frauen

Taube Frauen

Der Studiengang "Deaf Studies" an der Humboldt-Universität zu Berlin ist ein einzigartiger Studiengang. Die StudentInnen lernen nicht nur DGS, sondern auch viel über das Leben und die Kultur der Taubengemeinschaft:

"Dazu gehört auch, dass wir selbst forschen. In diesem Wintersemester beschäftigten wir uns mit dem Thema "Taube Frauen". Die Ergebnisse unserer Forschungen möchten wir euch gern vorstellen!

Taube Frauen heute und morgen - Taube Kinder im Workshop 'Weltreligionen' - Taube Mütter - Träume tauber Frauen

Wir laden herzlich ein:

Vortragsabend "Taube Frauen", Mittwoch, 08.02.2012 17.00 Uhr, Festsaal der HU Berlin, Luisenstraße 56, 10117 Berlin
Kontakt: Taubefrauen@gmail.com

Der Abend wird gedolmetscht. Wir freuen uns auf euch!
Das 5. Semester Deaf Studies"

Anerkennung der Gebärdensprache und die Auswirkungen auf die Taubengemeinschaft

Deaf Studies

Vom 9.-11. September 2011 findet in Rastatt das Modul II des Seminarprogramms „Deaf Studies“ des Landesverbandes der Dozenten für Gebärdensprache e.V. in Baden Württemberg statt.
 
Das Thema: „Anerkennung der Gebärdensprache und die Auswirkungen auf die Taubengemeinschaft“ (Referent: Thomas Geißler)
 
Die weiteren Module werden innerhalb des nächsten Jahres stattfinden:

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Open University: Mit den Händen sprechen

Open University

Die Europa-Universität Viadrina Frankfurt (Oder) führt das Projekt "Open University: Mit den Händen sprechen" durch.

Gehörlose und hörende Referenten präsentieren von April bis Juni 2011 Vorträge/Filme/Performances/Diskussionen rund ums Thema Gebärdensprache und Gehörlosenkultur.

Das Projekt soll Barrieren zwischen Hörenden und Gehörlosen abbauen und Verständigung und Akzeptanz fördern. Jeder ist herzlich willkommen!

 Das Open University-Team schreibt:

Am 24. Mai 2011 gibt es einen Infoabend zur Rechtslage von Gehörlosen und zum Recht auf Barrierefreiheit. Es sollen u.a. Fälle vorgestellt werden, bei denen Gehörlose nicht zu ihrem Recht auf Barrierefreiheit kamen, und z.B. ihnen Hilfe durch einen Dolmetscher verweigert wurde.

Wir sammeln bis zum 1. Mai Erlebnisse, Berichte und Fragen von Gehörlosen zum Thema Barrierefreiheit und Gleichstellung (z.B. beim Arztbesuch, Amtsgang ...).  Wenn Ihr eine Frage oder eine interessante Geschichte habt, bitte schickt uns eine Email an Openuniversity@yahoo.de.

Natürlich werden wir nach dem Info-Abend den Link zu den Antworten auf die Fragen bekannt geben. Wir hoffen auf Euer Interesse und freuen uns auf Eure Fragen und Geschichten.

Deaf Studies - Emanzipationsbewegung – Gehörlosenkultur – Gehörlosengemeinschaft – Taubismus

BAO

Der Verein Hörgeschädigtenzentrum Bodensee-Allgäu-Oberschwaben e.V. (BAO) bietet ein barrierefreies Wochenende an :-)

Am Freitag, den 8. April 2011 gibt es das nächste KoFo in der Nähe von Ravensburg.

Thema: Deaf Studies – Was ist das?

Die Gebärdensprachbewegung in Deutschland hat in den 80er Jahren mit Beginn der Gebärdensprachforschung eingesetzt. Durch diese deutsche Bewegung haben sich auch die Identität Gehörloser, ihre Kultur, Gemeinschaft und das Taubsein sowie das Fach Deaf Studies entfaltet. Die Deutsche Gebärdensprache ist der wesentliche Kern.

Am 9. und 10. April 2011 gibt es ein Seminar über Emanzipationsbewegung – Gehörlosenkultur – Gehörlosengemeinschaft – Taubismus

Themenkern:
- Wie hat sich die Bewegung in Deutschland entwickelt?
- Was ist eigentlich Gehörlosenkultur?
- Wie ist die Gehörlosengemeinschaft/Gebärdensprachgemeinschaft entstanden und wer gehört dazu?
- Was ist Taubismus – eine positive oder negative Einstellung der Gebärdensprachgemeinschaft?

Katja Fischer wird KoFo Seminar leiten.
Mehr Infos und Anmeldung unter www.hgzentrum-bao.de

„Deaf-Studies“ mit Thomas Geißler und Sabine Fries in Rastatt

deaf studies

Der Landesverband der Dozenten für Gebärdensprache e.V. Baden Württemberg hat das Seminarprogramm 2011/2012 veröffentlicht. Thema Nr. 1: Deaf Studies mit den Referenten Sabine Fries und Thomas Geißler.

Eine Einführung in die "Deaf Studies" wird Inhalt des ersten Moduls sein. Fünf weitere Module werden innerhalb des nächsten Jahres stattfinden (April 2011/September 2011/November 2011/Februar 2012/April 2012/noch offen, der Termin für Modul 6 wird zurzeit noch verhandelt). Je nach Bedarf und Interessenten wird auf Wunsch im Abschlussmodul Ihr Besuch durch eine Prüfung zertifiziert. 

Anmeldeschluss ist der 1. April 2011

Kompaktseminar 'Disability Studies und Deaf Studies in Deutschland'

ZeDis

Vorbesprechung: Do., 14. April 2011, 12.00 - 16.00 Uhr
Block: Do., 16. Juni, 11.00 - 17.30 Uhr; Fr., 17. Juni, 10.00 - 16.30 Uhr; Sa., 18. Juni, 10.00 - 16.30 Uhr
Ort: Universität Hamburg, Sedanstraße 19, Raum 249, 20146 Hamburg

Veranstaltungsleitung: Katja Fischer und Prof. Christian Rathmann

Kontakt und Anmeldung: Anmeldung bis zum 31. März 2011 per Mail bei Gabi Wischhusen (gabi.wischhusen@sign-lang.uni-hamburg.de)

Das Kompaktseminar wird von Gebärdensprachdolmetscher/innen begleitet. Die Teilnehmerzahl ist begrenzt! Wenn Sie Interesse haben, melden Sie sich bitte an.

Ringvorlesung 'Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies'

ZeDis

Die Ringvorlesung beginnt am 4. April und endet am 11. Juli 2011. Alle sind herzlich willkommen, eine Anmeldung ist nicht nötig und der Eintritt ist frei. Schriftmittler/innen werden alle Vorträge dolmetschen. Es ist möglich, nur einzelne Vorträge zu besuchen.

Zeit: montags, 16.00 - 18.30 Uhr
Beginn: 04.04.2011
Ort: Universität Hamburg, Edmund-Siemers-Allee 1, Westflügel, Raum 221, 20146 Hamburg

Kontakt und Veranstaltungsleitung:

Universität Hamburg, Zentrum für Disability Studies (ZeDiS), Sedanstraße 19, Raum 237, D - 20146 Hamburg
Fax: (040) 42 838 - 33 92, Tel.: (040) 42 838 - 37 35 (mit AB), e-Mail: zedis@uni-hamburg.de

Gebärdensprache und Lautsprache in der deutschen Taubstummenpädagogik im 19. Jahrhundert

Helmut Vogel

1980, als ich meine Examensarbeit schrieb (s.u.), waren gehörlose Lehrer, überhaupt hörgeschädigte Akademiker, noch ein Wunschtraum. Nie hätte ich damit gerechnet, dass dieser Traum sich so schnell seiner Erfüllung nähern würde. Zu den jungen dynamischen Gehörlosen, die ihren eher skeptischen Lehrern zeigten: "Nichts ist unmöglich!" gehört Helmut Vogel. Inzwischen ist er anerkannter Historiker und Vorsitzender der KuGG. Er hat ein Studium in Erziehungswissenschaften, Geschichte und Gebärdensprache absolviert, den M.A.-Titel erworben und ist Erziehungswissenschaftler. Als Lehrer in die Schule gehen wollte er nicht und hat sich deshalb für die Erwachsenenbildung entschieden. Pädagogisch aktiv ist er mit seinen Führungen und Vorträgen. Mittlerweile betreibt er die  Ein-Mann-Firma Deaf History Now - Bildungs-/Geschichtsbüro Vogel.

Angeregt dadurch, dass ich meine alte Examensarbeit hier im Taubenschlag veröffentlicht habe, hat Helmut seine Magisterarbeit auch hervorgekramt und stellt sie Ihnen zur Verfügung. Zu dem Thema "Gebärdensprache und Lautsprache in der deutschen Taubstummenpädagogik im 19. Jahrhundert" hat ihn u.a. meine Examensarbeit angeregt, durch die sich zwangsläufig wie ein roter Faden der "Methodenstreit" zog. Schon im 19. Jahrhundert gab es Pädagogen, die sich gegen den einseitigen Oralismus wandten und die "kombinierte Methode" anwandten und propagierten. Aus der "kombinierten Methode" wurde in den 1980er Jahren die "Total Communication" und später dann der "Bilingualismus". Helmut stellt die verschiedenen Strömungen im vorvorigen Jahrhundert dar, vor allem natürlich die kombinierte Methode, und im Zentrum steht auch bei ihm der "Superstar" Otto Friedrich Kruse.

 

Erste Bildungswoche für taube Jugendliche

Bildungswoche

Zum ersten Mal bundesweit bieten LVGH und DGJ eine Bildungswoche, speziell für taube Jugendliche, in Gießen an. Eine Woche lang werdet ihr - sicher mit Freude! - etwas lernen über diese Themen:

  • Geschichte der Gehörlosen,
  • Grammatik und Funktion der DGS,
  • Theaterworkshop und
  • Vereinsarbeit sowie Führungskräfte.

Natürlich werden alle Themen von tauben Referenten in DGS referiert. Auch Freizeit ist natürlich im Programm vorhanden. Eine Woche ohne Aufsicht? ;-) Natürlich nicht, 4 taube BetreuerInnen werden für euch da sein. Übernachtungen und Verpflegung gibt es in der Jugendherberge in Gießen. Bis zu 27 junge Leute können an dieser Veranstaltung teilnehmen. Also melde dich schnell an, bevor es voll ist!

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Behinderung ohne Behinderte!? - Ringvorlesung an der Uni HH

ZeDis

Barrierefreie Vortragsreihe "Behinderung ohne Behinderte?! Perspektiven der Disability Studies"

An der Universität Hamburg findet vom 18. Oktober 2010 bis 31. Januar 2011 jeden Montag von 16.30 bis 18.00 Uhr eine Vortragsreihe im Rahmen der Ringvorlesung "Behinderung ohne Behinderte?! Perspektiven der Disability Studies" statt. Die Vorträge werden von GastdozentInnen aus ganz Deutschland gehalten, die zumeist selbst von Behinderung betroffen sind. Die Veranstaltungsreihe wird vom Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) ausgerichtet und findet in der Edmund-Siemers-Allee 1, Raum 221 (Westflügel), Hamburg statt. Sämtliche Vorträge werden von SchriftmittlerInnen gedolmetscht und die Räumlichkeiten sind rollstuhlgerecht.

Die Ringvorlesung und andere Veranstaltungen des ZeDiS stehen allen Interessierten offen, eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Das Veranstaltungsprogramm ist einsehbar unter http://www.zedis.uni-hamburg.de/?cat=216. Das ZeDiS gibt einen Newsletter heraus, schicken Sie hierzu bitte eine kurze Email an zedis@uni.hamburg.de.

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Deaf Studies-Fortbildung

LGSL

Der Landesverband der GebärdensprachlehrerInnen Bayern (LGSL) bietet eine Fortbildungsveranstaltung „Deaf Studies“ mit dem Schwerpunkt Soziologie für Samstag, 16. Oktober und Sonntag, 17. Oktober 2010 in München an.

Landesverband der GebärdensprachlehrerInnen Bayern (LGSL)

Entfaltung durch Kommunikation

Entfaltung durch Kommunikation

Ende Mai ist in Holland ein neues Buch erschienen, verfasst von Corrie Tijsseling und Marjoke Rietveld-van Wingerden: "Ontplooiing door communicatie. De geschiedenis van het onderwijs aan doven en slechthorenden in Nederland" (Entfaltung durch Kommunikation. Die Geschichte der Gehörlosen- und Schwerhörigenbildung in den Niederlanden). Die Geschichte war natürlich ganz ähnlich wie die in Deutschland, bestimmt z.B. durch den Abbé de l'Epée, die Mailänder Beschlüsse, die Rückkehr der Gebärdensprache und die "totale Kommunikation" in den 80er Jahren und die Verbreitung des CI. Fazit: Auch CI-Kinder brauchen Gebärden!

Zu diesem Buch ist jetzt ein Video online veröffentlicht worden. Natürlich auf Holländisch, und mit holländischen Gebärden. Trotzdem sehenswert - allein schon die historischen Aufnahmen!

Video Entfaltung durch Kommunikation

Die UN-Behindertenrechtskonvention und ihre Bedeutung für inklusive Bildung

ZeDiS

Am 12. Juli 2010 wird Dr. Marianne Hirschberg von 16.15 bis 17.45 Uhr in der Universität Hamburg (Edmund-Siemers-Allee 1, Raum 221 im 3. Stock, Ostgebäude, 20146 Hamburg) einen Vortrag zum Thema "Die UN-Behindertenrechtskonvention und ihre Bedeutung für inklusive Bildung" halten. Gebärdensprachdolmetscher/innen und Schriftmittler/innen werden den Vortrag in DGS und Schrift dolmetschen. Der Vortrag mit Diskussionsrunde findet im Rahmen der Ringvorlesung "Behinderung ohne Behinderte!? Perspektiven der Disability Studies" statt, organisiert vom Zentrum für Disability Studies (ZeDiS). Jede/r ist herzlich willkommen, eine Voranmeldung ist nicht notwendig.

Bei Fragen wenden Sie sich bitte an zedis@uni-hamburg.de

 Der Vortrag findet in einem anderen Gebäude statt: in Raum 221 im Westgebäude (und nicht im Ostgebäude) in der Edmund-Siemers-Allee 1!

DGS-Lesungen zu 'Freak City'

Kathrin Schrocke und Kerstin Mackevicius

Selten gibt es ein Buch wie Freak City (s.u.), dessen Autorin sich so intensiv mit Gehörlosigkeit und allem, was dazu gehört, beschäftigt hat. Zwei Jahre ist Kathrin Schrocke in die Welt der Gehörlosen eingetaucht. Sie hatte dabei tatkräftige Unterstützung durch ihre Gebärdensprachdozentin - und mittlerweile Freundin - Kerstin Mackevicius.

Freak City gewährt nicht nur hörenden Jugendlichen Einblicke in eine unbekannte und fremdartige Welt, es gibt vor allem auch Gehörlosen selbst die Gelegenheit, über sich selbst, ihre Gemeinschaft und das Verhältnis zu Hörenden nachzudenken. Kleiner Haken an der Geschichte: Welcher gehörlose Jugendliche liest schon ein Buch? Kathrin Schrocke und Kerstin Mackevicius bieten deshalb Lesungen an - in DGS (oder auch bilingual). Sie haben dafür ein richtiges Unterrichtskonzept entwickelt. Lehrer von Oberstufenklassen, aber auch KOFOs und Jugendgruppen können die beiden also engagieren. Das ist dann "Hörgeschädigtenkunde hautnah"! Und das Konzept ist mit Sicherheit ausbaufähig. Vielleicht gelingt es ja sogar mancher Lehrerin oder manchem Lehrer, die SchülerInnen mit Freak City zum Lesen zu bewegen.

Behinderung ohne Behinderte!? - Ringvorlesung an der Uni HH

ZeDis

Ringvorlesung "Behinderung ohne Behinderte?! Perspektiven der Disability Studies"

das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) bietet im Sommersemester 2010 wieder eine Ringvorlesung an, die allen Interessierten offen steht. Sie findet diesmal montagabends in der Edmund-Siemers-Allee 1 im Ost-Flügel (Hamburg, Nähe Bahnhof "Dammtor") statt. Die Räumlichkeiten sind für Rollstuhlfahrer/innen zugänglich. Die Ringvorlesung wird wieder durchgängig für von Hörbehinderung betroffene Teilnehmer/innen von Schriftmittler/innen gedolmetscht.

Für den Vortrag am 30.06. (Dr. Anke Langner: "Behindertes Geschlecht") wird versucht, zusätzlich Gebärdensprachdolmetscher/innen zu organisieren. Dieser Vortrag findet in Kooperation mit der Partnerinitiative AG Queer Studies statt, außerplanmäßig an einem Mittwoch von 19 bis 21 Uhr im Von-Melle-Park 5, Raum 0079, Universität Hamburg.

Verkannte Menschen

verkannte Menschen

Der Film "Verkannte Menschen" wurde 1932 gedreht. Er stellte das Leben der Gehörlosen in der damaligen Zeit dar, auch in der Israelitischen Taubstummen-Anstalt , Berlin-Weißensee - und wurde von den Nazis verboten. Lange Zeit galt er als verschollen (" Keine Kopie nachweisbar"). Nun ist doch noch eine Kopie des Films wieder aufgetaucht und restauriert worden. Am 16.01.2010 wird sie im Rahmen einer Benefizveranstaltung in Frankfurt präsentiert. Zum Rahmenprogramm gehören Vorträge von Jochen Muhs, Helmut Vogel und Katja Fischer.

Der LVGH hat einen kurzen Video-Bericht (ein längerer soll folgen) von der Benefizveranstaltung auf seiner DeafTV-Seite veröffentlicht: Benefizveranstaltung "Verkannte Menschen"

Umfrage: Hörgeschädigtenkunde in der Schule

Pia Neumann

Pia Neumann (gl) studiert Sonderpädagogik in Hamburg:

Zurzeit schreibe ich meine Examensarbeit zum Thema "Hörgeschädigtenkunde in der Schule" und würde mich sehr freuen, wenn ihr mir dabei helfen könnt. Für meine Examensarbeit erstelle ich hier die Umfrage, welche Erfahrung ihr mit der Gehörlosenkultur habt (Identität, Selbstbewusstsein,…). Ihr findet die Umfrage unter www.voda.de/umfrage/. Die Umfrage läuft bis spätestens 31.08.2009. Die Datensammlung und Auswertungen bleiben selbstverständlich anonym.
Wer kann mitmachen? TeilnehmerInnen, die bis 50 Jahre alt und gehörlos, schwerhörig, ertaubt oder CI-Träger sind. Ich würde mich über Ihre Unterstützung/Antwort freuen, damit ich durch die Auswertung der Ergebnisse sehen kann, wie bedeutend die Gehörlosenkultur ist.

Gehörlose Schüler drehen Film: 'Arisch zweiter Klasse'

Arisch zweiter Klasse
Schüler stellen im Geschichtsunterricht manchmal gelangweilt oder entnervt fest: "Schon wieder dieses doofe Nazi-Thema. Das hängt uns zum Hals raus!" Wenn das Thema nur dröge mit Texten aus dem Geschichtsbuch dargestellt wird, ist das verständlich. Den Schülern der AG-Schulfilm der Von-Lerchenfeld-Schule Bamberg wird es sicher ganz anders ergangen sein. Sie haben mit ihrer Lehrerin Evelyn Ueding, der Studentin Susanne Vogel und dem Konrektor Hermann Stamm einen Film über Gehörlose im Dritten Reich gedreht. Das war sicherlich für alle Beteiligten sehr spannend!

Evelyn Ueding:
Momentan läuft in Bamberg eine sehenswerte Anne-Frank-Ausstellung (Direktimport aus Berlin), die ergänzt wird mit einem Rahmenprogramm örtlicher Schulen. Unsere Film-AG, die momentan aus vier gehörlosen Schülerinnen und mir als Leitung besteht, hat zu der Ausstellung sich an eine Dokumentation über Gehörlose im Dritten Reich gewagt, die auf der Ausstellung gezeigt wird. Die Schülerinnen führen in DGS durch diese Moderation. Für nicht gebärdensprachkompetente Zuschauer ist der Film vertont und mit Untertiteln versehen. Der Film geht vor allem auf die Hintergründe von Sterilisation und Euthanasieprogrammen ein und lässt regionale Zeitzeugen zu Wort kommen (gehörlose, spätertaubte und schwerhörige).

Referentin Katja Fischer

Katja Fischer

Katja Fischer (gehörlos) ist Dozentin für Soziologie und Kultur Gehörloser.
Sie führt schon seit Jahren in diesem Bereich Lehraufträge durch.
Bei Interesse finden Sie Informationen auf ihrer Internetseite www.katjafischer.com

Katja Fischer beantwortet gerne Ihre Fragen.

'So wie ich bin, bin ich okay, und das ist gut so.'

Buchcover
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Schwerhörige sind anders als Gehörlose. Eine Binsenweisheit, sicher! Bei Gehörlosen sind die Verhältnisse klar: Sie hören nichts, oder so gut wie nichts. Schwerhörige dagegen hören etwas, wieviel auch immer, und fühlen sich daher mehr zu den Hörenden hingezogen. Bei denen sind sie kommunikativ aber auch oft ausgeschlossen oder Randfiguren. Sie gehören also weder zu den Gehörlosen noch zu den Hörenden. Ein Leben zwischen den Welten, gewissermaßen im Niemandsland, oder um Tucholsky zu zitieren: "Hier ein Stuhl und da ein Stuhl, und wir immer dazwischen."

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Deaf Studies sind im Kommen in Berlin, Magdeburg und Preston

Logo von uclan University of Central Lancshire

Am 22. Juni heißt die Berliner Humboldt-Universität eine Delegation aus dem Bereich Deaf Studies der englischen University of Central Lancashire in Preston willkommen. Die Dozenten Mark Heaton, Nicola Nunn und Ricci Collins werden sowohl eine Vorlesung zum Thema „Gehörlosigkeit in Grossbritannien“ abhalten, als auch Informationen mit dem Bereich Gebärdensprachendolmetschen/Deaf Studies der Humboldt-Universität abhalten.


Deaf Studies / British Sign Language

 Die drei gehörlosen Briten Mark, Nicole und Ricci sind für ein Woche in Magdeburg zum Dozentenaustausch zwischen Magdeburg und Preston. Falko Neuhäusel, Peter Schick und Katja Fischer waren im vergangenen September in Preston. Diesmal sind die Briten zu Gast in Magedeburg und machen anschließend einen Besuch in Berlin. Sie halten einen Vortrag zum Thema: „Gehörlosenkultur in Großbritannien“. Außerdem führen sie einen BSL-Kurs für Studenten durch.


DEAFVOC - Lehrpläne

Logo von DEAFVOC

Das DEAFVOC-Projekt wurde auf europäischer Ebene durchgeführt. Das Hauptziel des Projekts war die Entwicklung des Sprachunterrichts in der Berufsausbildung für Gehörlose, um den Gehörlosen einen besseren Zugang zu Ausbildung und Arbeit zu ermöglichen. Inzwischen ist das Projekt abgeschlossen. Es wurde mit dem Europäischen Sprachensiegel ausgezeichnet, einer Auszeichnung, die an die innovativsten Sprachenprojekte der EU verliehen wird.

Auf der Website von DEAFVOC finden Sie die Lehrpläne "Gebärdensprache als Muttersprache” und "Schriftsprache als Zweitsprache für Gehörlose“, sowie das Lehrerhandbuch zu den Lehrplänen. Außerdem gibt es dort auch exemplarische Unterrichtsstunden zu den Curricula.

Homepage von DEAFVOC

Deafhood

Dr. Paddy Ladd

DeafHOOD, nicht deafNESS! Ein Begriff, den Dr. Paddy Ladd geprägt hat in seinem Buch "In Search of Deafhood". Was er damit meint? Gar nicht so einfach zu erklären. Christian Peters und Christian Rathmann werden es versuchen, am 11.11. und 12.11. 2006 in einem DEAFHOOD WORKSHOP in Hamburg im Kulturhaus SternChance.

Im Workshop werden wir uns mit dem Term „Deafhood“ beschäftigen und uns verschiedene Situationen ansehen. Wir werden uns mit der Frage auseinandersetzen, was Deafhood für uns und der Gehörlosengemeinschaft bedeutet. Dabei betrachten wir, welche Rolle Audismus spielt und was die kürzlich an der Gallaudet University stattgefundenen Ereignisse für uns bedeutet.

Mehr Informationen und Anmeldung bei Christian Peters und Christian Rathmann
positive-signing@hamburg.de oder FAX: 0176-63121697

ZeDiS

Zentrum für Disability Studies

Das Zentrum für Disability Studies wurde im Dezember letzten Jahres an der Uni Hamburg gegründet. Es veranstaltet u.a. eine Ringvorlesung und Seminare. Die sind aber nicht nur für Studenten gedacht, sondern für alle Interessierten. Zwei wissenschaftliche Mitarbeiter im ZeDiS sind übrigens selbst hörgeschädigt, und manche der Veranstaltungen sind besonders für Hörgeschädigte bedeutsam, wie z.B. "Die Entwicklung und Notwendigkeit des Studiengangs Deaf Studies. Vorbild für einen Studiengang Disability Studies?" mit Simon Kollien. Hoffentlich kommt da das Thema Deaf Studies wieder ein bisschen in Bewegung.

Zentrum für Disability Studies

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