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100 Jahre Selbsthilfe der Schwerhörigen und Ertaubten

 

 

In 3 Tagen ist es soweit, der Deutsche

 

Schwerhörigenbund lädt ein zum diesjährigen „DSB-

 

Kongress 2001“

 

Motto: 100 Jahre Selbsthilfe der Schwerhörigen und

 

Ertaubten. Soziale Rehabilitation und Integration in

 

Gegenwart und Zukunft.

 

Die Schirmherrschaft hat der Präsident des deutschen

 

Bundestages Wolfgang Thierse übernommen

 

 

Am Pfingstsonntag vor 100 Jahren versammelten sich um

 

9.00 Uhr zwölf Menschen in einer Privatwohnung in

 

Berlin, um dort einen gemeinsamen Gottesdienst

 

abzuhalten. Das Besondere daran war, dass es sich bei

 

dieser Gruppe von Menschen um Schwerhörige und

 

Ertaubte handelte und sie gemeinsam unter dem

 

Engagement von Margarethe von Witzleben, selbst

 

schwerhörig, einen speziellen Gottesdienst abhielten,

 

da sie aufgrund ihrer Behinderung nicht in der Lage

 

waren, einem normalen Gottesdienst zu folgen.

 

Solche Formen der Zusammenkünfte fanden in der

 

Folgezeit großen Zuspruch.

 

Dieser Gottesdienst vor 100 Jahren in Berlin kann mit

 

Fug und Recht als Geburtsstunde der Schwerhörigen- und

 

Ertaubten-Selbsthilfe betrachtet werden.

 

 

Heute, 100 Jahre später, soll mit dem diesjährigen

 

DSB-Kongress auch an die Anfänge der

 

Schwerhörigenbewegung erinnert werden.

 

Daher findet am Donnerstag 31. Mai 2001 um 13.00 Uhr

 

die Kranzniederlegung am Grab von Margarethe von

 

Witzleben statt.

 

 

Am Freitag, 01. Juni 2001 beginnt der eigentliche

 

Kongress mit der Eröffnung der Ausstellung und einem

 

Festakt zum Thema, 100 Jahre Schwerhörigenbewegung.

 

 

Neben vielen anderen Aktivitäten, wie z.B. der Aufbau

 

einer „Kommunikationsbarriere mit gesammelten

 

Benachteilungsthesen rund um das Thema

 

Schwerhörigkeit, findet ab 14. Uhr das Forum des DSB

statt.

 

Der Samstag 02. Juni ist als Tag der Workshops

 

vorgesehen.

 

Neben Themen der Bundesjugend, der Zukunft der

 

Hörgeschädigtenpädagogik, dem Medium Internet, der

 

Zukunft der Rehabilitation für Hörgeschädigte sowie

 

den Themen Cochlear Implantat und den Themen Tinnitus,

 

Morbus Meniére und Hörsturz, findet um 10.00 Uhr ein

 

Workshop zum Thema Hörgeräteversorgung in Deutschland

 

statt, zu der eine Podiumsdiskussion mit Vertretern

 

von Krankenkassen, Hörakustikerinnung Politikern und

 

Betroffenen geplant ist.

 

Neben dem Kongressprogramm ist ein Rahmenprogramm

 

geplant. Am Donnerstag, 31. Mai findet um 19.00 Uhr

 

ein hörbehindertengerechtes Konzert im Berliner Dom

 

statt.

 

 

Die Programmangebote für die darauffolgenden Tage, wie

 

z.B. eine hörbehindertengerechte Stadtrundfahrt,

 

Theateraufführungen für und mit Hörgeschädigten, usw.

 

sind bereits ausgebucht.

 

Alle Interessierten sind herzliche eingeladen, am DSB-

 

Kongress teilzunehmen.

 

 

 

Ilse Grinz, Mülheim, 30. April 2001