Kann ein Gehörlosenpfarrer Gehörlose diskriminieren? Offensichtlich ja. Bei der Hochzeit eines gehörlosen Paares ist eine Dolmetscherin anwesend. Der Pfarrer legt aber Wert darauf, die Traurede und die Zeremonie selbst zu gebärden. Immerhin besucht er ja einmal in der Woche den Gebärdenkurs. ;-) Das Ergebnis: Er gebärdet in LBG, mit Stimme, im Schneckentempo, so, als würde er mit Kleinkindern oder geistig Behinderten sprechen. Was können die anwesenden Hörenden daraus schließen? Dass Gehörlose wohl doch "doof" sind. Sicherlich hat der Pfarrer die Gehörlosen nicht diskriminieren wollen. Er hatte es gut gemeint. Aber: "Das Gegenteil von gut ist gut gemeint!" Hände weg! Das wäre besser gewesen.
Albin Zeck, Pastoralreferent, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft
der Kath. Seelsorge für Hörgeschädigte in Bayern, ist mit der
Meinungsäußerung der Dolmetscherin nicht einverstanden:




































