"Kultur und Identität der Gehörlosen vor dem Hintergrund des Eingriffs mit einem Cochlea Implantat"
Das ist der Titel der Diplomarbeit von Klaus Geier. Klaus hat
gehörlose Eltern. Zu Beginn seiner Arbeit war er davon ausgegangen,
sehr viel über ihre Welt zu wissen. Aber er stellte fest, dass er
durch die intensive Auseinandersetzung mit den Gehörlosen und ihrer
Kultur ein neues und viel tiefergehendes Verständnis für diese
Menschen entwickelt hat. Durch negative Erfahrungen, die seine
Eltern durch ihre Hörschädigung gemacht haben, herrschte auch bei
ihm die Sichtweise von Gehörlosigkeit als Behinderung vor. Diese
Sichtweise hat sich radikal geändert. Daher sein Fazit:
So bleibt zu hoffen, dass unsere Gesellschaft und die Eltern,
die eine Implantation für ihre Kinder in Erwägung ziehen, die
Möglichkeit bekommen, den Reichtum der Welt der Gehörlosen und
ihrer intensiven Sprache erfahren zu können.
Wenn CI-Fachleute ihre Vorurteile gegenüber der Gebärdensprache ablegen könnten, wäre das schon ein erster Schritt in die richtige Richtung. Immerhin hat die EURO-CIU auf ihrer Website eine Gebärde für das CI veröffentlicht. Erfreulich!

































