In einem Aufsatz mit dem Titel "High-Tech im Innenohr" schreibt Herr Dr. Hoth:

"Wohl am wichtigsten für die Entwicklung eines jeden menschlichen Individuums ist aber, daß der größte Teil der Lernvorgänge, und damit die Ausbildung der Intelligenz, nur durch ein funktionierendes Gehör ermöglicht wird. Die Verwandtschaft der deutschen Wörter taub und doof läßt sich über die englischen und holländischen Vokabeln deaf und doof nachvollziehen, welche beide den Zustand der Gehörlosigkeit bezeichnen."

Krasser kann die Diskriminierung von Hörgeschädigten wohl kaum ausfallen. Damit spricht Herr Dr. Hoth Hörgeschädigten jegliche Intelligenz ab und bezeichnet sie quasi als DOOF. Dass er gehörlose Kollegen hat, dass es gehörlose und schwerhörige Akademiker gibt, und dass auch "Otto-Normal-Deafie" nicht doof ist - das wird ihm vielleicht nicht bekannt sein. So wie viele HNO-Ärzte sich mit der deaf world nicht auskennen.

Auch Doktoren und Professoren könnten ja lernfähig sein. Ob Herr Dr. Hoth seinen inzwischen acht Jahre alten Artikel wohl selber richtigstellen kann? Eine Entschuldigung wäre wohl zuviel verlangt, oder?

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