Unter diesem Titel berichtete die FAZ gestern über Neuro-Prothesen. Können Blinde bald wieder sehen, Querschnittgelähmte wieder gehen - dank der Neurotechnik? Geforscht wird intensiv. In einem Bereich hat man das Ziel schon erreicht: beim Cochlea Implantat. Bemerkenswert der Schlusssatz des Artikels:
Während Menschen gewohnt sind, Arzneimittel einzunehmen, gibt es gegen die elektrischen Mini-Impulsgeber Vorbehalte. Die Unternehmen kennen diese Ängste und wollen beschwichtigen: "Da wir den Patienten einen der Sinne wiedergeben, sehe ich hier keine ethischen Bedenken, auch wenn ich weiß, dass einige Gehörlose die Wiederherstellung des Gehörsinnes verneinen und lieber weiter die Gebärdensprache praktizieren", sagt Schlösser. Deshalb arbeiten Unternehmen wie Cochlear eng mit Medizinern, Audiologen, Neurologen und Therapeuten zusammen, um die Patienten über die Risiken aufzuklären.
Mal ganz abgesehen von den Fehlinformationen (keine "Wiederherstellung" bei taub Geborenen, eher KEINE Aufklärung über Risiken!) - die Zusammenarbeit mit den Fachleuten lohnt sich allemal. Nicht zufällig erscheint der Artikel in der Rubrik Wirtschaft/Unternehmen. Da geht es nicht um die edlen und selbstlosen Helfer der Menschheit, sondern um Umsätze und Profit. "2005 lag das Marktvolumen bei ungefähr 440 Millionen Dollar. Bis zum Jahr 2012, schätzen Fachleute, ist auf diesem Gebiet ein Umsatz von 1,6 Milliarden möglich."
Für 2€ können Sie den Artikel bei der FAZ herunterladen: Wie Hören und Sehen wiederkommen.


































