Seit dem 01.04.2009 lehnen die gesetzlichen Krankenkassen jede Art der Hörsturz-Therapie ab. Dagegen protestiert der Verein der Hörgeschädigten Mönchengladbach e.V.
Am Samstag, den 6. Februar 2010 um 15.00 Uhr findet im Anna-Ladener Haus, 1. Stock, Odenkirchenerstr. 5 (hinter der St. Marienkirche) in MG- Rheydt ein HNO-Facharztvortrag zum Thema Hörsturz statt. Referent: Dr. med. Th. Wacker, 2. Vorsitzender des Vereins der Hörgeschädigten e.V.
Hörsturztherapie ? Fehlanzeige!
Seit dem 01.04.2009 verbietet das deutsche Gesundheitswesen,
im gesetzlichen Bereich eine Hörsturztherapie zu Lasten der
gesetzlichen Krankenkassen durchzuführen.
Ca. 15.000 Menschen pro Jahr erleiden in unserem Lande einen
Hörsturz.
Dieser manifestiert sich durch ein plötzliches Nachlassen der
Hörfähigkeit bis zu an Taubheit grenzender Intensität. Zusätzlich
besteht in den meisten Fällen ein Ohrgeräusch.
Wenn innerhalb kurzer Zeit keine adäquate Infusionsbehandlung
eingeleitet wird, droht eine bleibende bis an Taubheit grenzende
Schwerhörigkeit sowie ein therapieresistentes Ohrgeräusch.
Während früher eine sofortige Infusionsbehandlung bzw. eine
Kombination von Infusionsbehandlung und oraler Tablettenbehandlung
rasch zum Erfolg führte, muss seit dem 01.04.2009 jegliche
Behandlungsform von den gesetzlich Versicherten selbst bezahlt
werden.
Dies bedeutet, dass eine Infusionsbehandlung über 10 Tage ca.
100€ kostet, zusätzlich schlagen die Medikamente mit einer
Summe von ca. 200€ zu Buche.
Es ist kinderreichen Familien, Sozialhilfeempfängern und Rentnern
heutzutage kaum zuzumuten, eine solche Summe aufzubringen - dies
ist nicht möglich!
Ohne adäquate Behandlung sind Dauerfolgen vorprogrammiert. Die sich
hieraus ergebende Hörgeräteanpassung würde von den gesetzlichen
Krankenkassen hingegen wieder bezahlt. Für die Anlage eines
Cochleaimplantats bei eingetretener Taubheit gilt das gleiche.
Der Verein der Hörgeschädigten in Rheydt, welcher in diesem Jahr
sein 30-jähriges Bestehen feiert, sieht sich als Sammelbecken all
der Patienten, die aus unterschiedlichsten Gründen hochgradig
schwerhörig geworden sind oder sogar ertaubten.
Der heutige Protesttag soll auf die unerhörte und abstruse
Situation aufmerksam machen, in der sich Hörsturzpatienten zum
jetzigen Zeitpunkt befinden.
Die Folgen eines Hörsturzes stellen keine Bagatellerkrankungen dar,
sondern führen zu sozialer Isolation, Arbeitslosigkeit und
schränken die Betroffenen in extremem Maße ein.
Die gesetzlich verordnete Nichtbehandlung ist skandalös und
unmoralisch.
Aus diesem Grunde findet ein Protesttag am 06.02.2010 im
Anna Ladener Haus, 1. Stock um 15.00 Uhr statt. Odenkirchenerstr.
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In einem HNO-fachärztlichen Vortrag wird auf die Ursachen
und Gefahren eines Hörsturzes und die Konsequenzen einer
Nichtbehandlung hingewiesen.
Hiernach ergibt sich eine Diskussion mit anwesenden Betroffenen,
Hörgeräteakustikern und HNO Ärzten.
Alle betroffenen Bürger werden herzlich eingeladen, an diesem
Protesttag teilzunehmen und gegen das Therapieverbot bei
Hörsturzerkrankten zu protestieren.


































