Jule

Julia Probst (Jule) hat bei der Fußball-WM von sich reden gemacht mit ihrem "Ableseservice". Sie hat während der Fernsehübertragungen den Fußballern von den Lippen abgelesen und das dann getwittert. Sie ist sich aber auch darüber im Klaren, dass ihre Ablesefähigkeit eine Ausnahmebegabung ist, über die längst nicht jeder Gehörlose verfügt. Natürlich ist dieses Ablesen weder Ersatz für Untertitel noch für Dolmetscher. Für die setzt Jule sich seit langem vehement ein.

Das Medien-Portal MEEDIA hat Jule jetzt interviewt. Jule nimmt ausführlich Stellung zur Problematik der Untertitel im Fernsehen, besonders bei den privaten Sendern, sie lehnt die Abschaffung der Gebührenbefreiung ab und will erst dann zahlen, wenn 100% untertitelt werden, und sie fordert die 1:1-Untertitelung. Natürlich setzt sie sich auch dafür ein, dass DVDs nur dann Fördermittel erhalten, wenn sie untertitelt werden. Und sie zitiert abschließend einen "Follower" ihres Ableseservice: "Auch Hörende haben eine Behinderung – sie können nicht Lippenlesen."

Interview mit Jule: Auch Hörende haben eine Behinderung

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