Unter diesem Titel hat die Neue Zürcher Zeitung einen Artikel zum Thema CI veröffentlicht. Die Autorin bemüht sich um Objektivität und Neutralität. Sie warnt vor zu hohen Erwartungen, stellt unterschiedliche Entwicklungen einzelner Kinder dar und bezieht sich u.a. auf den Kinderarzt Truninger:
«Etwa ein Drittel der Kinder mit Cochlea-Implantat lernt die Lautsprache ähnlich gut wie hörende Kinder», sagt Kinderarzt Truninger, «ein weiteres Drittel der Kinder kommt verzögert zur Sprache, beim letzten Drittel ist die Sprachentwicklung stagnierend, und die Kinder sind angewiesen auf gebärdensprachliche Förderung.»
Und sie zitiert die Forschungsergebnisse von Gisela Szagun:
«Natürlich ist die gesprochene Sprache das erste Ziel»,
sagte sie in einem Interview. «Wenn aber der Erwerb der
gesprochenen
Sprache zu langsam und unzureichend verläuft, sollte der Erwerb der
Gebärdensprache in Betracht gezogen werden. » Kinder brauchten in
den ersten vier Lebensjahren eine Sprache, egal ob gesprochen oder
gebärdet, um ein Symbolsystem aufzubauen. Werde
dieser Prozess zu stark verzögert, wirke sich dies negativ auf die
Fähigkeit zu denken aus.
(siehe auch das
Interview von Karin Kestner mit Gisela Szagun)
Dem ist nichts hinzuzufügen!
Artikel in der NZZ:
Keine Garantie für normalen Spracherwerb
































