Am Ende der 10. Klasse, um den Realschulabschluss zu erlangen, müssen Schüler in Bremen eine Prüfung ablegen. Selbstverständlich auch in der Schule für Hörgeschädigte. Im Fach Geschichte hatte Simone Stürenburg das Thema "Die Geschichte der Gebärdensprache und ihre Rolle im Unterricht" ausgewählt. Das hat natürlich seine Gründe. Simone ist selbst schwerhörig, ihre Eltern und ihr Bruder sind gehörlos. Simone ist also als "deaf CODA" mit der Gebärdensprache aufgewachsen. Da ist es naheliegend, dass sie sich mit ihrer Muttersprache beschäftigt hat und mit der Frage, warum die früher unterdrückt wurde. Und warum "taubstumme Taubstummenlehrer" nach 1880 ein Berufsverbot bekamen. Simone hat sich in das Thema vertieft, Fachliteratur gewälzt und eine PowerPoint-Präsentation angefertigt. Die hat sie aufgelockert, indem sie passende Ausschnitte aus den Filmen "Verkannte Menschen" und "Fraternitas Signorum" eingeblendet hat. Nicht nur die Lehrer, sondern auch die Schüler, die als Zuschauer an der Prüfung teilgenommen haben, waren hellauf begeistert. Damit Sie das ein wenig nachempfinden können, hier Simones Präsentation - leider ohne Simones Kommentare, ohne ihr selbstbewusstes Auftreten, und als Schülerarbeit natürlich nicht total fehlerfrei - als PDF-Dokument:

































