Zwei Publizistik-Studentinnen aus Wien haben eine Seminararbeit zum Thema "Gehörlose und hörgeschädigte Menschen auf Partnersuche im Internet - Gehörlosen-Singlebörsen aus Sichtweise der Betroffenen" geschrieben, mit Hilfe eines hier veröffentlichten Fragebogens (siehe unten).
Hörgeschädigte "teilen ein ähnliches gesundheitliches Schicksal"? Hmm, beim Stichwort "Gesundheit" werden Hörgeschädigte hellhörig, da sie sich durchaus nicht als krank empfinden. Und "Schicksal" klingt auch sehr melodramatisch. Aber einmal abgesehen von solchen Formulierungen - Isabella Schwarz und Eva Steinbauer sind schließlich Studentinnen der Publizistik und nicht der Gehörlosenpädagogik - sind die meisten ihrer Thesen doch sehr einleuchtend. Wenn man sie auf eine Kurzformel bringen will: Die Welt der Hörgeschädigten ist klein, die Partner-Auswahlmöglichkeiten sind daher eingeschränkt. Durch Chats, Flirtplattformen u.ä. werden sie enorm vergrößert. - Das dürfte mit Sicherheit stimmen!
Leider haben nur 21 deafies den Fragebogen der beiden ausgefüllt. Die Aussagekraft ist daher doch recht eingeschränkt. Aber ob die niedrige Anzahl darauf zurückzuführen ist, dass das Thema immer noch ein Tabu ist? Die Tatsache, dass z.B. fast 4000 Mitglieder sich bei www.gl-sh.de eingetragen haben, lässt eher das Gegenteil vermuten.
Aber wie dem auch sei - die Seminararbeit der beiden Studentinnen sollten Sie sich einmal ansehen:

































