Das Deutsche Theater in Göttingen sucht für die
Produktion
DIE ORESTIE Statisten. DT-Intendant Mark Zurmühle
möchte in seiner Inszenierung den sogenannten Chor als Vertreter
des Volkes, der das Geschehen auf der Bühne beobachtet und
kommentiert, mit gehörlosen Menschen aus Göttingen und Umgebung
besetzen, die dann den antiken Text in Gebärdensprache
wiedergeben. Dafür werden Statisten ab 18 Jahren gesucht,
die Lust haben, an diesem spannenden Projekt teilzuhaben. Geprobt
wird vom 20.02.2012 bis zum 14.04.2012 (Premiere 14. April 2012,
19.45 Uhr, Großes Haus). Die Proben finden vormittags und abends im
DT statt. Für Proben und Aufführungstermine wird eine
Aufwandsentschädigung gezahlt.
Anmeldung und Information bei Michaela Oswald (Tel. 0551
4969-35, moswald@dt-goettingen.de).
DIE ORESTIE ist eine antike griechische Tragödie von
Aischylos und thematisiert die letzten markerschütternden Auswüchse
eines Fluchs, der über Generationen hinweg das Prinzip der
Blutrache als alleiniges Mittel der Konfliktlösung weiterträgt.
Auge um Auge, Zahn um Zahn wird Vergeltung am anderen geübt –
und der Begriff der Gerechtigkeit zur Rechtfertigung für den
Tyrannenmord missbraucht. Die Trilogie thematisiert jedoch nicht
nur das Prinzip »Sühne durch Blutrache«, sondern legt im gleichen
Moment den Grundstein für den Übergang von einer Gerichtsbarkeit
der Götter hin zu einer Rechtsprechung auf Grundlage eines von
Vertretern des Volkes zusammengesetzten Gerichts.
Zum Inhalt
Als Agamemnon am Ende des trojanischen Krieges nach Mykene
zurückkehrt wird er bereits von seiner Frau Klytaimnestra und deren
Geliebten Aigisthos erwartet. Agamemnon hatte die gemeinsame
Tochter Iphigenie zu Beginn des Krieges den Göttern geopfert, um
günstige Winde für seinen Feldzug gegen Troja zu erhalten.
Klytaimnestra sinnt Rache und erschlägt gemeinsam mit Aigisthos den
Ehemann heimtückisch im Bad. Agamemnons Sohn Orestes trifft am Grab
des Vaters auf seine Schwester Elektra. Gemeinsam beschließen sie,
den grausamen Mord am Vater zu rächen und die Mutter samt Liebhaber
zu morden. Doch kaum ist die Tat an Klytaimnestra und Aigisthos
verübt, treten die Erinnyen, die Rachegöttinnen der getöteten
Mutter, auf den Plan und beginnen Orestes zu verfolgen. Apollon
schickt Orestes nach Athen. Dort bestimmt Pallas Athene, die beiden
verfeindeten Parteien – Orestes und der Gott Apollon auf der
einen und die Rachegöttinnen der Mutter auf der anderen Seite
– in Form eines Gerichtsprozesses aufeinandertreffen zu
lassen, an deren Ende ein Geschworenengericht über Recht und
Unrecht entscheiden soll.
































