Wetterstation

Lieber ein Sauwetter als gar kein Wetter!  Mit diesem neuen Schülerprojekt bietet das BBW München Schülerinnen und Schülern von Förderzentren an, in nur zwei Tagen eine große Wetterstation für ihre Schule im Außenbereich zu bauen.

Das Wetter ist immer da und immer anders
Heute kann es stürmen, regnen, windig oder sonnig sein und auch schneien. Es macht Spaß und ist aufregend das Wetter zu beobachten, denn es ändert sich ständig und ist für viele Überraschungen gut. Wie verändert sich das Klima, wie viel Niederschläge fallen, woher und wie stark weht der Wind? Das alles sind Fragen, die die Wetterstation den Schülern beantwortet. Niederschlagsmesser, Windrad, Hygrometer, Thermometer, Barometer und einen Windgeschwindigkeitsmesser bauen die Schüler in den Metallwerkstätten, bei den Schreinern und Malern des BBW selbst und tragen ihre Ergebnisse kontinuierlich in einen „Wetterbeobachtungs-Block“ ein.

Wie sieht die Wetterstation aus?
Sie ist über 2 Meter hoch und kann leicht im Schulgarten bzw. auf dem Schulgelände aufgebaut werden. Sie ist sehr stabil, steht auf drei Füßen und ihr Dach dient zugleich als Sonnenuhr. Die Wetterstation besteht aus vielen witzigen Details: einem Hygrometer aus echten Haaren oder einer Sonnenuhr mit Tierkreiszeichen.

Ablauf der Aktion
Die Jugendlichen ab der 8. Klasse kommen als Gruppe für zwei Tage ins BBW, gehen in die Werkstätten der Schreinerei, des Metallbaus, der Industriemechanik, der Malerei und eventuell der Druckerei und bauen dort unter Anleitung der Handwerksmeister und zusammen mit den Auszubildenden ihre eigene Wetterstation für die Schule. Wenn die Schüler nicht aus München und Umgebung kommen, können sie kostenfrei im Wohnheim des BBW in der Münchner Innenstadt übernachten.
Was genau wird in den Werkstätten gemacht?
In der Schreinerei wird das Grundgestell mit den drei Pfosten und dem massiven Korpus gefräst, geschliffen und mit allen Holzverbindungen zusammengebaut. Die einzelnen Instrumente wie Hygrometer, Thermometer, Barometer werden dort auch gefertigt. In der Industriemechanik werden einzelne Teile der Sonnenuhr sowie der Windrichtungsanzeiger und Windgeschwindigkeitsmesser hergestellt. Die Sonnenuhr besteht aus Aluminium und wird in der Werkstatt Metallbau geschnitten und gebogen. Bei den Malern gibt es den letzten Anstrich für den Windrichtungsanzeiger und dort werden auch alle Schriften und Skalierungen der Sonnenuhr gestaltet. Jetzt ist fast alles fertig, die Instrumente müssen und noch eingestellt werden. Dann kann der Zusammenbau der Wetterstation in der Schreinerei erfolgen. Für den Abtransport wird sie wieder auseinander genommen und in Einzelteile fachgerecht und leicht transportabel verpackt. Damit der Aufbau in der Schule später keine Schwierigkeiten bereitet, geben wir den Schülern eine Konstruktionszeichnung mit.
Für die längerfristige Wetterbeobachtung und auch Dokumentation dient ein „Wetterbeobachtungs-Block“, in den alle Wetterdaten zuverlässig eingetragen werden können. Es besteht bei größeren Schülergruppen die Möglichkeit, diesen Block in der Druckerei selbst zu drucken. Allen anderen Schulklassen können wir die Blöcke mitgeben.
Weitere Informationen zur Wetterstation finden Sie unter:
http://wetter.bbw-muenchen.net
Anmeldungen und Fragen zum Projekt:
astrid.pichler@bbw-muenchen.de

Kommentare

Von: Christian11

Datum: 20.12.2011 10:07

Es ist eine hervorragende Idee. Gerade Kinder fragen sich oft, woher die Wetterdaten kommen. Wenn die Daten dokumentiert sind, können sie die Entwicklung des Wetters beochbachten. Das Thema Klimaerwärmung, die wir derzeit haben, ist interessant und zugleich schwierig. Wer die Idee hatte, das Wetterstation zu bauen, dem zolle ich Respekt.

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