Untertitel-Demo in Frankfurt am Main

Das war schon eine beeindruckende Demo für 100% Untertitel, damals, nach den Kulturtagen in Köln. (s.u.)
Oldies, but goodies: GebDolm hat die Videoaufnahmen, die er vor vier Jahren in Köln gemacht hat, jetzt online gestellt:
Untertitel-Demo Aug. 08 Teil 0, Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5.

Am 07. Februar wird endlich die nächste Untertitel-Demo durchgeführt, diesmal in Frankfurt am Main. Treffpunkt ist um 17 Uhr der Landesverband der Gehörlosen Hessen (LVGH). Dort gibt es auch einen Infostand.

Anschließend, um 18.30 Uhr, beginnt die Podiumsdiskussion „Untertitel beim Hessischen Rundfunk“ im Gehörlosenzentrum. Politiker aus drei verschiedenen Parteien sowie Mitarbeiter des hessischen Rundfunks und des Sign-Dialog Teams werden an der Podiumsdiskussion teilnehmen. Wenn Sie Interesse an der Podiumsdiskussion haben, melden Sie sich bitte beim LVGH an.

Untertitel-Demo in Frankfurt am Main

Der LVGH hat zwei DGS-Videos veröffentlicht: Demo gegen den Hessischen Rundfunk und Demo-Treffpunkt.

Kommentare

Von: Wuffi

Datum: 18.01.2012 08:18

Was hat sich denn damals bei der UT-Demo in Köln ergeben? Es wurden Unterschriften an Politiker übergeben - was ist daraus geworden? Hat es zum Erfolg gebracht?
Leider gibt es darüber kaum nennenswerte Berichte.

Von: jepp

Datum: 18.01.2012 13:53

Die DEMO alleine war schon ein grosser Erfolg gewesen, davon Mal abgesehen, dass die staatlichen TV-Sender Ihre Sendungen systematisch weiter ausbauen.

Das ganze hatte übrigens auch ein saures Nachspiel für alle schwerhörigen und gehörlosen Menschen, unabhängig davon ob diese die UT nun verstehen oder nutzen, ab dem 1.01.2013 wird nämlich die GEZ von ALLEM, JA von ALLEM, die bisher Rundfunkgebühren befreit waren, GEZ-Gebühren einziehen!

Nun muss man sich mal vorstellen, dass die Masse der gehörlosen und auch hochgradige schwerhörigen Menschen nicht so ganz fit in der deutschen Sprache ist, dieses mal vorsichtig ausgedrückt! Der Macher vom Taubenschlag vertritt diese Meinung noch viel drastischer!

Da stellt sich doch bitte die Frage: "Warum sollen gehörlose und hochgradige schwerhörige Menschen, die bisher Ihr ganzes Leben von den Rundfunkgebühren befreit waren, plötzlich Rundfunkgebühren an die GEZ bezahlen! Erstens wird das TV Programm der staatlichen Sender noch nicht einmal zu 50 % untertitelt - z.Z. ca. 1/3 - und zweitens versteht die Masse der gehörlosen NICHT wirklich alles was an UT angezeigt wird, denn einfache Sprache verwenden die staatlichen TV Sender NICHT und zweitens gibt es da noch noch immer einige Pannen!

Aber klar kaum bewegt sich was bei den staatlichen TV-Sendern wird über die GEZ die Hand aufgehalten , das ist Verarschung pur! Und der DGB kann sich nun stolz auf die Schulter klopfen, dass die Masse der gehörlosen jetzt GEZ-Gebühren bezahlen müssen für Untertitel, welche die gehörlosen NICHT alle verstehen.

Ein Applaus an den DGB zur erneuten DEMO, mehr Untertitel dessen die Masse nicht versteht und höhere GEZ-Gebühren!

Von: Wuffi

Datum: 19.01.2012 23:50

Also, ich bin bereit GEZ zu zahlen, wenn dafür UT Angebote massiv erweitert wird. Bezügl. der deut. Sprache, dass viele heute nicht mehr gewachsen sind, solltest du mal Gehörlosen ältere Generationen fragen, sie verstehen es noch ziemlich alles oder viel. Die jüngere Generationen sieht in der Praxis leider anders aus, woran liegt es? Ich glaube dazu brauche ich keine Meinung zu sagen.

Von: Akiab1

Datum: 26.01.2012 11:07

Ich lehne es grundsätzlich ab, wenn die GEZ die Rundfunkgebühren zu 50 % von mir auffordert. Tatsache wird bis zum 1.1.2013 niemals zu 100 % UT bei allen Sender erreichen, eher bis zu max. 30 %!!!
Unter allg. AGB versteht man sich, dass man auch zahlen, wenn die Leistung auch erbracht werden kann und das ist in diesem Fall nicht!
Bei HR kann man aus irgendwelcher Gründe nicht UT ausbauen lassen, jedoch von uns ab 2013 zu 50 % Gebühren verlangen, ist reinste Abzockerei und eine Diskriminierung gegenüner uns! Dagegen soll man sich "brutal" wehren!!!

DGB ist nach meiner Meinung völlig überfordert, da sie in den letzten Zeiten immer mehr alles auf sich zunimmt und die Kontrollen über allen haben wollen, haben sie selbst den Überblick verloren bzw. unterschätzt. DGB hat nicht geschafft, viele Fachleuten, Experte, Koorperationsunternehmen etc. unter einem Boot zusammen zu arbeiten bzw. zu koorperieren. Sie wollen alles selbst in der Hand nehmen bei den wenigen Leuten???
Leider habe ich selbst darin erfahren haben müssen und bedauere diese Entwicklung sehr.

Zum Demo am 7. Feb. finde ich wirklich auch Schade um dieser Zeit, an einem Werkttag und kleiner Marsch bis zum Klubheim, hilft uns kaum viel. Man hätte eine Demoveranstaltung vor dem HR-Rundfunkhaus machen müssen, das zeigt wirklich die Wirkung umsomehr, wenn man konzequenz handeln will!!!

Von: Davi D

Datum: 26.01.2012 14:20

@Wuffi
Bis jetzt merke ich schon bei Sendung nicht alle voll 100% Untertiteln, immer rudert bergab.

Sie müssen auch jährlich für Demo der Untertitel für ganzen Land mitmachen, als einmal vom Köln den Demo gut Erfolgreich, dann dauert ewig noch.

Von: keitzermatthias460

Datum: 26.01.2012 16:18

hallo leute,

beruhigt euch mal, für uns gl-sh-et ändert sich gar nix, sofern ein RF-Merkzeichen auf dem schwerbehindertenausweis vorhanden. oder für alle, die hartz$V bzw. grundsicherung im alter bekommen

nachzulesen auf folgendem link:
http://wirtschaftsthemen.net/unternehmen/medien/gez-neue-rundfunkgebuhr-ab-2013-was-andert-sich/006876.html

zitat:
Auf Antrag kann befreit werden, wer unter anderem Sozialhilfe, Arbeitslosengeld II (Hartz-IV), Grundsicherung im Alter, Bafög, Ausbildungsgeld oder Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz erhält. Menschen mit Seh- oder Hörschwäche können sich ebenfalls bei entsprechendem Grad ihrer Behinderung befreien lassen.

Von: keitzermatthias460

Datum: 26.01.2012 17:14

so hab noch mal den text des 15. staatsvertrags aufgerufen

für hartz4 empfänger etc. ändert sich wirklich nix, für normal verdienende deafies wird der beitrag auf ein drittel reduziert, also 5,99 euro monatlich

nachzulesen in: § 4 Abs. 2 Nr. 2 15. Rundfunkstaatsvertrag
link http://www.rlp.de/ministerpraesident/staatskanzlei/medien/

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