2 m2 Haut

Am Mittwoch, den 08. Februar 2012, Beginn um 19.00 Uhr, findet ein Gesundheitsseminar der Selbsthilfegemeinschaft Haut e.V. Leichlingen statt.

Thema: ,,Neurodermitis, Therapie und Pflege bei Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen“

Veranstaltungsort: Klinik Roderbirken, Schulungsraum U 81, Roderbirken 1, 42799 Leichlingen

Referent: Dr. med. Jörg Fränken, Facharzt für Hauterkrankungen, Venerologie und Allergologie, Schwelm

Dieses Gesundheitsseminar wird von einem Gebärdensprachendolmetscher simultan für Gehörlose übersetzt! Gehörlose möchten sich bitte unter E-Mail: shg-haut@t-online.de bis zum 03. Februar 2012 anmelden. Herzlich eingeladen sind Erkrankte, Angehörige und Interessierte. Es handelt sich um eine öffentliche Veranstaltung, die Teilnahme ist kostenlos. Nähere Informationen erhalten Sie unter 02175/167231 von Christine Schüller, Selbsthilfegemeinschaft Haut e.V. Leichlingen.

Die Diagnose Neurodermitis bei Kindern und Jugendlichen setzt die Betroffenen und Ihre Angehörigen einer hohen psychischen Belastung aus. Ebenfalls sind auch Erwachsene mit dieser Diagnose konfrontiert, ca. 8% erkranken erst im Erwachsenenalter an Neurodermitis. Bei ca. 63%, die seit dem Kinderalter an Neurodermitis leiden, tritt die Erkrankung im Erwachsenenalter erneut auf.

Der quälende Juckreiz raubt den Schlaf, die aufgekratzten Arme wollen am Tag vor anderen Menschen versteckt werden, deren Blicke häufig sagen: „Was hat der denn?“ Der Stress steigt, die Betroffenen trauen sich aus Scham nicht mehr unter Menschen, ein Teufelskreis. Die Standardtherapie, die für jeden Betroffenen Heilung verspricht, gibt es nicht, vieles ist ein Suchen und Verwerfen.

Im Vortrag geht Herr Dr. Fränken im Besonderen auf die Pflege der Haut, weitere Maßnahmen, die zu beachten sind, sowie die Therapien der Neurodermitis ein. In den letzten Jahrzehnten hat die Diagnose Neurodermitis an Häufigkeit zugenommen, heute geht man davon aus, dass 10 bis 20% aller Kinder in Deutschland an Neurodermitis leiden, weiterhin leiden 15 bis 20% an Heuschnupfen und 5 bis 10% an Asthma. Alle sind Erkrankungen aus dem Neurodermitis-Formenkreis. Eindeutig ist, dass eine genetische Veranlagung zu diesen Erkrankungen vorliegt. Neben der genetischen Veranlagung sind es Umweltfaktoren, die die Allergieentwicklung verstärken.

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