Intern wurde die Gehörlosen-Hotline des Zentralen Service von
T-Com in Bremen bereits ausgezeichnet. Jetzt erhielt das innovative
Projekt auch extern Anerkennung - mit dem Preis
"Arbeit&Zukunft-Trommel", einer Auszeichnung der Stadt Bremen
und der evangelischen Kirche.
"Trommeln" für Integration: Mitarbeiter des Zentralen Service
Bremen.08.12.2004/ "Eine Trommel macht Lärm, kräftig geschlagen,
ist sie unüberhörbar", begründet der Verein "Arbeit & Zukunft"
als Initiator den ungewöhnlichen Namen der Auszeichnung. Denn
"unüberhörbar" soll durch den Preis auch das Anliegen der
Initiative sein: Mehr Chancen auf dem Arbeitsmarkt für Menschen,
die als nicht oder schwer vermittelbar gelten.
Die "Deaf-Hotline" von T-Com fiel bei der heutigen
Preisverleihung im Bremer Rathaus dabei allerdings etwas aus dem
Rahmen. Denn das Projekt wurde nicht nur wie die beiden anderen
Preisträger wegen "vorbildlicher Anstellungspolitik
schwerbehinderter Menschen" prämiert, da dies im gesamten
Unternehmen schon seit langem praktiziert wird. Sondern vielmehr,
weil der Zentrale Service "mit Gehörlosen ein innovatives und
qualitativ anspruchsvolles neues Projekt entwickelt hat", so die
Jury.
Die Funktionsweise der "Deaf-Hotline" ist relativ einfach.
Betroffene Kunden können per E-Mail oder Fax einen Beratungswunsch
signalisieren. Je nach Wunsch rufen die gehörlosen
Hotline-Mitarbeiter dann beispielsweise via Bildtelefon zurück, um
den Kunden per Gebärdensprache zu beraten. Alternativ kann die
Beratung auch per E-Mail oder Fax erfolgen.
Das System läuft bereits seit November vergangenen Jahres im
bundesweiten Pilotbetrieb und trifft auf große Resonanz: Täglich
gehen im Schnitt derzeit etwa zehn Beratungswünsche ein.
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