Good Vibrations – Die Geräuscherkennung der Zukunft

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Alltagshilfe statt technologischer Schnickschnack

Mit Good Vibrations entsteht eine Produktfamilie bestehend aus einer Applikation für mobile Endgeräte sowie einer Hardware, die es Hörgeschädigten Menschen ermöglicht, über Geräusche durch Vibrationen informiert zu werden.

Die Wahrnehmung verschiedenster Geräusche im bekannten sowie unbekannten Umfeld kann für Personen mit Hörschädigung erfahrungsgemäß oftmals problematisch sein: „Wie erfahre ich, dass die Lichtsignal-Türklingel eben geleuchtet hat, wenn ich gerade einen Moment aus dem Fenster geschaut habe?“ „Wie kann ich mein Kleinkind nachts schreien hören, ohne mit Hörgerät schlafen zu müssen?“

Für diese und viele weitere alltägliche Situationen wäre eine Lösung unabhängig von Hörhilfen sinnvoll. Da heutzutage zunehmend die Nutzung von Smartphones im Alltag relevant wird, ist der nahe liegende Gedanke, eine Applikation als Alltagshilfe für mobile Endgeräte zu entwickeln.

Good Vibrations soll eine solche Alltagshilfe für Personen, die an Gehörlosigkeit, hochgradiger Schwerhörigkeit oder anderweitiger Hörschädigung leiden, darstellen. Good Vibrations soll ermöglichen, dass hörgeschädigte Personen über Geräusche in ihrem näheren Umfeld durch Vibrationen auf ihrem Smartphone oder durch Wearables (Smartwatch oder Fitnessarmband) informiert werden. Die Good Vibrations Applikation, welche sich derzeit noch im Entwicklungsstadium befindet, nimmt dabei das Ertönen standardisierter Geräusche (z. B. Martinshorn) oder individueller, selbst definierter Geräusche (z. B. die eigene Türklingel) wahr und leitet diese Informationen über ein persönlich eingestelltes Vibrationsmuster an das gewünschte mobile Endgerät weiter. Durch die Applikation ist damit insbesondere kein kostspieliger Umbau der Wohnung, bspw. mit dem Einbau einer Lichtsignal-Klingel, des Büros oder des Hotelzimmers mehr nötig. Im Außenbereich unterstützt die Applikation künftig unter anderem bei der Orientierung im alltäglichen Straßenverkehr.

Die Good Vibrations Applikation soll bei Veröffentlichung ein modulares Komplettsystem darstellen und individuelle Mobilgeräte wie Smartphones und Wearables kombinieren. Ferner sollen zusätzliche Geräte wie die GoodVib-Station (die Hardware der Good Vibrations Produktfamilie) zur Verfügung stehen. Die GoodVib-Station soll im weiteren Entwicklungsstadium die zentrale Aufgabe der Geräuschwahrnehmung und des Anlernprozesses neuer Geräusche übernehmen, während die Good Vibrations Applikation auf dem Smartphone künftig dann als Konfigurationselement und zur Vibrationsbenachrichtigung dient.

Hauptmenü
Good Vibrations Hauptmenü

Good Vibrations Stationsübersicht
Good Vibrations Stationsübersicht

Good Vibrations Tonaufzeichnung
Good Vibrations Tonaufzeichnung

Good Vibrations Geräuschübersicht
Good Vibrations Geräuschübersicht

Wie kam es zur Good Vibrations Idee?

Das Grundkonzept zu Good Vibrations wurde während des Neue Nähe Hackathons 2016 entwickelt und mit dem 1. Platz des Wettbewerbs durch die Aktion Mensch und Microsoft Deutschland prämiert. Das Produkt wird derzeit durch den Verein zur Förderung von Digitalisierungskonzepten e. V. sowie dem Schwerhörigen-Verein Berlin e. V. unterstützt und steht als Studienprojekt in Kooperation mit der Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin.

Für das Projektteam hat die Einbindung von hörgeschädigten Personen in die Entwicklung der Applikation einen hohen Stellenwert, da nur so sichergestellt werden kann, dass mit Good Vibrations ein Produkt entwickelt wird, welches eine tatsächliche Hilfe im Alltag hörgeschädigter Menschen darstellen kann. Darum wird der aktuelle Entwicklungsstand der Applikation regelmäßig Interessenten aus dieser Zielgruppe vorgestellt und zur Diskussion eingeladen.

Good Vibrations wird voraussichtlich Frühjahr 2019 für iOS- sowie Android-Geräte kostenfrei zum Download zur Verfügung stehen. Zur Nutzung der Applikation können dann Smartphones und Wearables je nach Belieben verwendet werden.

Da die Planung besteht, Good Vibrations als Medizinprodukt auf den Markt zu bringen, sollen später entstehende Hardwarekosten die durch den Erwerb der GoodVib-Station entstehen, durch die Krankenkassen getragen werden.

Interessenten können die Entwicklung von Good Vibrations über die aktuelle Internetseite: www.goodvibrations-app.de verfolgen. Dort besteht auch die Möglichkeit, das Projekt über eine aktuelle Kickstarter-Kampagne (www.goodvibrations-app.de/kickstarter) zu unterstützen.

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