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Roy Lichtenstein, Finger Pointing, 1973 © Estate of Roy Lichtenstein / VG Bild-Kunst, Bonn 2018

Mit großem Dank und ebensolchem Jubel feiert die LUDWIGGALERIE ihren 20. Geburtstag. Die Gesten zu solchen Emotionen finden sich – natürlich – auch in Kunstwerken wieder. Und so ist dies das Grundthema, unter dem Meisterwerke aus der Sammlung Peter und Irene Ludwig in der LUDWIGGALERIE zusammengebracht werden. Mit internationalen Leihgaben bestückt, wird der nonverbalen Kommunikation, der stummen Dichtung, wie Leonardo da Vinci die Kunst benennt, nachgespürt.

Dabei treten, ganz im Sinne des Sammlerehepaares, Werke aus unterschiedlichen Zeiten und Weltregionen in einen Dialog. Von der Antike bis heute, von präkolumbianischer Kunst bis zum europäischen Mittelalter und noch sehr viel weiter reicht die Spanne. Die Frage, was die Dinge im Inneren vereint oder auch trennt, ist für die Ludwigs immer eine zentrale gewesen. Die Begegnung der Werke unter einer gemeinsamen Fragestellung führt dieses Interesse weiter. Mit Gesten kann man sich in der Fremde gut verständigen oder genau das Gegenteil erreichen: Vorsicht, wer in Indien den Kopf schüttelt!

Wolfgang Mattheuers Jahrhundertschritt ist sicherlich ein Schlüsselwerk für die Geste als Bedeutungsträger im politischen und gesellschaftlichen Kontext. Der stürmische Liebhaber dagegen verkörpert ganz die Wucht der emotionalen Auswirkungen, die das andere Geschlecht auslösen kann. Fingerzeig und Segensgestus, Victory-Zeichen und Stinkefinger, Daumen hoch oder Arbeiterfaust zeugen von vielgebrauchten Handstellungen. Die gestische Malerei findet sich formvollendet in den Schwüngen eines Karl Otto Götz. Aber auch das nachdenkliche „den Kopf-in-die-Hand-stützen“ kennt die ganze Welt. So vereint diese Ausstellung erstaunliche Gesten, bei denen auch die Merkel-Raute – ausgeführt vom Hl. Johannes – nicht fehlt.

Bei der Ausstellungseröffnung am Samstag, den 22. September 2018, um 19 Uhr wird ein Gebärdensprachdolmetscher anwesend sein und die Reden übersetzen. Im Sinne der Ausstellung soll hiermit verdeutlicht werden, dass Sprachprozesse gleichermaßen phonetischer, wie auch visueller Natur sind.

www.ludwiggalerie.de

Teilnehmende Künstler_innen:

Ι Ellen Auerbach Ι Belkis Ayón Manso Ι Heike Kati Barath Ι Georg Baselitz Ι Thomas Baumgärtel Ι Caspar Benedikt Beckenkamp Ι Matthias Beckmann Ι Anne Berning Ι Robert Bosshard Ι Claudio Bravo Ι Pieter Brueghel Ι Gudrun Brüne Ι Franz Anton Bustelli Ι Carlo Cignani Ι Cornelis van Dalem Ι Walter Dohmen Ι Albrecht Dürer Ι Erró Ι Semëon Natanovič Fajbisovič Ι Gérard Gasiorowski Ι Sighard Gille Ι Peter Gilles Ι Karl Otto Götz Ι Bob Gruen Ι Johannes Grützke Ι Eckart Hahn Ι Keith Haring Ι Xenia Hausner Ι Bernhard Heisig Ι Gottfried Helnwein Ι David Hockney Ι Ottmar Hörl Ι Lambert Hopfer Ι Thomas Huber Ι Daniel Josefsohn Ι Claudia Kaak Ι Kirsten Klöckner Ι Germaine Krull Ι Monika Lioba Lang Ι Roy Lichtenstein Ι Richard Lindner Ι André Lützen Ι Wolfgang Mattheuer Ι Dóra Maurer Ι Meister des Sinziger Kalvarienberges Ι Johann Peter Melchior Ι Pedro de Mena Ι Heiner Meyer Ι Herman van der Mijn Ι Edvard Munch Ι Reiner Nachtwey Ι Ernst Wilhelm Nay Ι C. O. Paeffgen Ι Otto Pankok Ι A. R. Penck Ι Pablo Picasso Ι Raimondo Puccinelli Ι Marcanton Raimondi Ι Werner Reuber Ι Gerhard Richter Ι Johanna Roderburg Ι Michail Nikolaevič Romadin Ι James Rosenquist Ι Andreas Rosenthal Ι Svetlin Rusev Ι Laurentius Russinger Ι Gunter Sachs Ι Jürgen Schäfer Ι Egon Schiele Ι Karl Schmidt-Rottluff Ι Bernard Schultze Ι Emil Schumacher Ι Anton Sohn Ι Klaus Staeck Ι Volker Stelzmann Ι Franz von Stuck Ι David Teniers Ι Myriam Thyes Ι Hann Trier Ι Simon Troger Ι Werner Tübke Ι Dietmar Ullrich Ι Andy Warhol Ι Jacob Willemsz. de Wet Ι Su Xinping Ι Hanefi Yeter Ι Dmitry Zhilinsky Ι

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