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Der Landesverband der Gehörlosen Baden-Württemberg kam dieses Jahr zu seinem Verbandstag in Rastatt zusammen. Sie blickten dabei auf ein vollgepacktes Jahr zurück.

Landesvorsitzender Wolfgang Reiner begrüßte die Delegierten der Mitgliedsvereine aus ganz Baden-Württemberg im Bildungshaus St. Bernhard in Rastatt, indem der diesjährige Verbandstag des Landesverbands der Gehörlosen Baden-Württemberg stattfand.

Das erste Grußwort sprach Bürgermeister Raphael Knoth, er überbrachte die besten Grüße des Oberbürgermeisters. Er hieß die Delegierten in der Residenzstadt willkommen und verwies auf die gute Zusammenarbeit mit dem örtlichen Gehörlosenverein.

Die Behindertenbeauftragte des Landkreises Rastatt, Petra Mumbach, grüßte die Delegierten ebenfalls. Sie erinnerte daran, dass die UN-Behindertenrechtskonvention nun 10 Jahr in Kraft sei und eine entscheidende Wende für die Behinderten bedeutet. Hin zu einem Mehr an Teilhabe. Noch gebe es aber viel zu tun. „Es sind nicht die Menschen, die behindert sind. Sondern es ist die Umwelt, die sie behindert“, schloss sie ihr Grußwort.

Unter den Gästen waren auch die Bundestagsabgeordnete Gabriele Katzmarek und der Landtagsabgeordnete Jonas Weber (beide SPD), denen es ein besonderes Anliegen war die Arbeit der Gehörlosen vor Ort mit ihrem Kommen wertzuschätzen.

Nach zwei Mitgliederversammlungen im letzten Jahr, handelte dieser Verbandstag Formalia ab. Es war auch der erste Verbandstag nachdem im September 2018 die Satzung grundlegend geändert worden war – seither heißen die Mitgliederversammlungen auch Verbandstag. Und auch daneben blieb der Vorstand nicht untätig, wie Landesvorsitzender Wolfgang Reiner in seinem Rechenschaftsbericht umriss.

„Wir stehen im 10. Jahr der UN-Behindertenrechtskonvention. Zur vollen Inklusion und Teilhabe ist es noch ein langer Weg. Den gehen wir und werden wir mit Leben füllen“, so Wolfgang Reiner und verwies auf einige Tätigkeiten des Vorstands im vergangen Jahr.

Von Minister Lucha erhält der Landesverband nun Projektmittel, damit gehörlose Eltern die Kosten für Gebärdensprachdolmetscher*innen auch bei Elternabenden an Kindertagesstätten erstattet bekommen können. Bisher ist dies nur bei Elternabenden an Schulen möglich.

Zudem hat der Landesverband eine Beratungsstelle der Ergänzenden Unabhängigen Teilhabeberatung eingerichtet. Nach langem Warten kamen die Fördermittel aus Berlin und die Beratungen von Gehörlosen für Gehörlose konnte starten.

Das kulturelle Highlight war das Wochenende der Gebärdensprache in Reutlingen und Tübingen, das viele Besucher anzog.

Nachdem der Jahresabschluss 2018 und der Haushaltsplan für 2019 von Schatzmeister Thomas Kolbenschlag vorgestellt und einstimmig für gut befunden wurden, blickte Wolfgang Reiner auch auf die Themen für das nächste Arbeitsjahr:

„Am Studiengang Gebärdensprachdolmetschen bleiben wir dran. Ebenso am Rechtsanspruch für Gebärdensprachdolmetscher im schulischen Bereich. Neu werden wir uns dem Thema Gehörlosengeld widmen. Dazu stehen das Wochenende der Gebärdensprache wieder an, dieses Jahr in Heilbronn, und unser Seminarwochenende, das Multiplikatorenseminar in Blaubeuren.“

Zum Schluss war noch an der Versammlung den Tagungsort des nächsten Verbandstags festzulegen. In einer Abstimmung setzte sich Friedrichshafen gegen Karlsruhe und Stuttgart durch.

 

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