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Wir waren zwar nicht 2 Millionen (Stammpublikum der Lindenstraße), die am 13.4. in Köln demonstrierten, sondern lediglich 50, aber auf die Zahl der Demonstrationsteilnehmer*innen kam es uns gar nicht an.
Wir waren in Köln stellvertretend für alle Fans auf die Straße gegangen, natürlich auch für die, die nicht kommen konnten oder wollten. Denn unser aller Herzen schlagen für unsere Lindenstraße!
Wir Demonstrierenden sorgten jedenfalls für gute Stimmung in der Kölner Innenstadt und dafür, dass die Lindenstraße im Gespräch bleibt.
Mit selbstgemachten Transparenten, Schildern und Kostümen, mit Trillerpfeifen, Luftballons und Seifenblasen zog unser kleiner bunter Zug ab 16 Uhr vom Neumarkt zum Dom. 4 entspannte Polizisten auf Motorrädern und 3 freiwillige Ordner begleiteten uns und regelten den Verkehr.
Als wir durch einen Tunnel marschierten, lachten uns viele Bus- und Autoinsassen und Taxifahrer freundlich an, alle guckten interessiert, nur einer genervt, viele hielten die Daumen hoch.
Lauthals gröhlend auf der Domplatte angekommen waren wir als Entertainer*innen sehr willkommen. Wir hatten super Redebeiträge, die aber, da nur per Megaphon vorgetragen, hinten schlecht zu verstehen waren. Aber wir haben die Redner*innen gebeten, uns ihre Beiträge schriftlich zur Verfügung zu stellen.
Während der Reden erklommen plötzlich ein paar Jugendliche die Treppe zum Dom, entrissen der Initiatorin Kerstin das Megaphon und feuerten die Leute mit dem Ruf „Lindenstraße, Lindenstraße!“ an. Einige der „Lindenstraße, Lindenstraße!“-Sprechchöre zogen anschließend noch weiter in die Altstadt.
Unsere Flyer mit den Hintergrundinformationen waren sehr begehrt. Man kam gut in Kontakt mit alten und jungen Leuten, die bestimmt demnächst nach Jahren wieder mal oder zum ersten Mal überhaupt Lindenstraße gucken werden.
Das Wichtigste, was wir als Fans für uns erreicht haben, war für mich, dass wir nach dem ersten Schock über das geplante Ende der Serie nun den Weg aus der Resignation herausgefunden haben und mit aller Liebe und Kraft für unsere Lindenstraße weiterkämpfen werden.


  

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