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MitarbeiterIn im Betreuungsverein

Tätigkeit:

Mitarbeit im Betreuungsverein: Querschnittsarbeit und Betreuungsführungen

Stellenbeschreibung:

Wir suchen zum nächstmöglichen Zeitpunkt für unsere Arbeit mit gehörlosen Menschen eine/einen – möglichst – gebärdensprachkundige/n

  • Sozialpädagogin/Sozialpädagogen,
  • Sozialarbeiterin/Sozialarbeitern,
  • Heilpädagogin/Heilpädagogen,

oder

  • einer vergleichbaren Qualifikation aus den psychosozialen, medizinischen und/oder juristischen Bereich

zur Mitarbeit im Betreuungsverein.

Die Mitarbeit ist perspektivisch auf Vollzeitbasis möglich. Derzeit können maximal 75% einer Vollzeitstelle besetzt werden.

Aufgaben im Betreuungsverein

Querschnittsarbeit

Die Aufgaben der Betreuungsvereine leiten sich aus §1908f BGB ab. Dazu gehören zunächst die sogenannte  Querschnittsarbeit, in Dortmund speziell die Mitarbeit in der BISS, der beratungs-, Informations- und Service-Stelle für ehrenamtliche Betreuerinnen und Betreuer:

  • Gewinnung, Einführung und Fortbildung ehrenamtlicher Mitarbeiter (innen),
  • Beratung/Begleitung ehrenamtlicher Mitarbeiter(innen),
  • Information zu Vorsorgevollmacht/Betreuungsverfügung,
  • Beratung bei der Erstellung einer Vorsorgevollmacht,
  • Beratung der Bevollmächtigten.

Zur Wahrnehmung dieser Aufgaben gehören eine zielgerichtete Öffentlichkeitsarbeit und die Organisation von regionalen Netzwerken mit Gerichten, Behörden und Einrichtungen der Gesundheits-, Alten- und Behindertenhilfe.

Betreuungsführung

Vereinsbetreuer führen persönlich rechtsgeschäftliche  Betreuungen. Der Betreuer wird vom Amtsgericht bestellt. Er unterliegt der Aufsicht des Betreuungsgerichts und muss regelmäßig Bericht erstatten und ggf. Vermögensverzeichnisse erstellen sowie die Einnahmen und Ausgaben des betreuten durch Kontoauszüge und Belege nachweisen und dem gericht zur Prüfung vorlegen (Rechnungslegung).

Das Bürgerliche Gesetzbuch sieht keine gesetzlich definierten Wirkungskreise vor, sondern überlässt es dem Gericht, die erforderlichen Aufgabengebiete zu finden, die genau den Bedürfnissen des Betroffenen entsprechen.

Anforderungsprofil

Im Betreuungsverein werden Mitarbeiter sowohl für die Querschnittsarbeit, als auch zur Führung rechtsgeschäftlicher Betreuungen eingesetzt. Die Führung einer Rechtlichen Betreuung erfordert die respektvolle Wahrnehmung eines jeden Menschen als individueller Persönlichkeit. Der Betreuer muss in der Lage sein, sich in viele Arbeitsbereiche innerhalb kürzester Zeit einarbeiten zu können, da die individuelle Situation eines jeden Betreuten jederzeit neue Aufgabenstellungen mit sich bringen kann.

Ein Vereinsbetreuer sollte daher mitbringen:

Juristische und verwaltungsrechtliche Kenntnisse:

  • Rechtliche Kenntnisse im Zivilrecht (Schuldrecht, Sachrecht, Familienrecht, Krankenversicherung, Pflegerecht, Erbrecht, Sozialrecht, Arbeitsrecht, Mietrecht, Spezialkenntnisse im BtG),
  • Sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache, der verbalen und schriftlichen Kommunikation mit Ämtern, Behörden, Gerichten, Banken, …

Kenntnisse und Fertigkeiten sind erforderlich in folgenden möglichen Aufgabenkreisen

  • dem Umgang mit Verwaltungsabläufen und Dokumentationen, sowohl hinsichtlich der Abrechnung mit dem Amtsgericht, wie auch bei der Aktenführung,
  • dem Bereich der Vermögensangelegenheiten, wie Sicherung des Lebensunterhaltes, Schuldenregulierung oder Vermögensverwaltung,
  • der Gesundheitsfürsorge,
  • der Aufenthaltsbestimmung,
  • den Wohnungsangelegenheiten,
  • den Post- und Fernmeldeangelegenheiten,
  • der Vertretung gegenüber Behörden, Versicherungen, und Sozialleistungsträgern,
  • besonders geschützten Rechtsgeschäften, die der Betreuer zusätzlich vom Amtsgericht genehmigen lassen muss (z.B. Wohnungskündigung, Kreditaufnahme, Erbauseinandersetzungen, Auflösung von Bankkonten, Unterbringung in einer beschützenden Einrichtung oder Freiheitseinschränkungen, etc.)

Weitere psychosoziale Kompetenzen, Fähigkeiten werden erwartet:

  • Kommunikation und planvolle Beziehungsgestaltung mit Betreuten in sehr verschiedenen Lebenswelten“,
  • medizinische, psychiatrische und psychologische Grundkenntnisse in der Gesprächsführung zu Krankheiten und deren Therapieformen,
  • ortsbezogene Kenntnisse von ambulanten, sowie teilstationären und stationären Einrichtungen im psychosozialen und Gesundheitsbereich,
  • Kooperation mit diesen Institutionen,
  • Beratung von Menschen in verschiedenen Lebenssituationen,
  • Empathie, persönliche Integrität, Reflexionsfähigkeit des eigenen beruflichen Handelns,
  • gezielter Einsatz von Arbeitsmethoden und zur planmäßigen und systematischen Führung von Betreuungen,
  • Motivationsfähigkeit,
  • Zuverlässigkeit und Verbindlichkeit,
  • Belastbarkeit, Durchsetzungsfähigkeit und Entscheidungsfreudigkeit,
  • hohe Selbstorganisationskompetenz,
  • hohe Frustrationstoleranz und Flexibilität,
  • Teamfähigkeit und die Bereitschaft zur kontinuierlichen Fort- und Weiterbildung.

Der sogenannte Querschnittsmitarbeiter muss darüber hinaus in besonderer Weise verfügen

  • über Kenntnisse in den Bereichen Öffentlichkeitsarbeit und  Erwachsenenbildung,
  • Organisationsfähigkeit,
  • Fähigkeit zur Gruppenleitung und -moderation,
  • Fähigkeit zur Prozessentwicklung und -steuerung,
  • Methodenkompetenz,
  • besondere kommunikative Kompetenz,
  • Innovationsfreude, Kreativität und Eigeninitiative,
  • Fähigkeit zu selbständigem Arbeiten,
  • Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten,
  • sehr gute Kenntnisse der deutschen Sprache.

Zusätzliche Aufgaben des Betreuungsvereins im ZfG:

Jährlicher Tätigkeitsbericht für das Landesbetreuungsamt im LWL, sowie jährlicher Förderantrag, Verwendungsnachweis und Jahresbericht Stadt Dortmund

Kenntnisse der Deutschen Gebärdensprache oder die Bereitschaft diese zu erlernen sind Voraussetzung der Arbeit.

Die Hauptarbeitszeiten werden sich normalerweise innerhalb der üblichen Arbeitszeiten befinden. Jedoch ist die Bereitschaft zu flexiblen Arbeitszeiten (je nach Bedarf der betroffenen Betreuten) Voraussetzung der Tätigkeit.

Der Führerschein der Klasse B ist notwendig.

Die Vergütung richtet sich derzeit noch nach BAT IVb  abhängig von den persönlichen Voraussetzungen. Wir bieten ein vielseitiges und interessantes Arbeitsfeld mit regelmäßiger Supervision, Kollegialer Fallberatung, Teamsitzungen, Fort- und Weiterbildungsmöglichkeiten sowie guten, unterstützenden KollegInnen.

Wenn Sie Interesse haben, bitten wir Sie, Ihre kompletten Bewerbungsunterlagen bis zum 22.09.2019 an die Geschäftsführung des

Zentrum für Gehörlosenkultur e.V.
Huckarder Str. 2-8
44147 Dortmund

www.zfg-dortmund.de

zu richten oder als email zu senden an:

geschaeftsfuehrung at zfg-dortmund.de

Für Nachfragen steht Ihnen Herr Hardt oder Frau Dräger  (0231/913002-13) zur Verfügung.

Wir bitten um Verständnis, dass wir postalische Bewerbungen nicht zurücksenden können. Nicht berücksichtigte Bewerbungen werden nach Abschluss des Bewerbungsverfahrens vernichtet.

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