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Essen. Wolfgang Herrndorfs „Tschick“ gehört zu den erfolgreichsten deutschsprachigen Jugend­büchern: 2010 veröffentlicht wurde der Text noch im selben Jahr mit dem deutschen Jugendliteratur­preis ausgezeichnet; 2011 und 2012 kamen der Clemens-Brentano-Preis sowie der Hans-Fallada-Preis hinzu. Schnell wurde die Geschichte auch fürs Theater entdeckt: Laut Werkstatistik des Deutschen Bühnenvereins war „Tschick“ in den Spielzeiten 2014/2015 und 2015/2016 mit 52 und 46 Neuproduktionen das meistinszenierte Stück in Deutschland. Und 2016 feierte das ungewöhnliche Road-Movie mit der Verfilmung von Fatih Akin schließlich auch im Kino einen Riesenerfolg.
Am Schauspiel Essen ist „Tschick“ seit 2013 ein Dauerbrenner. Die Vorstellung am Mittwoch, dem 11. März ab 19 Uhr in der Casa ist die nunmehr 81. Aufführung der Inszenierung von Jana Milena Polasek und sie wird für gehörlose Zuschauerinnen und Zuschauer in Gebärdensprache übersetzt.

Im Zentrum der Geschichte stehen zwei Jugendliche, die unterschiedlicher kaum sein könnten: Da ist zum einen Maik, der aus bürgerlichen Verhältnissen stammt, aber aufgrund der kriselnden Ehe seiner Eltern wohl eher als wohlstandsverwahrlost bezeichnet werden muss. Von seinen Klassen­kameraden wird er kaum wahrgenommen – abgesehen davon, dass sie ihm irgendwann den unrühmlichen Spitznamen „Psycho” verpasst haben. Doch als eines Tages Tschick, der lässige Assi aus Russland, der kaputte Klamotten trägt und im Unterricht schon mal betrunken vom Stuhl fällt, neu in die Klasse kommt, verändert sich auch für Maik so einiges. Da beide Jungs von Schulschön­heit Tatjana nicht zu deren Geburtstag eingeladen werden, beschließen sie, die Sommerferien nicht untätig zu verdaddeln, sondern gemeinsam Tschicks Verwandte zu besuchen: In einem geklauten Lada, ohne Handys und ohne Landkarte brechen sie Richtung Walachei auf …

Im Bühnenbild von Stefanie Grau spielen Alexey Ekimov, Tobias Roth und Silvia Weiskopf.
Die Einführung ab 18:30 Uhr in der Box wird ebenfalls in Gebärdensprache übersetzt.

Eintritt: € 17,00 (Eine Ermäßigung wird bei Vorlage des entsprechenden Ausweises gewährt.)
Einzelkartenvorverkauf: FAX 02 01 81 22-201 | T 02 01 81 22-200 | tickets@theater-essen.de
(Wer Plätze in der Nähe des Gebärdensprachdolmetschers erwerben möchte, gibt bei der Reservierung bitte das Stichwort „Gebärdensprache“ an.)

Link zur Stückseite bei www.schauspiel-essen.de

Die gebärdensprachgedolmetschten Vorstellungen werden vom Schauspiel Essen in Kooperation mit dem Diakoniewerk Essen ermöglicht und von der Brost-Stiftung gefördert.

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