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Der Dokumentarfilm Sandmädchen über die im Autismusspektrum lebende Schriftstellerin Veronika Raila und ihre einizigartige Wahrnehmungswelt wurde kürzliche von der Redaktion von MDR-Kultur zu einem der 10 besten deutschen Filme der 2010er Jahre gekürt.

Wir freuen uns, den Film 11.3.2020, 20:00, nochmal in Berlin im Lichtblick-Kino, Kastanienallee 77, 10435 Berlin-Prenzlauer Berg zu zeigen.Eintritt 7 EUR/übliche Erm.

Mit Audiodeskription und Untertiteln für Gehörlose über die App Greta & Starks.

Vorführung im Rahmen von One World Berlin Human Rights Film Festival in Kooperation mit Humanistische Union und Docfilm42.

Anschliessend findet ein Gespräch statt mit Laura Löppert (Förderzentrum Autismus e.V.), moderiert von Axel Bussmer (Journalist, Humanistische Union).

D 2017 Regie: Mark Michel
85 min Deutsche OV

Was heißt es, im eigenen Körper gefangen zu sein und nicht gesehen zu werden? Sandmädchen entführt uns in die einzigartige Erfahrungs- und Lebenswelt von Veronika Raila, einer jungen Autistin, hypersensibel und von Geburt an schwer behindert. Raila hat schmerzhaft erlebt, was es heißt, als Person nicht wahrgenommen zu werden. Als Kind wurde ihr ein IQ von 0 attestiert. Allein ihre Eltern glaubten, dass es anders ist. Heute veröffentlicht sie Prosa und Lyrik und studiert Literatur und Theologie. Mit dem vorliegenden Film nimmt sie gemeinsam mit dem Regisseur Mark Michel ihr eigenes Leben in den Blick. Der Film kombiniert ihre Texte und Gedanken mit behutsam ins Bild gesetzten Alltags- beobachtungen, poetischen Naturaufnahmen und den flüchtigen, aber eindrücklichen Sandanimationen der Künstlerin Anne Loeper zu einem Essay über Freiheit und Wahrnehmung.

Veronika ist nicht nur Protagonistin, sondern kreative Partnerin, die den Film mit ihren pointierten Texten trägt und zur Illustration ihres Innenlebens immer wieder detaillierte Bild-vorschläge macht. In einem tiefgründigen, teilweise aber auch ausgesprochen humorvollen Dialog mit Mark Michel wird Veronika schließlich selbst zur Reiseleiterin in ihre ganz eigene Welt aus Sand, Musik und Worten. Im Mittelpunkt des Dokumentarfilms stehen weniger Veronikas Einschränkungen als ihr Wissensdurst und ihr klarer, bestimmter Blick auf Kunst und Gesellschaft. Ein Film ü ber die Vielfältigkeit von Wahrnehmung und der Notwendigkeit der gesellschaftlichen Teilhabe.

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