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Schulfest in Homberg

Zirkuszelt

Am 11.09.2010 lädt die Hermann-Schafft-Schule wieder zum Schulfest ein. Es werden auch wieder die Berufsbildungseinrichtungen für Hör- und Sehgeschädigte aus Leipzig, München, Nürnberg, Winnenden, Soest, Marburg anwesend sein, sowie der Integrationsfachdienst aus Kassel und das BBW Nordhessen aus Bad Arolsen mit seinen Berufsbildungsmöglichkeiten für Lern- und Körperbehinderte.

Der Zirkus Buntmaus stellt ein kleines Zirkuszelt auf, in dem gemeinsam mit den Akteuren von Buntmaus die Grundstufe die Ergebnisse ihrer Projektwoche "Zirkus" präsentieren wird.

Schulfest 2010 an der HERMANN-SCHAFFT-SCHULE HOMBERG (Efze)

Bildung durch Gebärdensprache

Vom 26. bis zum 28. August 2010 findet in Saarbrücken der 1. Internationale Fachkongress "Bildung durch Gebärdensprache" statt. Zu diesem Kongress heißt Sie der Präsident des DGB, Rudolf Sailer, herzlich willkommen.

Als Hauptredner konnte der Deutsche Gehörlosen-Bund e.V. international anerkannte Fachleute aus Politik und Kultur gewinnen. Dazu gehören: der ungarische Europaabgeordnete Dr. Ádám Kósa, die österreichische Parlamentsabgeordnete Mag. A. Helene Jarmer, Professor Dr. Christian Rathmann von der Universität Hamburg, die belgische Parlamentsabgeordnete Helga Stevens, EUD -Direktor Mark Wheatley und Reinhard Grobbauer, Verbandsleiter der Gehörlosenvereine im Salzburger Land. Sie alle garantieren eine sehr interessante Veranstaltung.

Ergänzend findet das Forum "Lebenslange Bildung durch Gebärdensprache" statt. Lebenslange Bildung und Weiterbildung sind für gehörlose Menschen der Schlüssel zur Teilhabe an der Gesellschaft, am Arbeitsleben und für ihre persönliche Entwicklung.

In den Vorträgen deutschsprachiger und internationaler Fachreferenten von Gehörlosen-Organisationen, Universitäten und Bildungsinstituten geht es um Bestandsaufnahme, Konzepte und Impulse für Innovationen vor dem Hintergrund der UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderung und der EU-Charta der Grundrechte. Außerdem gibt es Informations- und Beratungsstände im Foyer.

Anmeldung unter kongress2010@gehoerlosen-bund.de

Hier kommen Sie direkt zur Ticketbestellung.

 Video mit Rudi Sailer, Themen, Referenten und Programmablauf nun online.

Übernachtungsmöglichkeiten: „All-Inclusive“-Pakete

Gute Besserung! - Offener Brief zum Thema CI-Zwang

Bundeselternverband

"Mit Respekt auf die Autonomie des Kindes und sein Recht, später selbst zu entscheiden, ob es in der Welt der Hörenden oder der Deaf Community oder in beiden leben möchte, empfehlen wir – wie inzwischen auch der Bundeselternverband gehörloser Kinder e. V.  –, gehörlose Kinder sowohl mit einem CI zu versorgen, als auch Gebärdensprache erlernen zu lassen."

Über diese vermeintliche Empfehlung des Bundeselternverbands, "zitiert" im Artikel "Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein Cochleaimplantat?" von Müller und Zaracko, hatten wir uns schon in unserem ersten Hinweis (s.u.) gewundert. Natürlich hat der Verband diese Empfehlung NIE ausgesprochen. In einem Offenen Brief wird das jetzt klargestellt. Natürlich besteht der Elternverband auf der Entscheidungsfreiheit der Eltern und wehrt sich vehement gegen den von Müller/Zaracko propagierten Zwang zum CI: "Das Letzte, was wir als Eltern benötigen, ist ehrlich gesagt ein Artikel wie der Ihrige, der Angst macht, unter Druck setzt und evtl. eine Entscheidung treffen lässt, die eigentlich so nicht gewollt ist." Es wird die UN-Konvention zitiert: "... die Achtung vor der Unterschiedlichkeit von Menschen mit Behinderungen und die Akzeptanz dieser Menschen als Teil der menschlichen Vielfalt und der Menschheit. Von dieser Achtung und Akzeptanz haben wir in Ihrem Artikel nichts gespürt. In diesem Sinne wünschen wir Ihnen gute Besserung." - Diesen guten Wünschen können wir uns nur anschließen.

Auch GIBZEIT hat eine Stellungnahme veröffentlicht und kommt zu dem Schluss:

Unserer Meinung nach dürfen weder gehörlose noch hörende Eltern in diesen sensiblen Fragen zu etwas gezwungen werden. Sie brauchen einfühlsame Beratung, konkrete Hilfsangebote und Ermutigung. Ganz gleich ob sie sich für die Implantation ihres Kindes entscheiden, oder ob sie keine Implantation für ihr Kind wünschen, sie sollten in jedem Fall die Unterstützung bekommen, die sie benötigen, und vor allem Respekt. Ein Ruf nach Zwang zur Implantation wie von Müller und Zaracko erhoben wird von uns entschieden zurück gewiesen.

(siehe auch die Stellungnahmen von Prof. Dr. Jens Heßmann und Dr. Michael Zichy)

Auch der DGB hat eine Stellungnahme veröffentlicht (s.u.).

Sören Gericke, Student des Diplomstudiengangs Erziehungswissenschaft am Institut für Pädagogik der Christian-Albrechts-Universität zu Kiel, hat eine Erziehungswissenschaftliche Stellungnahme geschrieben. (s.u.)

Schon bemerkenswert, welche Flut von Stellungnahmen der Aufsatz von Müller und Zaracko ausgelöst hat - und bis jetzt keine einzige positive!

Arno Vogel schreibt in seinem Kommentar (s.u.):

"Als Therapeutischer Leiter des Cochlear Implant Centrums Schleswig-Kiel konstatiere ich, dass die im Artikel von Müller / Zaracko geäußerten Gedanken die erfolgreiche Entwicklung bis in die Anfänge zurück wirft, wenn ihnen nicht vehement und eindeutig
widersprochen wird! Die Ausführungen zerstören Vertrauen, spalten und erreichen, was wir gerade weitgehend abbauen konnten: die Abwendung Gehörloser vom Cochlea Implantat!
"

Sogar die DCIG distanziert sich von Müller und Zarackos Aufsatz in einem Offenen Brief.

Bachelorarbeit über CODA-Kinder

Kati Beck

Kati Beck studiert zur Zeit Psychologie an der FU Berlin und schreibt ihre Bachelorarbeit über CODA-Kinder und ihre besondere Rolle "auf der Brücke" zwischen der hörenden Welt und der Gehörlosenwelt. Dazu braucht sie natürlich die Unterstützung durch CODA-Kinder und ihre Eltern. Sie möchte sich mit ihnen treffen, unterhalten (sie lernt seit einem Jahr DGS) und Fragebögen ausfüllen lassen. Familien mit gehörlosen Eltern und hörenden Kindern (die Kinder sollten 8-12 Jahre alt sein), die in Berlin oder Potsdam wohnen und Kati unterstützen wollen, sollten sich bei ihr melden: CODAstudie@yahoo.de

Ich bin ICH - Identität und emotionale Entwicklung

GECO-Logo

Der Verein GECO (Gehörlose Eltern - CODA e.V.) wurde 2007 als Selbsthilfegruppe gegründet und im November 2009 als Verein eingetragen. Er bietet am Sonntag, den 13. Juni, einen Eltern-Vortrag an. Referentin ist Tanja Jokisch, hörende Diplom-Psychologin. Sie ist CODA und ihre Muttersprache ist deshalb DGS! Sie referiert in DGS - ohne Dolmis! Ihr Thema: "Ich bin ICH - Identität und emotionale Entwicklung".

Die Platzanzahl ist begrenzt, daher bitte anmelden. Kinderbetreuung ist vorhanden, allerdings nur für CODA-Kinder (hörende Kinder) ab 3 Jahren.

 

Sommerfest bei Regens Wagner Zell

Sommerfest

Am 13. Juni 2010 findet bei Regens Wagner Zell, einer Einrichtung für mehrfach behinderte hörgeschädigte Kinder, Jugendliche und Erwachsene, ein Sommerfest statt. Hierzu sind alle herzlich eingeladen, auch Nichtbehinderte.
Beginn: 10:00 Uhr mit einem Gottesdienst im Festzelt, anschließend Festzeltbetrieb mit der Kapelle "Jambalaya" und einem reichhaltigen Speisenangebot.
Weitere Angebote:
- Einweihung des Outdoor-Bewegungsparks,
- Aktionsbühne mit Pantomime, Tanz und Theater
- Traktorausstellung und Traktorfahrten
- Aerotrim, Bullriding, Quad fahren, Kamel reiten, Kutschfahrten, Tombola u.v.a.m.
- Besichtigung der Werkstatt für mehrfach behinderte Menschen mit Einkaufsmöglichkeit
 

Methodenoffene Frühförderung

Isabel Faul

Frühförderung findet an den meisten Schulen für Hörgeschädigte noch im alten Stil, d.h. einseitig auf Lautsprache ausgerichtet, statt. Das muss und darf nicht sein. Das Motto "Jedem Kind eine Chance im Oralismus" klingt einleuchtend, ist aber grundverkehrt. Zweisprachigkeit gewährleistet eine "normale" intellektuelle und psychosoziale Entwicklung. Ein methodenoffener bilingualer Ansatz wird aber bisher nur an wenigen Schulen praktiziert, in Hessen z.B. und neuerdings in Sachsen-Anhalt.  Isabel Faul, Gebärdensprachdolmetscherin und Erzieherin: "Ich biete daher in Magdeburg und Sachsen-Anhalt Frühförderung für hörgeschädigte Kinder oder hörende Kinder hörgeschädigter Eltern an."

Interessierte Eltern sollten sich an Isabel Faul wenden.

Autonomie sticht

Kirchentag 2010

Matthias Derrer von den Evangelischen Gehörlosengemeinden in Bayern:

"Der ökumenische Kirchentag in München bot auch die Möglichkeit zum Dialog in der Frage des Cochlea Implantats (CI). Kirchenrat Pfarrer Klenk und die Moderatorin Christine Linnartz (taub) hatten im Namen des Kirchentags geladen.

Die Gäste waren hochkarätig und vor allem willens einen notwendigen Dialog in Gang zu setzen. Pfarrerin Fries, Dr. Zichy, Prof. Dr. Rathmann und Prof. Dr. Hoppe diskutierten 90 Minuten intensiv und „klopften“ an den Türen der drängenden Fragen an.

Die knapp 250 Besucher der Diskussion erlebten einen erfrischenden Auftakt und von allen Teilnehmenden den klaren Willen zum Dialog. Die evangelisch-lutherische Gehörlosenseelsorge in Bayern möchte die Rolle der Gastgeberin und Plattform zum Dialog auch in Zukunft anbieten und lud alle Diskussions-Partner zu einem weiterführenden Dialog ein."

Kirchentag hilft Dialog zu führen

Einer der Teilnehmer der Diskussion, Dr. Michael Zichy, hat seinen Standpunkt in einem Blogbeitrag dargestellt:

Hörschädigung und Ethik: Sollen gehörgeschädigte / gehörlose / taube Kinder mit einem Cochlearimplantat ausgestattet werden?

Er kommt zu dem Schluss: Autonomie sticht. Gemeint ist, dass Eltern selbst frei entscheiden sollen, ob nun für oder gegen ein CI.
 

Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein Cochleaimplantat?

Zeitschrift Nervenheilkunde

Diese Frage versuchen S. Müller und A. Zaracko in einem Aufsatz zu beantworten, der in der Zeitschrift Nervenheilkunde veröffentlicht wurde. Schnellleser sehen sich meist zuerst das Fazit, das Ende des Artikels an, und das stimmt scheinbar versöhnlich:

Mit Respekt auf die Autonomie des Kindes und sein Recht, später selbst zu entscheiden, ob es in der Welt der Hörenden oder der Deaf Community oder in beiden leben möchte, empfehlen wir – wie inzwischen auch der Bundeselternverband gehörloser Kinder e. V. –, gehörlose Kinder sowohl mit einem CI zu versorgen, als auch Gebärdensprache erlernen zu lassen. Statt des Entweder-oder sollte im Interesse der betroffenen Kinder ein Sowohl-alsauch ermöglicht werden.

CI PLUS Gebärdensprache, das klingt doch wirklich sehr versöhnlich. Aber hat der Bundeselternverband wirklich die Versorgung mit einem CI empfohlen?

Und wer ein wenig genauer hinschaut, findet auch dies:

Verweigern nun die Eltern die Versorgung ihres Kindes mit einem CI, kann beispielsweise der das Kind behandelnde Arzt das zuständige Familiengericht anrufen, das dann zu prüfen hat, ob ein Sorgerechtsentzug für die Frage der Versorgung mit einem CI vorzunehmen ist. Ein vollständiger Entzug des Sorgerechts stünde dabei nicht zur Debatte, sondern nur der Entzug des Sorgerechts für diese bestimmte Gesundheitsfrage. Bislang gibt es aber noch keine Präzedenzfälle.

Ein schwacher Trost: NOCH hat es keinen solchen Fall gegeben. Aber es könnte ihn durchaus geben. Ärzte und Richter wissen schließlich genau, dass Hören besser ist als Taubsein. Haarsträubend! Schlimm genug, dass "Fachleute" Eltern traktieren, ihr gehörloses Kind implantieren zu lassen. Demnächst könnten sie womöglich dafür sorgen, dass Eltern das Sorgerecht (nur für diese Entscheidung natürlich!) genommen wird und Kinder zwangsimplantiert werden. Kommen da nicht unselige Erinnerungen hoch? - Aber die Kinder haben ja ein "Recht auf ein CI!"

Diesen Artikel muss man gelesen haben:
Neuroethik & Neurophilosophie: Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein Cochleaimplantat?
[Free download] anklicken!

P.S.: Dazu passt ein Fall, der zur Zeit in den USA vor Gericht verhandelt wird. Eine Frau hat ihren geschiedenen Mann verklagt, weil er die gemeinsame Tochter nicht zwingt, ihre CIs zu tragen, sondern in ASL mit ihr kommuniziert:
Man Faces Contempt of Court for Not Forcing Daughter to Wear Ear Implants

Schule 2010 – Gelungene Bildung, jetzt!

Schule 2010 - Gelungene Bildung, jetzt!

Die nächste Tagung des Bundeselternverbands Gehörloser Kinder e.V. findet vom 13.-16. Mai in Duderstadt unter dem Motto "Schule 2010 – Gelungene Bildung, jetzt!" statt. Wenn die Eltern mit der Bildung ihrer Kinder rundum zufrieden wären, würden sie sicherlich nicht auf dieses Thema kommen, und das "jetzt!" lässt darauf schließen, dass ihre Geduld überstrapaziert ist. Ausgehend von der Frage, wie die Bildungssituation hörgeschädigter Kinder im Jahre 2010 tatsächlich aussieht, sollen Perspektiven für Verbesserungen aufgezeigt werden. Referenten sind Prof. Dr. Anja Wildemann („Gehörlosenpädagogik zwischen Bildungsansprüchen und Bildungsrealitäten“) und der gehörlose Lehrer Christian Borgwardt („Gemeinsames Lernen am Beispiel von klassen- und jahrgangsübergreifendem Unterricht in der Schule für Hörgeschädigte Hamburg, Abteilung II“). Sehr viel Zeit wird aber dem "Open Space" eingeräumt, d.h. der Zeit, in der Betroffene und Eltern Erfahrungen, Ideen und Wünsche austauschen können.

Anmeldeschluss ist der 29. März 2010. Frühzeitige Anmeldung wird empfohlen!

Der neue Anmeldeschluss ist jetzt Montag, der 12. April 2010.

 

Family Sign Language

Family Sign Language

Die NDCS, die National Deaf Children's Society, ist ein britischer Verband, der sich für Barrierefreiheit für gehörlose Kinder und Jugendliche einsetzt. Ein großartiges Beispiel für diese Aktivitäten ist die Website Family Sign Language (Familien-Gebärdensprache). Sie geht davon aus, dass die meisten gehörlosen Kinder hörende Eltern haben - die eben keine Gebärden können. Und sie ermutigt diese Eltern, Gebärden zu lernen. Mit Filmaufnahmen aus gehörlosen Familien, bei denen die Kommunikation in BSL (British Sign Language) läuft. Oder auch mit hörenden Eltern, die Gebärden gelernt haben. Das alles technisch perfekt und ästhetisch ansprechend gestaltet und von Fachleuten pädagogisch und sprachlich professionell konzipiert - ein nachahmenswertes gutes Beispiel!

Family Sign Language

Eltern helfen Eltern

Magazin

Die neueste Ausgabe des Magazins des Bundeselternverbands gehörloser Kinder ist erschienen, als Printausgabe und als Online-Ausgabe (s.u.). Zentrales Thema ist natürlich die diesjährige Tagung im Mai zum Thema "Schule 2010 – Gelungene Bildung, jetzt!" - mit kompletter Einladung.

Eine Selbstverständlichkeit bei den Tagungen des Elternverbands ist die hohe Anzahl gehörloser Teilnehmer. Für sie gibt es ein Einladungsvideo.

Dolmetscherkosten in Waldorfschule

Waldorfschule

Mittlerweile ist es eine Selbstverständlichkeit, dass auf Elternabenden für gehörlose Eltern gedolmetscht werden muss - an staatlichen Schulen. Aber wie ist es in Privatschulen, z.B. Waldorfschulen?

Susanne Königs hörende Tochter besucht die 1. Klasse einer Waldorfschule in Niedersachsen. Sie hat in Erfahrung gebracht:

"Vom Kultusministerium Niedersachsen habe ich erfahren, dass Privatschulen vom Land Niedersachsen einen pauschalen Zuschuss zu den Betriebskosten bekommen. Davon müssten sie auch Gebärdensprachdolmetscher bezahlen. Die Schulbehörde dürfte wohl, selbst wenn sie wollte, diese Kosten nicht übernehmen, da die gesetzliche Grundlage das nicht zulässt. Die finanzielle Situation der Schule ist jedoch nicht so, dass sie regelmäßig Dolmetschkosten übernehmen könnte."

Nun sucht sie andere Eltern, die sich in einer ähnlichen Situation befinden. Wenn auch Ihr Kind eine Privatschule besucht - wie wird der Dolmetschereinsatz geregelt, d.h. wie wird er bezahlt? Zum Erfahrungsaustausch wenden Sie sich an Susanne König.

Bilingualer Spielkreis

Neele nach einer Brombeerenorgie ;-)

Ab Januar 2010 findet einmal im Monat in Baunatal-Großenritte ein bilingualer Spielkreis für alle Eltern mit hörgeschädigten Kindern und hörgeschädigte Eltern mit hörenden Kindern im Alter von 1-3 Jahren statt.

Im Spielkreis wird zusammen gespielt und gebastelt, mit Alltagsmaterialien experimentiert, die Kreativität und Fantasie der Kinder angeregt. Es werden Bewegungs- und Kreisspiele durchgeführt, alle Sinne gefördert und Bilderbücher in DGS und Deutsch vorgelesen.

Die Bedürfnisse der Kinder stehen im Mittelpunkt, aber natürlich bietet der Spielkreis auch für die
Erwachsenen Raum für neue Kontakte und den gegenseitigen Austausch in beiden Sprachen.

Der erste Termin ist am Dienstag, den 26. Januar von 15:00 bis 17:00 Uhr.

Wegen des großen Zuspruchs sind noch weitere Termine dazu gekommen (siehe NEUE Einladung!).

Erziehungsberatung in Gebärdensprache

Erziehungsberatung

Schwierigkeiten in der Erziehung? Jede Familie kann sich Beratung und Unterstützung holen.
Zum Beispiel
- fühlen sich Eltern manchmal überfordert,
- oder das Kind zeigt Auffälligkeiten,
- die Kommunikation zwischen Eltern und Kind funktioniert nicht
- oder die Eltern sind getrennt und streiten sich um das Sorgerecht.

Gründe gibt es viele.

In Hamburg und Bremen und Umland gibt es eine Erziehungsberatungsstelle, zu der gehörlose und schwerhörige Familien kommen können. Bei Erziehungshilfe e.V. arbeiten mehrere gebärdensprachkundige Familientherapeutinnen. Eine Psychologin ist selbst gehörlos.

Auf der Website gibt es mehr Informationen: http://www.erziehungshilfeverein.de/xml/gehoerlose.xml

Achtung: Ab Januar gibt es in Hamburg neue Räume. Die Beratungsstellen sind in Hamburg: Bethesdastr. 40 (U-Bahn Burgstr.) und in Bremen: Doventorcontrescarpe 172 d.

Erntedankfest und Krabbelgruppe

Erntedankfest

Im Clubheim (Kultur- und Bildungszentrum der Gehörlosen) in Köln–Longerich veranstaltet der Familientreff am 25. Oktober ein Erntedankfest. Passend zu Halloween wird es eine Kürbissuppe geben.

Die Krabbelgruppe hat endlich einen eigenen Raum gefunden.Das erste  Treffen findet am 17.11. von 14 bis 17 Uhr im Diözesanzentrum St. Georg für hörgeschädigte Menschen Köln statt. Anmeldungen bei deafkrabbelgruppe@googlemail.de.

Eltern helfen Eltern - Ausgabe September 2009 erschienen

Elternmagazin

Die neue Ausgabe des Elternmagazin Eltern helfen Eltern des Bundeselternverbands gehörloser Kinder e.V. ist erschienen. Mitglieder des Elternverbands erhalten die Printausgabe. Sie können das Magazin aber auch als PDF-Datei herunterladen, von der Homepage des Verbands oder auch hier. Hauptthema ist natürlich die Tagung in Heidelberg zum Thema "Inklusion - ein neues Ziel?".

Außerdem stellt der Verband sich, seine Ziele und seine Aktivitäten auf einem neuen Info-Flyer dar.

Veranstaltung für Eltern hörgeschädigter Kinder

Elternveranstaltung

Ergeht es Ihnen nach dem Diagnoseschock wie vielen anderen Eltern? "Unser Kind ist hörgeschädigt!?" Viele Fragen, notwendige Entscheidungen, große Unsicherheiten stürzen auf Sie ein. Der Deutsche Schwerhörigenbund e.V. und die Bundesjugend im DSB e.V. möchten Ihnen, den Eltern hörgeschädigter Kinder, helfen, im Rahmen von vier Informationsveranstaltungen (in Hamburg, Stuttgart, Essen und Bensheim) Antworten auf Ihre Fragen zu finden.

Die Elternveranstaltung in Stuttgart findet am 3.10.2009 statt.

Wir sind Eltern und gehörlos

GECO

Gehörlose Eltern sind oft erleichtert, wenn ihre Kinder auch gehörlos sind. Mit Gehörlosigkeit kennen sie sich schon aus, die Kinder wachsen in die gleiche Gemeinschaft hinein und haben die gleiche Mentalität und Sprache. Hörende Kinder sind schon schwieriger. Viele Eltern sind verunsichert, welche Sprache sie denn nun mit ihren hörenden Kindern benutzen sollen. Durchaus nicht selbstverständlich, dass alle CODAs mit DGS aufwachsen. Und was ist mit der hörenden Verwandtschaft? Fühlen sich die hörenden Kinder womöglich mehr zu der hingezogen?

Auf diese Fragen geht Astrid Müller in ihrem Vortrag "Wir sind Eltern und gehörlos" ein, am 13. September in Köln-Longerich.

Erziehungs- und Familienberatung für gehörlose Eltern, Kinder, Jugendliche und Erwachsene

Neben der seit vielen Jahren bereits bestehenden Sozialberatung für Gehörlose und Schwerhörige bietet der Caritasverband Düsseldorf nun auch eine Familien- und Erziehungsberatung für Gehörlose an.

Termine können bei Dörte Reuter und Gordana Smuk vereinbart werden.

Caritasverband Düsseldorf e.V., Erziehungs- und Familienberatung, Klosterstraße 86, 40211 Düsseldorf, Telefon 0211-16022112, Fax: 0211-16022140 (Fax bitte mit Vermerk "Erziehungsberatung")
Email: erziehungsberatung@caritas-duesseldorf.de

Eltern- und Kinderkurse des Coda-Programms

Coda-Programm

Die neuen Eltern- und Kinderkurse des Coda-Programms beginnen am 28.6.2009 um 15 Uhr in der Lebenshilfe BAB, Gneisenaustr. 52 in Berlin. Es gibt noch freie Plätze!

Der erste Termin des Elternkurses behandelt die Themen:
- Welche Erziehungsziele haben wir als gehörlose Eltern?
- Welche Erziehungsstile gibt es?
- Wie verläuft die sprachliche und soziale Entwicklung meines hörenden Kindes?

In dem Kinderkurs geht es in Spielen und Übungen um das Thema „CODA – was ist das?“ Wir lernen uns kennen und entdecken Gemeinsamkeiten!

Gehörlose Eltern und Codas im Alter von 8-12 Jahren sind herzlich zu den Kursen eingeladen!

Informationen in Gebärdensprache gibt es auch auf der Internetseite www.coda-programm.de. Interessierte Eltern können sich per E-Mail (info@coda-programm.de) anmelden.

Glück pur – auch ohne Worte?

gehörlose Eltern

Glück pur für die gehörlosen Eltern: ein HÖRENDES Kind. Das haben 95% der gehörlosen Eltern - also nichts Besonderes. Wichtiger noch: Warum das große Glück, nur weil das Kind hörend ist? Wäre das Glück getrübt, wenn das Kind gehörlos wäre? Im Gegenteil! Viele Gehörlose wünschen sich gehörlose Kinder, weil es dann weniger Probleme gibt, und weil sie dann uneingeschränkt zur Gehörlosengemeinschaft gehören, wie die Eltern! Standardantwort auf die Frage, ob sie sich ein hörendes oder gehörloses Kind wünschen: "Egal, Hauptsache gesund!" Und ein gehörloses Kind IST gesund, es kann halt nur nicht hören.

Alles das ist für Hörende, die mit Gehörlosen keinerlei Erfahrungen haben, unvorstellbar. So auch für die Journalisten von DerWesten (Portal der WAZ Mediengruppe). Auch sie stellen fest, dass das Kind "kerngesund" sei, meinen damit aber, dass es hörend ist. Weil es doch "vorbelastet" ist! Die Gehörlosigkeit als Last! Deshalb muss das Kind auch vorsichtshalber in wenigen Wochen wieder zur Kontrolle.

Besonders aufschlussreich ist das Video zu dem Artikel, betitelt: Video-Porträt - Gehörlose Eltern. Ein Elternporträt, bei dem die Eltern überhaupt nicht zu Wort kommen. Die Mutter darf gerade mal "Mama/Papa" artikulieren, und der Vater verabschiedet sich. Zu Wort kommt nur die hörende Tante - und die hätte besser geschwiegen! Ein Paradebeispiel für Bevormundung. Die erwachsenen Gehörlosen werden wie Kinder behandelt. Unfassbar! Aber für die Journalisten "Glück pur - auch ohne Worte".

Video-Porträt - Gehörlose Eltern

Kommentar von Christiane Link: “Papa kann sie noch nicht” - Christiane hat sich die Mühe gemacht, den Text des - natürlich nicht untertitelten - Videos aufzuschreiben!

Jules Meinung: Wieder mal eine Zeitungskritik - diesmal geht sie an "DerWesten".

 

Dolmis in der Gehörlosenschule?

Jahrestagung 2009

"Inklusion - ein neues Ziel?" Wohl eher eine rhetorische Frage, die der Bundeselternverband zum Thema seiner diesjährigen Tagung gewählt hatte. Neu bestenfalls das Schlagwort, ansonsten ein uralter Hut. Und ob es für hörgeschädigte Kinder wirklich ein Ziel sein kann? Darüber wurde auf der Tagung heftig diskutiert. Einzelne gehörlose Kinder am Regelschulunterricht teilnehmen lassen? Das geht nur dann, wenn Dolmetscher eingesetzt werden. Und selbst dann sind die Kinder sozial isoliert. Bestenfalls käme es für Kinder gehörloser Eltern in Frage. Diese Kinder haben dann wenigstens außerhalb der Schule Kontakt zur Gehörlosengemeinschaft. Also doch weiterhin Gehörlosenschulen? Ja, ABER! Nur ein geringer Prozentsatz der Gehörlosenpädagogen beherrscht DGS oder LBG. Seit Jahrzehnten stoßen die Forderungen nach Gebärdensprachkompetenz bei der Mehrheit der Fachpädagogen auf taube Ohren. Um Kommunikation und Wissensvermittlung sicherzustellen, wird von den Eltern jetzt eine absurd erscheinende Forderung erhoben: der Einsatz von Dolmetschern im Unterricht der Gehörlosenschulen! - Absurd ist allerdings nicht diese Forderung, sondern die Tatsache, dass Fachpädagogen nicht mit ihren Schülern kommunizieren können.

Karin Kestner hat einen ersten Bericht von der Tagung geschrieben:
Jahrestagung 2009 des Bundeselternverbandes gehörloser Kinder e.V.

Der Bericht des Elternverbands ist jetzt online:
Inklusion – ein neues Ziel? Ja, aber… Der Bericht von der Energie-Tankstelle

(Übrigens: Die Website des Elternverbands ist komplett runderneuert: www.gehoerlosekinder.de

Presseartikel: Verband fordert mehr Dolmetscher für Gehörlose

Die Welt mit neuen Augen

Kerstin Roger mit Sohn Nick

02.06.2009 13:45 Uhr (Dauer 30 min)
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Die Welt mit neuen Augen

 

Wenn Eltern behinderte Kinder haben
Reportage

Nick, Thomas und Antonia haben das Leben ihrer Eltern auf den Kopf gestellt. Weit mehr als andere Kinder. Nick und Thomas haben das Down-Syndrom, Antonia ist spastisch gelähmt. Für die Eltern waren das kurz nach der Geburt Hiobsbotschaften. Heute sind Kerstin Rodger, Anita Kinle und Martina Dierks grenzenlos stolz auf ihre Kinder. Doch nicht nur auf sie, auch auf ihren ganz eigenen Weg als Mütter behinderter Kinder. Mit der Geburt ihres Sohnes Thomas war die Karriere für Managerin Anita Kinle nicht mehr wichtig. Sie gab ihren Job auf und trainiert heute junge Leute mit Down-Syndrom für eine Marathonstaffel, kämpft für ihre Anerkennung in der Gesellschaft. Schlagersängerin Kerstin Rodger macht sich in ihren Songs inzwischen für Behinderte stark, begleitet ihren Gesang mit Gebärdensprache. Schriftstellerin Martina Dierks liest in Schulklassen aus ihren Büchern, in denen Außenseiter, oft auch Menschen mit Handicap, die Hauptrolle spielen. Die Frauen engagieren sich für Schwächere, weil sie selbst erlebt haben, was Ausgrenzung bedeutet. Tagtäglich kämpfen sie für das Recht ihrer Kinder auf Glück und Selbstständigkeit. Dabei hat sich ihre Sicht auf das Leben grundlegend verändert. Durch ihre Kinder haben Kerstin Rodger, Anita Kinle und Martina Dierks ganz neue, positive Lebensinhalte gefunden, die weit über die Behinderung ihrer Kinder hinausreichen.

Familien- und Erziehungsberatung in Köln

Tanja Jokisch

Konflikte oder Streit gibt es in allen Familien. Manchmal gibt es aber auch größere Schwierigkeiten oder Probleme, bei denen man nicht mehr weiter weiß und Hilfe benötigt.

Tanja Jokisch hat die Beratung für hörgeschädigte Eltern, Jugendliche und Kinder in der katholischen Beratungsstelle in Köln (Nähe Severinstrasse) übernommen. Die Beratung ist kostenfrei und unterliegt selbstverständlich der Schweigepflicht. In Einzelgesprächen, Eltern-, bzw. Familiengesprächen können Schwierigkeiten und Probleme innerhalb der Familie besprochen und bearbeitet werden. Dies gilt für auch für alleinerziehende Eltern, die für sich und ihre Kinder Beratung und Hilfe suchen oder die sich bei Trennung und Scheidung  gemeinsam gut um ihre Kinder kümmern möchten. Die Beratung richtet sich ebenfalls an hörgeschädigte Kinder und Jugendliche, die Schwierigkeiten im Umgang mit ihren Eltern, Geschwistern, Freunden, Lehrern und Erziehern haben.

Tanja Jokisch ist Diplom-Psychologin und beherrscht die Deutsche Gebärdensprache seit Ihrer Kindheit. Sie möchte Familien mit hörgeschädigten Familienmitgliedern unterstützen, sich miteinander besser zu verstehen. Falls Sie Hilfe oder mehr Informationen benötigen, schreiben Sie einfach an tanja.jokisch@beratung-in-koeln.de Weitere Kontaktdaten finden Sie hier
 

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