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Freie Wahl der Bildungsmethode für gehörlose Kinder

gehörlose Kinder

Lothar M. Wachter vom Bundeselternverband gehörloser Kinder:
Der Europäische Verband der Eltern hörgeschädigter Kinder – FEPEDA – hat eine „Charta der Elternrechte“ erarbeitet, die von den Eltern hörgeschädigter Kinder in Europa ebenso wie vom Bundeselternverband gehörloser Kinder vertreten wird. Wir halten es für erforderlich, daß diese Charta bei Entscheidungen bezüglich der Erziehung und Bildung gehörloser und hochgradig schwerhöriger Kinder berücksichtigt wird.
Aufbauend auf dieser „Charta der Elternrechte“ hat der Bundeselternverband gehörloser Kinder im vergangenen Monat eine Grundsatzerklärung verabschiedet. Diese hat den Titel „Freie Wahl der Bildungsmethode für gehörlose Kinder“. Dabei geht es uns in erster Linie um „bilingualen Schulunterricht“ für gehörlose und hochgradig schwerhörige Kinder. Es muß künftig möglich sein, daß in jedem Bundesland Deutschlands wenigstens eine Schule ständig und planmäßig „bilingualen Schulunterricht“ anbietet, den alle Eltern dieses Landes wählen können. Die Eltern müssen über dieses Angebot umfassend und objektiv informiert werden.

gehörlose Eltern gehörloser Kinder verantwortungslos?

gehörloses Kind

Entscheidungsfreiheit? Sich frei für die Taubheit der Kinder entscheiden? Immerhin wissen gehörlose Eltern, was Gehörlosigkeit bedeutet. Aber viele Ärzte glauben es besser zu wissen. Sie können es nicht fassen, wenn Eltern sich GEGEN ein CI entscheiden. Und dann womöglich noch ein zweites gehörloses Kind bekommen. Aus ihrer Sicht ist das verantwortungslos. Unvorstellbar, dass Gehörlose sich nicht als krank oder behindert sehen, sondern als Angehörige einer kulturellen und sprachlichen Minderheit. Dass es Alternativen gibt wie z.B. digitale Hörgeräte, das gerät bei den Ärzten mit "CI-Scheuklappen" leicht in Vergessenheit.

Lesen Sie den Erfahrungsbericht einer gehörlosen Mutter:

Das nicht-gehörte Kind

Titelseite: Das nicht-gehörte Kind

Schon mal erlebt? Der gehörlose Vater nimmt seine hörende Tochter fröhlich auf die Schulter, und die Kleine weint und schreit: "Ich will runter!" Und niemand hört's.

In ihrem Buch Das nicht-gehörte Kind beschreibt Hiltrud Funk solche Situationen und ihre Auswirkungen auf die Psyche der Kinder. Natürlich sind gehörlose Eltern nicht weniger liebevoll als hörende Eltern. Sie benutzen eine andere Sprache, und ihre Kinder haben die einmalige Chance, zweisprachig aufzuwachsen. Damit ist es aber nicht getan. Man kann die Augen nicht davor verschließen, dass CODAs, die hörenden Kinder gehörloser Eltern, mit massiven Problemen fertig werden müssen. Mit denen sollte man sie und ihre Eltern nicht allein lassen. Aber wer kann wie helfen? In Frankfurt hat sich die Frühberatungsstelle, an der Frau Dr. Funk tätig ist, dieser Aufgabe angenommen. Das ist eher ungewöhnlich, da die Frühberatung eigentlich für hörgeschädigte und nicht für hörende Kinder gedacht ist. In ihrem Buch legt Hiltrud Funk jedoch die Notwendigkeit der Unterstützung der "nicht-gehörten Kinder" und ihrer nicht-hörenden Eltern unmissverständlich dar. Ein Buch von einer Fachfrau für Fachleute, Fachliteratur halt. Sehr empfehlenswert für Fachleute, für alle anderen würde man sich natürlich leichter Verständliches wünschen. (Das gibt es aber auch schon. Zur Tagung "... Leben auf dem Trapez" - Arbeit mit hörenden Kindern und deren gehörlosen Eltern " gibt es [in Neuauflage] einen Reader, der für 5,- Euro bestellt werden kann bei der Pädoaudiologischen Frühberatungsstelle in Frankfurt am Main.)

Frau Funk kommt das Verdienst zu, erstmals die Problematik aufgezeigt und wissenschaftlich dargestellt zu haben. Eine Pioniertat, die sicherlich Impulse auslöst.

Das nicht-gehörte Kind

P.S.: In den nächsten Tagen befassen sich übrigens gleich zwei Berichte im Fernsehen mit diesem Thema: Jenseits der Worte - Kinder gehörloser Eltern und Hörende Kinder gehörloser Eltern in Planet Wissen (siehe unten, TV-Tipps).

Soziale Netzwerkarbeit mit Familien hörgeschädigter Kinder und Jugendlicher

Prof. Dr. Manfred Hintermair

Prof. Dr. Manfred Hintermair:
Soziale Netzwerkarbeit mit Familien hörgeschädigter Kinder und Jugendlicher als Grundlage für Lernen
Referat, gehalten auf der Tagung des DFGS am 04.12.04 in Königswinter

Bericht FEPEDA-Familienkonferenz

FEPEDA-Familienkonferenz in Schweden

Nicht nur Hörgeschädigte selbst, sondern auch die (hörenden) Eltern hörgeschädigter Kinder pflegen internationale Kontakte. Im letzten Sommer fand eine "Familienkonferenz" des europäischen Elternverbandes FEPEDA in Schweden statt. Ein unvergessliches Erlebnis, sowohl für die Eltern als auch für die Kinder. Auf der Website des deutschen Elternverbandes finden Sie jetzt

Berichte über die Tagung von Teilnehmern des Bundeselternverbandes.

Warnung: Versuchskaninchen gesucht!

Hörhilfen sind gut. Kein Zweifel! Hörgeräte bleiben "außen vor". Beim CI wird der Schädel aufgefräst und Kontakte werden in das Innenohr eingeführt. Eine Operation, nicht ohne Risiken, aber sie hat auch schon vielen geholfen. Was aber, wenn ein CI nicht möglich ist? Da gibt es dann das ABI (auditory brainstem implant). Da geht man direkt an das Gehirn. Für manche Patienten (z.B. NF2-Betroffene) hilfreich, aber natürlich noch risikoreicher als das CI. Und bei Kindern, bei denen der Kopf noch wächst, riskanter als bei Erwachsenen. In den USA ist es deshalb auch verboten. In Deutschland nicht.

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Gehörlose Eltern von gehörlosen Kindern- eine besondere Welt!?

junge gehörlose Frau

Bisher gab es noch kein spezielles Seminar für gehörlose Eltern hörgeschädigter Kinder. Der Bedarf nach Austausch und Informationen zum Umgang mit ihren hörgeschädigten Kindern ist bei den gehörlosen Eltern groß. Deshalb bietet der Deutsche Gehörlosen-Bund ein Seminar speziell für gehörlose Eltern hörgeschädigter Kinder an. Das Seminar wird von Katja Fischer (gehörlos) , Dipl. Sozialpädagogin, geleitet. Als Referent wirkt Simon Kollien (ebenfalls gehörlos), Dipl. Psychologe, beim Seminar mit.

Das Seminar findet vom 29. bis 31.Oktober 2004 in Seedorf bei Hamburg statt.

hochbegabte hörgeschädigte Kinder

"Kleine Einsteins" gibt es mehr, als man denkt. Oft wird ihre Begabung nicht erkannt, oder sie werden sogar als verhaltensgestört oder behindert "einsortiert". Wenn das bei hörenden Kindern schon problematisch ist - wie ist es dann erst bei hörgeschädigten, die Probleme mit der Kommunikation haben? Da kann es schon mal vorkommen, dass ein verhaltensauffälliger Gehörloser von der Schule zur Untersuchung in die Psychiatrie geschickt - und als überdurchschnittlich intelligent diagnostiziert wird.

Titus Bailer hat seine Doktorarbeit über hörgeschädigte Kinder und Jugendliche mit einer Hochbegabung geschrieben. Er ist wohl in doppelter Hinsicht betroffen: selbst hörgeschädigt und hochbegabt. Titus hat aber auch ein großes Bedürfnis von Seiten der Familien und Kollegen nach Beratung, Austausch und Diagnose erkannt. Auf vielfachen Wunsch hat er ein "Sonderpädagogisches Begabungszentrum" gegründet und steht allen Interessierten rund um das Thema Hochbegabung bei Behinderten mit Rat und Tat zur Seite:

www.begabungszentrum.de

'Zukunft für unsere gehörlosen Kinder!'

Dom Speyer

Unter diesem Motto fand die Arbeitstagung 2004 des Bundeselternverbandes gehörloser Kinder e.V. vom 20. bis 23. Mai in Speyer statt. Herzerfrischend, dass diese Zukunft nicht einseitig oder engstirnig an einer einzigen Ideologie oder Philosophie festgemacht wird, sondern dass Offenheit und Flexibilität praktiziert werden. Nicht nur für die Eltern gab es ein Programm, auch den Kids hat die Tagung Spaß gemacht. Ausführliche Berichte und Fotoalben finden Sie jetzt auf der Homepage des Verbandes:

"Zukunft für unsere gehörlosen Kinder!"

'Leben auf dem Trapez'

Logo von sehen verstehen

Die Gebärdensprachschule sehen-verstehen führt ein Workshop für gehörlose Eltern hörender Kinder durch:
Samstag, 3. Juli 2004 – 10.00 bis 17.00 Uhr, Gebärdensprachschule Heidelberg, Karolingerweg 12
 
Wir wollen gehörlose Eltern aufklären:
-         Wo bekomme ich Hilfe und Unterstützung?
-         Welche Rechte habe ich?
 
Wir informieren über die Sozialgesetzbücher und geben einen Einblick in die Welt der Hörenden, denn jede Familie hat ein Recht auf Hilfe und Beratung bei Problemen in der Erziehung!

 
Weitere Infos bei Terminen (3. Juli 2004)

Schnupperangebot für gehörlose Mütter und Väter

Mutter und Kind

Im Rahmen der nächsten Gehörlosenkur (26.05. - 16.06.2004) bietet die Klinik in Zorge (im Harz) sogenannte "Schnuppertage" für Interessierte an. Zu günstigen Preisen (2 Übernachtungen für Erwachsene 80 Euro, für Kinder 56 Euro) können gehörlose Mütter und Väter bzw. Eltern gehörloser Kinder die Einrichtung in Zorge unverbindlich kennenlernen. Im Preis enthalten sind 2 Übernachtungen, Vollpension, Kinderbetreuung sowie Teilnahmemöglichkeit an allen Gruppenangeboten für Gehörlose (z.B. Mandala malen, Tanzen, Yoga-Atmung, Gesprächskreise). Mindestens eine Gebärdendolmetscherin wird während dieser 3 Wochen anwesend sein.

http://www.gehoerlosenreha.de/

Zukunft für unsere gehörlosen Kinder!

Logo von Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V.

Der Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V. lädt zur Arbeitstagung 2004 von Eltern und Freunden gehörloser und hochgradig schwerhöriger Kinder ein. Für Eltern hörgeschädigter Kinder sind das Gespräch und der Austausch mit anderen Eltern ganz besonders wichtig und ermutigend. Die Tagung findet dieses Jahr vom 20. bis 23. Mai 2004 in Speyer statt.

Anmeldung bis 1.5.2004 !

weitere Infos

Logo von gehoerlose-kinder

Unter der Adresse www.gehoerlose-kinder.de finden Eltern umfangreiche Informationen, die die Gebärdensprachdolmetscherin und Herausgeberin von Gebärden-CDs wie Tommys Gebärdenwelt, Karin Kestner, zusammengetragen hat.

BiFam-Tagung in Aachen

Logo von BiFam

Der Verein Kulturgemeinschaft Gebärdensprache (KGGS) e.V. bietet eine Familien-Tagung an. Zielgruppe: Bilinguale und bikulturelle Familien mit DGS sowie alle Interessenten. Die Tagung findet am 26. Juni 2004 in Aachen statt. Am Vormittag werden von bekannten Persönlichkeiten Vorträge gehalten. Und am Nachmittag gibt es vier verschiedene Workshops. Für die Kinder gibt es eine Kinderbetreuung. Herzlich willkommen zur BiFam-Tagung!

Anmeldung erbeten bis zum 16.04.2004 bei KGGS e.V., c/o Isa Werth, Fax: 0241-18 24-59 1 oder hier anmelden
Weitere Infos: www.kggs.de

Europäische Familienkonferenz 2004 in Schweden

Europäische Familienkonferenz 2004 in Schweden

Klein aber fein, vor allem aber INTERNATIONAL ist die deaf community, die Gemeinschaft der Hörgeschädigten. Das gilt auch für die Eltern hörgeschädigter Kinder. Nationale Elternverbände haben sich zur FEPEDA zusammengeschlossen. Das ist nicht nur ein formeller Dachverband. Er tut auch was. In diesem Sommer veranstaltet er eine "Europäische Familienkonferenz" in Schweden. Anmeldeschluss ist der 1. April (KEIN Aprilscherz! ;-). Wer also Interesse daran hat, Eltern und hörgeschädigte Kinder aus ganz Europa zu treffen, sollte sich möglichst bald anmelden.

Europäische Familienkonferenz 2004 in Schweden

Bundesverdienstkreuz für Präsidenten des Elternverbands

Lothar M. Wachter

Lothar M. Wachter, Präsident des Bundeselternverbandes gehörloser Kinder e.V., hat am 21. Januar 2004 in Oberursel das Bundesverdienstkreuz am Bande verliehen bekommen.

Herzliche Glückwünsche auch vom Taubenschlag-Team!

Bundesverdienstkreuz für Lothar M. Wachter

'4 Jahrzehnte Elternarbeit. Hilfe zur Selbsthilfe'

Bundeselternverband gehörloser Kinder

Seit 40 Jahren gibt es den Bundeselternverband gehörloser Kinder. Grund genug, dieses Jubiläum zu feiern! Vom 1. bis 4. Mai 2003 führt der Verband seine Jubiläums-Arbeitstagung in Königs Wusterhausen bei Berlin durch.

Gebärdenspielgruppe in Zürich

Carmen Schmid hat einen gehörlosen Sohn und möchte eine Gebärdenspielgruppe gründen. Hier ihr Aufruf:

Liebe Eltern
Ich suche Kinder zwischen 3 und 6 Jahren, um eine Gebärdenspielgruppe realisieren zu können. Das Ziel ist es, gehörlosen Kindern und deren Geschwister die Gebärdensprache zu vermitteln. Es ist wichtig, dass gehörlose Kinder ihr Sozialverhalten, ihre Identität und Sprache unter Gleichgesinnten entfalten und stärken. Das Erlernen der Gebärdensprache hilft den Kindern aus ihrer Sprachlosigkeit. Sie ist auch immer wieder in Situationen wichtig, in denen keine Hörgeräte und keine CI getragen werden können.

Habe ich Ihr Interesse geweckt, dann schreibt bitte an:

carmen.schmid@tiscalinet.ch

Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V.

Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V.

Der Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V. hat seine Website aktualisiert und aufpoliert. DIE Anlaufstelle für Eltern gehörloser Kinder im Internet! Was uns Taubenschlägern natürlich besonders gefällt, ist der Standpunkt ÜBER allen Ideologien:

"Der Bundeselternverband vertritt die Interessen der Eltern gehörloser Kinder, gleich welchen Weg die Eltern verantwortlich für ihr Kind gewählt haben."

Gerade heute (16.12.02) ist die neue Ausgabe von hörgeschädigte kinder erschienen, mit einem Artikel von Bernd Rehling: Brücken bauen per Internet. Dieser Artikel will Eltern Hilfestellungen geben beim Surfen auf den deaf sites. Ein ganz wichtiger link in diesem Artikel natürlich: Bundeselternverband gehörloser Kinder e.V. :-)

Ziele von GIB ZEIT

GIB ZEIT

OK, wir sind vielleicht Spätmerker - aber besser spät als nie! ;-) Vor einem Monat schon hat die Website von GIB ZEIT ein neues Gesicht bekommen. Und was für eins! Die Ziele von GIB ZEIT kommen so erst richtig zur Geltung:

> GIB ZEIT bietet Familien mit einem gehörlosen oder schwerhörigen Kind die Möglichkeit einer Begegnung mit gehörlosen Erwachsenen an. Auf Wunsch kommt ein gehörloser Mitarbeiter (beim ersten Mal mit Gebärdensprachdolmetscher) in die Familie. Er bietet den Interessierten eine regelmäßige Unterstützung beim Erlernen der Gebärdensprache - eingebettet in den Familienalltag - an. <

Und GIB ZEIT macht Schule:

BIKULE

Für Eltern hörgeschädigter Kinder tut sich etwas:

In München soll der Verein zur Förderung des bikulturellen Lebens von gehörlosen und schwerhörigen Kindern und Jugendlichen e.V. gegründet werden. Ziel ist u.a. die Errichtung eines Schülerwohn- und Tagesheimes für hörgeschädigte Kinder und Jugendliche.

Sommerwoche für Familien mit hörbehinderten Kleinkindern

Katharina Ferner:

Das Projekt Sommerwoche für Familien mit hörbehinderten Kleinkindern

Hausarbeit
Bundesweite theoretische Ausbildung
Für das Lehramt für die SOS für gehörlose
und die SOS für schwerhörige Kinder

Eltern-Selbsthilfegruppe

Logo von Selbsthilfegruppe

In Berlin gibt es eine Selbsthilfegruppe für Eltern hörgeschädigter Kinder. Deren Homepage ist sehr sachlich und informativ. Sehenswert ist sie schon allein wegen der propagierten Philosophie:

... Wir befürworten den Weg der Bilingualen (Zweisprachigen) Erziehung der Kinder und helfen den Eltern einen Zugang zur Gebärdensprache zu finden und Kontakte zur Gehörlosengemeinschaft und Gehörlosenkultur aufzubauen.

SUPER! Vielleicht finden ja noch mehr Eltern den Weg zu dieser Gruppe. Oder sie bewirkt vielleicht Initialzündungen für andere Gruppen!

Selbsthilfegruppe für Eltern hörgeschädigter Kinder

'Das Auge ist das Ohr der Seele.'

Zeichnung: Baum

"Das Auge ist das Ohr der Seele." Ooops, war das nicht "Das Ohr ist das Tor zur Seele"? Bei der Abwandlung des Spruchs müssen die Leute von www.hoerbehinderten-hilfe.de sich wohl was gedacht haben. Offensichtlich wollen sie klar machen, dass man sich nicht nur auf das Hören und seinen Stellenwert für die Gemütsbildung konzentrieren soll.

Die DGGGH (Deutsche Gesellschaft für Grenzübergreifende Gehörlosen- und Hörbehindertenhilfe e.V.) ist schon ein außergewöhnlicher Verein. Er setzt sich im Raum Schleswig-Flensburg für gehörlose Eltern mit hörenden Kindern ein. Das bedingt natürlich Zweisprachigkeit. Da man sich aber an der dänischen Grenze befindet, spricht man auch gleich die gehörlosen dänischen Eltern mit ihren hörenden Kindern an. So wird aus der Zweisprachigkeit dann die Viersprachigkeit: DGS, Deutsch, Dänische Gebärdensprache und Dänisch. Damit dürfte dieser Verein wohl einzigartig sein in Deutschland!

http://www.hoerbehinderten-hilfe.de

GIB ZEIT!

Gib Zeit

 Das können wohl viele Kinder zu ihren Eltern sagen, unabhängig vom Hörstatus. Was hinter der Abkürzung steckt, wirkt zwar ein wenig kompliziert, aber um so einen schönen Slogan zu konstruieren, muss man sich halt anstrengen ;-) Viel wichtiger ist natürlich, was inhaltlich dahinter steckt. Und das ist die Idee, dass in Bildung und Erziehung Hörgeschädigter Hörende und Hörgeschädigte zusammenarbeiten sollten: "Gemeinsame Initiative: Begegnung"! Vor allem ist es die Erkenntnis, dass hörende Eltern hörgeschädigter Kinder die Unterstützung durch hörgeschädigte Erwachsene brauchen. Und dass hörgeschädigte Kinder erwachsene Hörgeschädigte als Rollenmodelle und Vorbilder brauchen. Dafür gibt es auf der Website der Initiative viele Anregungen, und es gibt eine Sammlung von "Einblicken" in Geschichte, Gegenwart und auch in andere Länder, die wirklich beeindruckend ist.

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