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Einleitung

Hier können Sie Diplom- und Examensarbeiten einsehen, besser noch: herunterladen. Wir haben sie im PDF-Format abgespeichert. Dadurch sind sie im Vergleich zu den Originaldokumenten speichermäßig auf einen Bruchteil geschrumpft. Wenn Sie den link mit der rechten Maustaste anklicken, können Sie die Datei herunterladen und in Ruhe offline lesen.

DGS-Korpus-Infoveranstaltung in Rostock

DGS Korpus

Wann? 15.09.2010 um 16 Uhr
Wo? im Gehörlosenortsverein Rostock, Henrik-Ibsen-Str. 20 (Stadtteil Evershagen)
Referent: Peter Thiel
Bei Fragen bitte an mvp@dgs-korpus.de wenden.

Spenden für die Gebärdensprach-Uni

Uni Bad Kreuznach

Eine Uni aus Privatinitiative zu gründen, das ist ein gewaltiger Kraftakt. Das macht nicht nur viel Arbeit, man braucht auch Geld für Vorbereitung und Organisation. Der neu gegründete Verein ruft deshalb zu einer Spendenaktion auf:

"Liebe Freunde!
Wie Ihr es schon auf unserer HP und Facebook erfahren habt, der notwendige Verein zur Gründung der ersten Europäischen Gebärdensprach-Uni ist inzwischen auch beim Amtsgericht in Bad Kreuznach eingetragen, so dass wir mit der Spendenaktion starten können.
Wir sollen zwar politisch unterstützt und öffentlich gefördert werden, aber wir müssen auch eigenes Geld mitbringen.
Wir müssen als Erstes dieses Grundstück für rund 7 Mio Euro bis Anfang 2011 kaufen.
So ein geeignetes Grundstück kommt so schnell nicht wieder, um eben alle üblichen Fakultäten wie auf einer anderen Universität in Gebärdensprache anbieten zu können, deswegen handelt es sich um eine reelle Chance unseres schon sehr alten Wunsches nach einer barrierefreien Uni.

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Podiumsdiskussion zum Thema Inklusion

IDGS

UN-Konvention über die Rechte von Menschen mit Behinderungen: Welche Chancen auf inklusive Bildung haben gehörlose, schwerhörige, taubblinde, spätertaubte Kinder und Kinder mit Cochlea Implantat in der Freien und Hansestadt Hamburg?

Zu diesem Thema findet am 18. September eine Podiumsdiskussion in der Uni Hamburg statt. Grundlage wird das Positionspapier „Inklusion in der Bildung“ vom Februar 2010 sein.

Eine induktive Höranlage, Schrift- undGebärdensprachdolmis stehen für die Veranstaltung zur Verfügung. Auf Anfrage kann eine Assistenz für taubblinde Menschen organisiert werden.

DGS-Korpus-Infoveranstaltungen

DGS Korpus

Hildesheim:
Wann: 16. Juni 2010, 18:00 Uhr (Einlass 17:30 Uhr)
Wo: Freizeitheim der Gehörlosen, Lucienvörderallee 8, Hildesheim
Referent: Jörg Apel

Stuttgart:
Wann: 19. Juni 2010, 10:30 Uhr
Wo: Gehörlosenzentrum Stuttgart, Hohenheimer Str. 5, 70184 Stuttgart
Essen und Trinken sind vorhanden, der Eintritt ist selbstverständlich frei!
Referentin: Annette Bach
Für Fragen und weitere Informationen bitte wenden an: stuttgart@dgs-korpus.de

Passau:
Wann: 22. Juni 2010, ab 15:00 Uhr
Wo: Gehörlosenclubheim Schalding l.d.D., Schalternerstraße 21, 94034 Passau
Referentin: Katharina Busch
 

'Mit Hand und Verstand'

Gl-Uni

Um das Projekt einer Gehörlosen-Universität voranzutreiben (s.u.), soll "Mit Hand und Verstand" Förderverein für Gebärdensprache, Wissenschaft und Forschung gegründet werden. Dr. Ingo Barth, einer der Initiatoren, schreibt:

"Viele Gehörlose haben sich bei uns gemeldet, weil sie in Deutschland an der ersten Gebärdensprach-Universität studieren wollen.

Ihr wollt studieren! Wir wollen eine Universität schaffen. Wir wollen den Förderverein "Mit Hand und Verstand" für Gebärdensprache, Wissenschaft und Forschung gründen! Dann können wir Fördergelder und Spenden aus Politik und Wirtschaft sammeln!

Ohne euch Gehörlose geht es nicht! Meldet euch und macht mit! Wir brauchen Gehörlose, die uns ehrenamtlich unterstützen! Wir treffen uns 2-3 mal im Jahr in Bad Kreuznach. Ihr werdet regelmäßig über alles informiert. Wir brauchen dringend Webdesigner und Fotografen, auch Filmemacher für Übersetzungen in DGS und Mitarbeiter für die Öffentlichkeitsarbeit. Wenn Gelder gesammelt sind, bekommt ihr eure Arbeit bezahlt!

Das nächste Treffen findet am 31. Mai von 15.30 bis 22.00 Uhr in Bad Kreuznach statt. Werdet ihr auch Gründungsmitglieder! Macht mit! Bei Interesse meldet euch bitte rechtzeitig bei Frau Mimi Clausen oder Herrn Dr. Ingo Barth."

E-Mail: gebaerdensprachige_universitaet@yahoo.de
Homepage: www.gehoerlosen-universitaet-deutschland.de

Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein Cochleaimplantat?

Zeitschrift Nervenheilkunde

Diese Frage versuchen S. Müller und A. Zaracko in einem Aufsatz zu beantworten, der in der Zeitschrift Nervenheilkunde veröffentlicht wurde. Schnellleser sehen sich meist zuerst das Fazit, das Ende des Artikels an, und das stimmt scheinbar versöhnlich:

Mit Respekt auf die Autonomie des Kindes und sein Recht, später selbst zu entscheiden, ob es in der Welt der Hörenden oder der Deaf Community oder in beiden leben möchte, empfehlen wir – wie inzwischen auch der Bundeselternverband gehörloser Kinder e. V. –, gehörlose Kinder sowohl mit einem CI zu versorgen, als auch Gebärdensprache erlernen zu lassen. Statt des Entweder-oder sollte im Interesse der betroffenen Kinder ein Sowohl-alsauch ermöglicht werden.

CI PLUS Gebärdensprache, das klingt doch wirklich sehr versöhnlich. Aber hat der Bundeselternverband wirklich die Versorgung mit einem CI empfohlen?

Und wer ein wenig genauer hinschaut, findet auch dies:

Verweigern nun die Eltern die Versorgung ihres Kindes mit einem CI, kann beispielsweise der das Kind behandelnde Arzt das zuständige Familiengericht anrufen, das dann zu prüfen hat, ob ein Sorgerechtsentzug für die Frage der Versorgung mit einem CI vorzunehmen ist. Ein vollständiger Entzug des Sorgerechts stünde dabei nicht zur Debatte, sondern nur der Entzug des Sorgerechts für diese bestimmte Gesundheitsfrage. Bislang gibt es aber noch keine Präzedenzfälle.

Ein schwacher Trost: NOCH hat es keinen solchen Fall gegeben. Aber es könnte ihn durchaus geben. Ärzte und Richter wissen schließlich genau, dass Hören besser ist als Taubsein. Haarsträubend! Schlimm genug, dass "Fachleute" Eltern traktieren, ihr gehörloses Kind implantieren zu lassen. Demnächst könnten sie womöglich dafür sorgen, dass Eltern das Sorgerecht (nur für diese Entscheidung natürlich!) genommen wird und Kinder zwangsimplantiert werden. Kommen da nicht unselige Erinnerungen hoch? - Aber die Kinder haben ja ein "Recht auf ein CI!"

Diesen Artikel muss man gelesen haben:
Neuroethik & Neurophilosophie: Haben gehörlose Kleinkinder ein Recht auf ein Cochleaimplantat?
[Free download] anklicken!

P.S.: Dazu passt ein Fall, der zur Zeit in den USA vor Gericht verhandelt wird. Eine Frau hat ihren geschiedenen Mann verklagt, weil er die gemeinsame Tochter nicht zwingt, ihre CIs zu tragen, sondern in ASL mit ihr kommuniziert:
Man Faces Contempt of Court for Not Forcing Daughter to Wear Ear Implants

AVWS-Fachtag im BBW Leipzig

Fachtag AVWS

Am 9. Juni 2010 findet im Berufsbildungswerk Leipzig der "1. Leipziger AVWS-Fachtag" statt. Die Diagnose AVWS bei Schülerinnen und Schülern an Förderschulen hat in den vergangenen Jahren stetig zugenommen. Das BBW Leipzig hat sich in einem Kooperationsprojekt mit dem Institut für Förderpädagogik der Universität Leipzig mit dieser Thematik gerade in Bezug auf den berufsbildenden Kontext beschäftigt und Handlungs- und Förderempfehlungen für pädagogische Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erarbeitet. Mit dem 1. Leipziger AVWS-Fachtag soll eine Reihe ins Leben gerufen werden, die Wissenschaft und Praxis vereint und einen Austausch über Herausforderungen im pädagogischen Alltag anregt. Die Hauptreferentin Frau Dr. Alexandra Ludwig (Universität Leipzig) wurde zudem vor kurzem für ihre Forschungsarbeiten zu zentral-auditiven Verarbeitungsstörungen mit dem Stiftungspreis der GEERS-Stiftung ausgezeichnet.

Weitere Informationen und Anmeldung zum Fachtag unter: www.leipziger-avws-fachtag.de

Linkshändig gebärden

Lina Feller

Lina Feller studiert in Zwickau Dolmetschen und möchte in ihrer Diplomarbeit herausfinden, wie linkshändige Gebärdende bestimmte Gebärden ausführen. Sie kam auf die Idee, weil sie selbst Linkshänderin ist und in ihrer Ausbildung manchmal auch ihre rechtshändigen Dozenten nicht weiter wussten.

Lina:

"Links oder rechts? Bist du Linkshänder und gehörlos oder CODA? Dann brauche ich Deine Hilfe! Ich bin auch Linkshänderin und studiere im 8. Semester in Zwickau Gebärdensprachdolmetschen. Manchmal weiß ich nicht, wie ich bestimmte Gebärden ausführen soll. Deshalb möchte ich jetzt im Rahmen meiner Diplomarbeit möglichst viele DGS- kompetente Linkshänder interviewen, um herauszufinden, wie Ihr gebärdet - um damit den zukünftigen linkshändigen DGS- Lernern zu helfen. Zur Auswertung würde ich eine kurze Videoaufnahme von Euch machen, die nur von mir und meinen Prüferinnen gesehen wird. Ich freue mich über jede Antwort an L.Feller@web.de".

EEG-Studie, die 2. Runde

EEG

Jana Hosemann und Annika Herrmann schreiben:

Unsere erste Runde der EEG-Studie ist vorbei und hat sehr gut geklappt. Es hatten sich schon einige Leute gemeldet, aber für die Statistik braucht man sehr viele Teilnehmer. Daher machen wir eine zweite Runde in der Woche vom 22.3.-27.3.

Zur Einladung haben die beiden ein DGS-Video erstellt.

Behinderung ohne Behinderte!? - Ringvorlesung an der Uni HH

ZeDis

Ringvorlesung "Behinderung ohne Behinderte?! Perspektiven der Disability Studies"

das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) bietet im Sommersemester 2010 wieder eine Ringvorlesung an, die allen Interessierten offen steht. Sie findet diesmal montagabends in der Edmund-Siemers-Allee 1 im Ost-Flügel (Hamburg, Nähe Bahnhof "Dammtor") statt. Die Räumlichkeiten sind für Rollstuhlfahrer/innen zugänglich. Die Ringvorlesung wird wieder durchgängig für von Hörbehinderung betroffene Teilnehmer/innen von Schriftmittler/innen gedolmetscht.

Für den Vortrag am 30.06. (Dr. Anke Langner: "Behindertes Geschlecht") wird versucht, zusätzlich Gebärdensprachdolmetscher/innen zu organisieren. Dieser Vortrag findet in Kooperation mit der Partnerinitiative AG Queer Studies statt, außerplanmäßig an einem Mittwoch von 19 bis 21 Uhr im Von-Melle-Park 5, Raum 0079, Universität Hamburg.

Teilnehmer für interessante EEG-Studie gesucht

EEG

Die Universitäten Mainz und Göttingen starten Anfang März eine EEG-Studie zu Gebärdensprachsätzen.

Annika Herrmann & Jana Hosemann suchen hierfür noch gehörlose DGS-Muttersprachler im Raum Mainz und in ganz Deutschland, die an der Studie teilnehmen möchten:

Wir zeigen euch, wie man mit Still-Sitzen Geld verdienen und gleichzeitig die Gebärdensprachforschung unterstützen kann. Mit einer speziellen Kappe auf dem Kopf sieht man sich Gebärdensprachvideos an und ihr sagt uns was ihr darüber denkt. Einfacher geht’s nicht. Es werden zwar viele Kabel an der Kappe befestigt, um die Gehirnaktivität zu messen, man spürt aber nichts von dem EEG-Gerät. Die Vergütung beträgt 15 Euro pro Stunde und wir übernehmen die Fahrtkosten.

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KOFO in Bremen: DGS-Wörterbuch und DGS-Korpus

DGS-Korpus

Am Freitag, den 19. Februar 2010 um 19.00 Uhr referiert Thomas Opitz-Plotzki (gl) im Gehörlosen Freizeitheim, Schwachhauser Heerstraße 266, Bremen, über das Thema: "DGS-Wörterbuch und DGS-Korpus".

Als Kontaktperson unterstützt Thomas Opitz-Plotzki die Durchführung des Korpus-Projektes für das Institut für Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser.

Thomas:

"Wir suchen Euch als gehörlose Informanten aus Bremen und Niedersachsen. Das Projekt kann nur erfolgreich sein, wenn die Sprachgemeinschaft sich bereit erklärt, mitzumachen und ihre Sprache der Forschung zur Verfügung stellt. Dadurch hat die Sprachgemeinschaft direkten Einfluss auf das Korpus-Projekt. Das ist eine einmalige Gelegenheit!"

Entwicklung eines korpusbasierten elektronischen Wörterbuchs Deutsche Gebärdensprache (DGS) — Deutsch

Bedeutung und Bedarf Deutscher Gebärdensprach-Filme im Internet

Lisa Möbus

"Sprachbarrieren überwinden: Bedeutung und Bedarf Deutscher Gebärdensprach-Filme im Internet" - über dieses Thema hat Lisa Möbus* ihre Bachelorarbeit geschrieben. In ihrer Arbeit kommt sie zu dem Schluss:

"Zunächst gilt es allerdings ein grundlegenderes Ziel zu erreichen: GS-Filme müssen zu einem Standard im Internet werden. Denn sie helfen, Sprachbarrieren zu überwinden und machen vielen gehörlosen Menschen, die die Schriftsprache nicht im ausreichenden Maße beherrschen, eine Teilhabe an der Informationsgesellschaft erst möglich. Gebärdensprach-Filme sind die derzeit realisierbare Lösung, um den Anforderungen Gehörloser und anderer Hörgeschädigter an ein „barrierefreies Internet“ gerecht zu werden."

OK, das war uns schon klar. Aber auf die Begründungen kommt es an, und die hat Lisa wirklich stichhaltig dargestellt. Wer auf Argumentationshilfen zurückgreifen möchte, findet hier eine hervorragende Zusammenstellung und Übersicht.

* Von Oktober 2006 bis September 2009 hat Lisa an der Humboldt-Universität Berlin Bibliotheks- und Informationswissenschaft studiert. Seit etwas mehr als einem Jahr lernt sie begeistert DGS und wollte dies gerne mit ihrer Abschlussarbeit verbinden. Zur Zeit macht sie eine Ausbildung zur Kommunikationsassistentin (mit Kompetenz in Deutscher Gebärdensprache).

IDGS sucht wiss. MitarbeiterIn/DolmetscherIn

IDGS

Das Institut für Deutsche Gebärdensprache an der Uni Hamburg sucht eine/n Allrounder/in:

Die Aufgaben umfassen wissenschaftliche Dienstleistungen im Projekt „Arbeitsassistenz“, Gebärdensprachdolmetschen in verschiedenen akademischen Settings, (insbesondere Dienstbesprechungen, Kommissionssitzungen, Lehrveranstaltungen und Forschungsprojektsitzungen und sonstige universitäre Veranstaltungen), sprachmittlerische Assistenz bei Dienstkorrespondenz DGS-Deutsch, Telefondolmetschen. Es wird erwartet, dass die BewerberInnen bereit sind, ihre Arbeitszeiten flexibel an die Dolmetschanlässe anzupassen.

Die Bewerbungsfrist endet am 27.01.2010!

'Queer meets Disability'

ZeDis

Die Arbeitsgemeinschaft Queer Studies (AG Queer Studies) und Zentrum für Disability Studies (ZeDiS):

Wir möchten Sie zum Workshop "Queer meets Disability" am 04.01.2010 an der Universität Hamburg ganz herzlich einladen.

Thema: "Queer meets Disability"
Referenten: Robert McRuer aus Washington (USA) und Heike Raab aus Innsbruck (Österreich)
Datum: Montag, 04.01.2010
Uhrzeit: 10 - 17 Uhr
Ort: Von-Melle-Park 9, Raum A 215, Ex-HWP, 20146 Hamburg
Eintritt: ermäßigt (Studierende, Arbeitslose, Alleinerziehende, ...): 5 €; Erwerbstätige: 10 €
Anmeldung: bis 23.12.2009 an
bruhn@erzwiss.uni-hamburg.de

Die englischen Beiträge werden in Deutsch übersetzt. Es werden Schreibdolmetscher/innen für hörgeschädigte Teilnehmer/innen eingesetzt. Sie werden auf Deutsch schreiben.
Wenn Sie Gebärdensprachdolmetscher brauchen, geben Sie bitte unbedingt bis spätestens 23.12.2009 bei der Anmeldung Bescheid. Bei Anmeldungen nach dem 23.12.2009 können wir leider keine Gebärdensprachdolmetscher versprechen. Die Gebärdensprachdolmetscher werden in deutscher Gebärdensprache (DGS) dolmetschen.

Weitere Informationen finden Sie unter http://www.zedis.uni-hamburg.de/?p=1101, unter http://agqueerstudies.de/ und in unserem Flyer (siehe Anhang).

Forschungsprojekt an der Universität zu Köln: Hörgeschädigte im Dritten Reich

Trauernder

Welche Erfahrungen haben gehörlose und schwerhörige Menschen unter Hitler machen müssen? Wie wurden sie von anderen Menschen wahrgenommen und behandelt?

Diese und andere Fragen sollen in einem Forschungsprojekt des Englischen Seminars der Universität zu Köln untersucht werden. Das Forschungprojekt wird von Dr. Iman M. Laversuch (hörend), Regina Einmahl (hörend), Bettina Eitzen (schwerhörig), und Stephan Hambach (gehörlos) durchgeführt:

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Zaubernder Quantenchemiker

Dr. Ingo Barth

Die Gehörlosengemeinschaft ist stolz auf Ingo Barth. Als erster Gehörloser hat er es geschafft, den Doktor der Chemie zu machen. Quantenchemiker ist er. Mal ehrlich, können Sie sich darunter etwas vorstellen? Klingt schon sehr abgehoben! Und abheben will Ingo demnächst tatsächlich. ;-) Er lernt zaubern.

Doktortitel, Carl-Ramsauer-Preis, Einsatz für die Gehörlosen-Uni, Frau und Töchter, und jetzt auch noch zaubern lernen. Ganz schön vielseitig! Woher nimmt Ingo bloß die Zeit?

Über seine vielfältigen Aktivitäten berichtete die Berliner Zeitung:

Festival der Sprachen - mit DGS!

Festival der Sprachen

In Bremen beginnt am Donnerstag dieser Woche (17.09.) das Festival der Sprachen:

Viele Tausend Sprachen werden auf der Welt gesprochen. Wann kann man ihre Klänge jemals alle zu hören bekommen? Und zu sehen! An den 21 Tagen des Festivals wird ein kleiner Ausschnitt dieser Vielfalt gezeigt. Jeder Tag (Ausnahmen : Eröffnungstag am 17.9. und Europäischer Tag der Sprachen am 26.9.) ist einer anderen Sprache oder sprachlichen Region gewidmet. - Der 2. Oktober der Deutschen Gebärdensprache!* Mitarbeiter des Instituts für Deutsche Gebärdensprache der Uni Hamburg präsentieren die DGS und verschiedene Projekte des IDGS.

Super, die DGS gleichberechtigt in einer Reihe mit anderen Sprachen!

*Die Veranstaltung findet im Gästehaus Teerhof (Auf dem Teerhof 58, 28199 Bremen) statt (Wegbeschreibung).
 

Dr. Ingo Barth erhält Carl-Ramsauer-Preis

Dr. Ingo Barth

Ingo Barth, der erste gehörlose Doktor der Chemie, erhält für seine hervorragende Doktorarbeit den renommierten Carl-Ramsauer-Preis der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin. Die Preisverleihung findet am Mittwoch, den 18. November um 17.15 Uhr in der Technischen Universität Berlin statt - wohl erstmals mit Dolmetscher.

Wir freuen uns mit Ingo und gratulieren ganz herzlich!

Die Preisträger des Carl-Ramsauer-Preises 2009

Carl-Ramsauer-Preis

Europas erste gebärdensprachige Universität in Deutschland ?

Gehörlosen-Uni

Noch sieht sie nicht so richtig einladend aus, die zukünftige Uni. Aber immerhin, es gibt schon Gebäude, die man evtl. nutzen könnte: alte Kasernen, die die Amis aufgegeben haben. Und natürlich könnte man auf dem weitläufigen Gelände Neubauten errichten. Davon geträumt haben die Gehörlosen seit über 100 Jahren: Eine Uni, an der in Gebärdensprache gelehrt wird, wie an der Gallaudet University in Washington. Ob das ganze nur ein Wunschtraum ist? Muss es aber ja nicht bleiben. Einige Gehörlose sind da sehr aktiv. Ihre Aktivitäten und den Meinungsaustausch mit Interessenten kann man auf der Website der Uni verfolgen. Die steht jedenfalls schon:

http://www.gehoerlosen-universitaet-deutschland.de

Am 28. August 2009 fand dort übrigens das erste Treffen mit Gehörlosen, Initiatoren und Politikern statt. Dr. Ingo Barth und der DGB-Präsident Rudi Sailer höchstpersönlich waren auch dabei. Alle befürworten dieses Vorhaben. Im Protokoll, das in der Rubrik "Neuigkeiten" zu finden ist, kann man nachlesen, was Rudi Sailer, Ingo Barth und andere bei diesem Treffen gesagt haben.

Und noch ein Übrigens: Die Uni ist nicht nur für Gehörlose gedacht, sondern für alle Gebärdensprachler. Also z.B. auch für CODAs. Damit wird der Kreis der möglichen Studenten gewaltig ausgeweitet.

Abschlussbericht zum Projekt SIGMA

SIGMA

Wie möchten gehörlose Menschen im Alter leben? Welche Angebote und Maßnahmen stehen älteren gehörlosen Menschen zur Verfügung? Wie ist die Quantität und Qualität dieser Angebote einzuschätzen?

Diese und weitere Fragestellungen waren Gegenstand des Projekts SIGMA (Zur Situation gehörloser Menschen im Alter), das von Dezember 2006 bis Februar 2009 an der Universität zu Köln im Auftrag des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend durchgeführt wurde. Den Abschlussbericht der wissenschaftlichen Untersuchung können Sie von der Homepage-Startseite des SIGMA-Projektes (http://sigma.uni-koeln.de) herunterladen.

On the Linguistic Repertoire of Deaf Cuers

Gene Mirus

Am Freitag, 17.07.09 von 14.00-15.00 Uhr hält Prof. Gene Mirus, PhD (Gallaudet University) in der Uni Hamburg, Phil (VMP 6) Hörsaal F, einen Vortrag zum Thema:

"On the Linguistic Repertoire of Deaf Cuers" - auf Deutsch etwa: Sprachliches Repertoire von Gehörlosen, die Cued Speech benutzen. Gene Mirus wird in ASL referieren, übersetzt wird in Internationale Gebärden/ASL, DGS und Deutsch.

Weitere Informationen über Prof. Mirus

Taube Teilnehmer gesucht

Das Projektteam und Christian Rathmann vom IDGS an der Uni Hamburg:

Im Rahmen unseres Forschungsprojekts zum Bilingualismus Gehörloser unter der Leitung von Prof. Dr. Rathmann am Institut für Deutsche Gebärdensprache und Kommunikation Gehörloser an der Universität Hamburg (Binderstr. 34, 20146 Hamburg) untersuchen wir, wie Gehörlose mit zwei Sprachen den Zugriff zum Lexikon der deutschen Sprache haben. Die Teilnehmer/Teilnehmerinnen werden gebeten, eigene Einschätzung abzugeben, ob deutsche Wortpaare miteinander verwandt sind oder nicht. Daneben werden sie auf DGS/Deutschkompetenz untersucht.

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Geschafft: DOKTOR Ingo Barth

Dr. Ingo Barth

In zwei Artikeln hatten wir schon über ihn berichtet: Dozent für Gehörlose? und Wissenschaft lautlos. Jetzt hat Ingo Barth es geschafft - seinen Doktortitel! Der erste Gehörlose mit einem Dr. in Chemie. Seine Promotion hat er sogar mit der Bestnote "summa cum laude" (mit Auszeichnung) bestanden!

Als taubes Kind tauber Eltern hat er gezeigt, dass auch Gehörlosen akademische Karrieren möglich sind.

Er kann auf seine Leistung stolz sein, und mit ihm die Gehörlosengemeinschaft. Ganz herzlichen Glückwunsch, Ingo! Und alles Gute für deinen weiteren beruflichen Weg!

Dr. Ingo Barth

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