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Behinderung ohne Behinderte!? - Ringvorlesung an der Uni HH

ZeDis

Ringvorlesung "Behinderung ohne Behinderte?! Perspektiven der Disability Studies"

das Zentrum für Disability Studies (ZeDiS) bietet im Sommersemester 2010 wieder eine Ringvorlesung an, die allen Interessierten offen steht. Sie findet diesmal montagabends in der Edmund-Siemers-Allee 1 im Ost-Flügel (Hamburg, Nähe Bahnhof "Dammtor") statt. Die Räumlichkeiten sind für Rollstuhlfahrer/innen zugänglich. Die Ringvorlesung wird wieder durchgängig für von Hörbehinderung betroffene Teilnehmer/innen von Schriftmittler/innen gedolmetscht.

Für den Vortrag am 30.06. (Dr. Anke Langner: "Behindertes Geschlecht") wird versucht, zusätzlich Gebärdensprachdolmetscher/innen zu organisieren. Dieser Vortrag findet in Kooperation mit der Partnerinitiative AG Queer Studies statt, außerplanmäßig an einem Mittwoch von 19 bis 21 Uhr im Von-Melle-Park 5, Raum 0079, Universität Hamburg.

Google-Stipendien für Studierende der Computerwissenschaften und Informatik

Google

Google bietet Stipendien für Studierende mit einer Behinderung in den Studienbereichen der Computerwissenschaften, Informatik sowie weiteren technischen Studiengängen an.

Der Betrag des Stipendiums beläuft sich auf 7000 Euro für das Wintersemester 2010/2011.

Bewerbungsfrist ist der 15. März 2010!

Weitere Informationen : Google Europe Scholarship for Students with Disabilities

Eine Hochschule für Alle

Studentenwerk

Am 6. und 7. Mai 2010 findet in Berlin die Fachtagung "1 Jahr HRK-Empfehlung Eine Hochschule für Alle - 1 Jahr UN-Behindertenrechtskonvention: Impulse für eine barrierefreie Hochschule" der Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks statt.
Die Tagung richtet sich an Vertreterinnen und Vertreter aus Hochschulen, Bund, Ländern und Verbänden sowie Studierende mit Behinderung und chronischer Krankheit. Sie diskutiert die Impulse, die sich aus der HRK-Empfehlung „Eine Hochschule für Alle“ und der UN-Behindertenrechtskonvention für die Schaffung chancengleicher Studienbedingungen für Studierende mit Behinderung ergeben und benennt Eckpunkte für die Weiterarbeit.
Die Tagung erörtert am ersten Tag, welche Erfahrungen im Prozess der Umsetzung der HRK-Empfehlung in den Hochschulen bisher gemacht wurden und wie Bund und Länder die Rahmenbedingungen gestalten müssen, damit Studierende mit Behinderung mit gleichen Chancen studieren können. Am zweiten Tag werden im „Forum Impulse" innovative Hochschulprojekte präsentiert, die in besonderer Weise dazu beitragen, Barrieren vor Ort abzubauen.
 

Fachtagung "1 Jahr HRK-Empfehlung Eine Hochschule für Alle – 1 Jahr UN-Behindertenrechtskonvention: Impulse für eine barrierefreie Hochschule"

Seminar “Berufseinstieg mit Behinderung und chronischer Krankheit”

Deutsches Studentenwerk

Die Informations- und Beratungsstelle Studium und Behinderung (IBS) des Deutschen Studentenwerks lädt zum Seminar "Berufseinstieg mit Behinderung und chronischer Krankheit" ein. Es findet vom 3. bis 6. August 2010 in der Jugendherberge Bonn statt.

Folgende Themen werden im Seminar angesprochen und bearbeitet:

- Bewerbungsschreiben in Theorie und Praxis
- Simulation von Bewerbungsgesprächen auf Grundlage einer persönlichen Bewerbungsmappe
- individuelle Gespräche zu Fragen und Problemen in Bewerbungsverfahren
- Unterstützungsmöglichkeiten der Agentur für Arbeit bei der Arbeitssuche
- Informationen zur Arbeitsassistenz
- Erfahrungsbericht zum Berufseinstieg

Teilnehmerzahl: 15 Personen
Anmeldeschluss: 1. Juni 2010

Umfrage zur Gehörlosen-Uni

Noch ist sie ja ein Wunschtraum, die Gehörlosen-Universität. Aber damit sie vielleicht doch realisiert werden kann, brauchen die Planer einige Angaben zu den Interessenten, ihren Wünschen und Bedürfnissen.

Wenn Sie also an dem Projekt einer Gehörlosen-Uni interessiert sind, evtl. dort gerne studieren oder lehren würden, dann füllen Sie doch mit wenigen Mausklicks diesen Fragebogen aus:

Hand In Hand - Wir sind für Europas erste Gebärdensprachige Universität in Deutschland

Bei Facebook gibt es übrigens eine neue Gruppe zur Gl-Uni

Revolutionäre Experimente

Melanie Drewke und Lutz Pepping

Seminare zu Themen wie "CI und Gebärdensprache" oder "Identität und Gehörlosigkeit" barrierefrei machen, das ging an der Uni Hamburg ganz anders als gewohnt. Unterrichtssprache war DGS, d.h. ALLE, sowohl die Dozentin als auch die gehörlosen und hörenden StudentInnen, haben in DGS referiert und diskutiert. Traumhaft für die gehörlosen und gebärdensprachkompetenten hörenden StudentInnen! Nur die in DGS nicht ganz so fitten Studis hatten Mühe. Aber für sie gab es Dolmis - und so Barrierefreiheit! Verkehrte Welt, aber wo, wenn nicht hier, kann und sollte in DGS gelehrt werden? Und so ganz nebenbei wurde deutlich, dass DGS keine Primitivsprache für den small talk ist, sondern sehr wohl auch dem akademischen Bereich gewachsen ist.

Melanie Drewke und Lutz Pepping hatten diese kleine Revolution angestoßen (s.u.). Jetzt haben sie über die ersten Erfolge berichtet: "Kommunikationsrevolution hat sich bewährt". Damit ist aber längst nicht das Ende der Fahnenstange erreicht. Sie machen weiter, und man darf gespannt sein auf ihren dritten Bericht.

Dr. Ingo Barth erhält Carl-Ramsauer-Preis

Dr. Ingo Barth

Ingo Barth, der erste gehörlose Doktor der Chemie, erhält für seine hervorragende Doktorarbeit den renommierten Carl-Ramsauer-Preis der Physikalischen Gesellschaft zu Berlin. Die Preisverleihung findet am Mittwoch, den 18. November um 17.15 Uhr in der Technischen Universität Berlin statt - wohl erstmals mit Dolmetscher.

Wir freuen uns mit Ingo und gratulieren ganz herzlich!

Die Preisträger des Carl-Ramsauer-Preises 2009

Carl-Ramsauer-Preis

NEU: Studieren in Gallaudet - auch für Codas!

Gallaudet

Bachelor oder Master Studiengang in Schulsozialarbeit für hörgeschädigte Kinder sucht interessierte Studentinnen, gehörlos oder Coda! Es gibt Stipendien und finanzielle Unterstützung.

Mehr Infos unter folgendem Link und in einem Auszug aus einer Email der zuständigen Professorin:

http://socialwork.gallaudet.edu/Social_Work/MSW_Program/School_Social_Work_Grant/About_The_Grant.html

Auszug aus der Email:

I am a professor in the Department of Social Work at Gallaudet. We want to let CODA know about a scholarship opportunity for its membership and are hoping you can help us get the word out.

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Befreiung von Studiengebühren

Justitia

Ein Gerichtsurteil, das auch für hörgeschädigte StudentInnen von Bedeutung ist:

Gegenstand: Befreiung von Studiengebühren / Nachweiserleichterung für Studierende mit Behinderung
Gericht: Karlsruher Verwaltungsgericht

In seiner Entscheidung vom 15.10.2008 hat das Karlsruher Verwaltungsgericht der Klage eines Heidelberger Studenten stattgegeben. Die Universität hatte seinen Antrag auf Befreiung von den Studiengebühren mit der Begründung abgelehnt, dass die Vorlage eines Schwerbehindertenausweises mit einem Grad der Behinderung von mindestens 50 für den Nachweis der "erheblichen Studienerschwernis" nicht ausreiche und zusätzlich ein fachärztliches Attest gefordert, das erläutere, wie sich die Behinderung konkret auf das Studium auswirke und welche zeitlichen Nachteile damit verbunden seien.

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Europas erste gebärdensprachige Universität in Deutschland ?

Gehörlosen-Uni

Noch sieht sie nicht so richtig einladend aus, die zukünftige Uni. Aber immerhin, es gibt schon Gebäude, die man evtl. nutzen könnte: alte Kasernen, die die Amis aufgegeben haben. Und natürlich könnte man auf dem weitläufigen Gelände Neubauten errichten. Davon geträumt haben die Gehörlosen seit über 100 Jahren: Eine Uni, an der in Gebärdensprache gelehrt wird, wie an der Gallaudet University in Washington. Ob das ganze nur ein Wunschtraum ist? Muss es aber ja nicht bleiben. Einige Gehörlose sind da sehr aktiv. Ihre Aktivitäten und den Meinungsaustausch mit Interessenten kann man auf der Website der Uni verfolgen. Die steht jedenfalls schon:

http://www.gehoerlosen-universitaet-deutschland.de

Am 28. August 2009 fand dort übrigens das erste Treffen mit Gehörlosen, Initiatoren und Politikern statt. Dr. Ingo Barth und der DGB-Präsident Rudi Sailer höchstpersönlich waren auch dabei. Alle befürworten dieses Vorhaben. Im Protokoll, das in der Rubrik "Neuigkeiten" zu finden ist, kann man nachlesen, was Rudi Sailer, Ingo Barth und andere bei diesem Treffen gesagt haben.

Und noch ein Übrigens: Die Uni ist nicht nur für Gehörlose gedacht, sondern für alle Gebärdensprachler. Also z.B. auch für CODAs. Damit wird der Kreis der möglichen Studenten gewaltig ausgeweitet.

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