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Digitaler Workshop in Deutscher Lautsprache mit Verdolmetschung in Deutsche Gebärdenspräche (DGS)

Warum dieser Workshop?

Die Corona-Pandemie hat gesamtgesellschaftlich viele Verunsicherungen und Ängste hervorgerufen. Wie die „Hygiene-Demos“ diesen Sommer gezeigt haben, finden Verschwörungstheorien zurzeit mehr denn je in einem breiten gesellschaftlichen Spektrum Anklang. In Berlin waren bei den „Querdenken-Demos“ organisierte Neonazis, Esoteriker*innen, Naturheilpraktiker*innen und „besorgte Bürger*innen“ alle zusammen auf der Straße – offenbar ohne sich aneinander zu stören.

Verschwörungstheorien reagieren mit einfachen Antworten in Freund-Feind-Mustern auf komplexe Fragen. Sie wollen die Welt verständlicher machen und tun so, als ob sie geheimes Wissen vermitteln, dass ihre Anhänger*innen vor Ohnmacht bewahrt. Verschwörungstheoretiker*innen personalisieren „das Böse“ auf angreifbare Gegner*innen – mit fatalen Folgen: Auch die Attentäter und Rechtsterroristen von Halle und Hanau waren Anhänger von Verschwörungstheorien.

Was passiert im Workshop?

In diesem Workshop setzen sich die Teilnehmenden mit aktuellen Entwicklungen von Verschwörungstheorien im Kontext von Corona und dem in ihnen tief verwurzelten Antisemitismus und Rassismus auseinander. Welche Berührungspunkte gibt es im Kulturbereich? Welche Fragen stellen sich in Bezug auf Verschwörungstheorien und die Arbeit mit jungen Menschen in der Kulturellen Bildung?

Nachdem sich mit dem Aufbau und der Funktion von Verschwörungstheorien vertraut gemacht wurde, werden sich die Teilnehmenden schließlich über praktische Gegenstrategien austauschen.

Ziel im Workshop ist ein guter Fluss an Informationen zwischen Tauben und hörenden Teilnehmenden. Die Veranstalter*innen bemühen sich, auch in diesem noch ungewohnten digitalen Format auf die Bedürfnisse aller Teilnehmenden einzugehen. Es wird viele kurze und eine lange Pause geben und darauf geachtet, auch im digitalen Raum achtsam miteinander umzugehen („digital awareness“).

Wer leitet den Workshop?

Tom Uhlig ist Bildungsreferent der Bildungsstätte Anne Frank (Frankfurt a.M.) mit dem Arbeitsschwerpunkt Antisemitismus und Mitherausgeber der Zeitschrift für psychoanalytische Sozialpsychologie Freie Assoziation sowie der Psychologie & Gesellschaftskritik.

Anja Schütze ist diplomierte Kultur- und Medienpädagogin (Merseburg) und zertifizierte Business Cultural Trainerin (London). Sie arbeitet als Bildungsreferentin bei der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder- und Jugendbildung (BKJ) und als freiberufliche Trainerin im Kontext von Diversität und Diskriminierung.

Wann & Wo

Freitag, den 20. November 2020 von 10.00 -15.00 Uhr (inkl. Mittagspause)
via ZOOM

Anmeldung

Eine Teilnahme setzt eine Anmeldung bis zum 10. November voraus. Zum Anmeldeformular geht es unter: https://docs.google.com/forms/d/e/1FAIpQLSfrl3OlORasPrs_byejAHpj0SMXPvo–pxxdy0YjRc5kV9hew/viewform

Die Plätze im Workshop sind begrenzt. Am 12. November erfolgt eine Rückmeldung über die Anmeldung.

Dieser Workshop ist ein interaktives Format. Daher werden die Teilnehmenden gebeten, ihre Kameras einzuschalten.

Bei Fragen stehen wir unter projektfonds@kulturelle-bildung.berlin zur Verfügung.

Eine Veranstaltung des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung.

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