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Am Dienstag, 19. Oktober 2021 ist Steffen Helbing (51), der Vorsitzende des Landesverbands der Gehörlosen Brandenburg e. V., vor dem Bundeskanzleramt in den Hungerstreik getreten. Er streikt vor dem Bundeskanzleramt für fast zwei Wochen für mehr Teilhabe von tauben Menschen in Politik, Gesellschaft und Kultur.

„Ich trete in den Hungerstreik, weil ich müde geworden bin. Seit über 16 Jahren bin ich ehrenamtlich aktiv, sowohl politisch als auch privat. Doch geändert hat sich nicht viel. Die Teilhabe von gehörlosen Menschen am gesellschaftlichen Leben ist weiterhin stark eingeschränkt“, erklärt er in seinem Manifest. Die aktive Beteiligung am politischen, sozialen, ökonomischen und kulturellen Leben sei für Gehörlose nahezu ausgeschlossen, kritisierte Helbing.

Immer mehr Medien wie RBB, ZDF und RND haben darüber berichtet. Katrin Langensiepen, die grüne Abgeordnete im Europäischen Parlament, hat einen Artikel darüber auf ihrer Website veröffentlicht.

Der Hungerstreik ist eine Form des passiven und politischen Widerstands. Eine Person oder eine Gruppe verweigern dabei die Nahrungsaufnahme mit dem bewussten Risiko, Schaden zu nehmen. Wie jede Streikaktion ist der politische Hungerstreik eine öffentliche Demonstration mit einem konkreten Ziel.

Am Samstag, 30. Oktober hat Helbing seinen Hungerstreik nach Gespräch mit Janny Armbruster, die Landesbeauftrage für Menschen mit Behinderungen in Brandenburg, und Stephanie Aeffner, die grüne Bundestagsabgeordnete, erst mal aussetzt. Sein Protest geht aber weiter. Er und seine Frau halten sich weiterhin in ihrer Mahnwache auf.

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BildquelleTischbeinahe / Wikimedia

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