Der Deutsche Gehörlosen-Bund (DGB) führt derzeit eine kurze Umfrage zur Bedeutung der Gehörlosengemeinschaft als Sprachgemeinschaft und Minderheit durch. Wer mit Deutscher Gebärdensprache (DGS) aufgewachsen ist oder DGS als zentrale Sprache im Alltag nutzt, ist eingeladen, mitzumachen.
Zwei Fragen, ein Video
Die Umfrage besteht aus zwei Fragen, die in DGS beantwortet werden sollen. Das Video sollte etwa zwei bis drei Minuten dauern.
Frage 1: Was bedeutet die Gehörlosengemeinschaft als Sprachgemeinschaft in Bezug auf Geschichte, Kultur, Privatleben und gesellschaftliche Teilhabe für dich persönlich?
Frage 2: In welcher Weise fühlst du dich der Deaf Community verbunden, und woran merkst du diese Verbundenheit?
DGS-Videos sind ausdrücklich erwünscht, damit Teilnehmende sich in ihrer eigenen Sprache ausdrücken können.
Was mit den Videos passiert
Die Auswertung erfolgt intern durch das Projektteam. Die Inhalte werden auf Deutsch verschriftlicht und für den Bericht anonymisiert. Das Original-Video wird nicht weitergegeben, weder an das Bundesministerium des Innern noch an das Minderheitssprachsekretariat. Neben dem Video werden wenige demografische Angaben abgefragt: Bundesland, Altersgruppe und Erstsprache. Im Bericht erscheinen Aussagen ausschließlich in anonymisierter Form.
Videos und persönliche Daten werden spätestens nach zwei Jahren gelöscht oder dauerhaft anonymisiert. Eine Einwilligung kann jederzeit zurückgezogen werden, solange die Daten noch nicht anonymisiert wurden.
Wer teilnehmen kann
Eingeladen sind taube, schwerhörige und hörende Menschen in Deutschland, für die DGS eine wichtige Sprache ist oder war. Bei minderjährigen Teilnehmenden ist die Zustimmung der Sorgeberechtigten erforderlich.
Die Teilnahme ist freiwillig.
Für Rückfragen steht die Beauftragte für Sprachenrechte des Deutschen Gehörlosen-Bundes zur Verfügung.





















2 Kommentare. Hinterlasse eine Antwort
Folgende Tatsachen existieren. Sie koennen absolut nicht verneint werden:
Folgende TATSACHEN existieren, die wissenschaftlich nicht verneint werden koennen.:
1. Taube Menschen existieren – no matter what!.
2. Sie benutzen eine visuelle Sprache. Alle Lautsprachen sind unzugaenglich fuer sie als natuerliche Sprache.
3. Diese Sprache ist grundverschieden von gesprochenen Sprachen.
4. Gebaerdensprache erfordert eine visuell bezogene Gramatik, die verschieden von jeder Lautsprache ist.
5. Letztendlich Sprache wird nicht immer mit dem Mund gesprochen, sondern auch mit Händen.
Taubheit und damit verbundenes Taubsein ist unbedingt als eine Varietaet von Menschsein zu betrachten, und daher ist ihre (Gebaerden-)Sprache auch eine Vareitaet von dem Vielfalt der Sprachen.
Wenn die Menscheit NUR aus hoerenden Menschen besteht, ist sie UNVOLLKOMMEN, weil dadurch ein wichtiges Bestandteil der Sprache, naemlich Gebaerdensprache, verloren geht.
Sprache als Gattung schliesst immer Laut-, UND Gebaerdensprache ein (Schriftsprache auf Deutsch oder English oder jede andere Lautsprache ist keine andere Sprache, keine eigenstaendige Sprache, sondern grundsaetzlich Lautsprache in Schrift.). aber wegen Audismus oft nicht den tauben Kindern angeboten.
Gebaerdensprache kann auch per Schrift dargestellt werden, aber leider nicht allgemein benutzt.
Fuer viele verschiedene Lautsprachen gibt es keine Schriftsprache (wird NUR gesprochen).