Social Media führen nicht zu massiv schlechteren Schulnoten

Studie

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Viele Eltern befürchten folgendes: Wenn der Sohn dauernd bei Facebook, Instagram und Snapchat aktiv ist, bringt er schlechtere Noten nach Hause. Möglicherweise zu Unrecht, wie eine Auswertung von Wissenschaftlern aus Bayern zeigt.

Würzburg/Bamberg (dpa) – Forscher sehen nach einer aktuellen Analyse keinen alarmierenden Zusammenhang zwischen der Nutzung sozialer Netzwerke und dem Lernerfolg von Kindern und Jugendlichen.

Das Fazit von Markus Appel von der Universität Würzburg lautet: Die Nutzung von Social Media sei für die junge Generation weder prinzipiell sehr gut noch generell sehr schlecht. Es kommt eben darauf an, was man mit Social Media macht.

Richtig genutzt könnten soziale Netzwerke die Schulnoten sogar leicht verbessern. Der Abgleich zeigte: Nutzen Schüler Social Media, um sich über schulbezogene Themen wie Hausaufgaben auszutauschen, schreiben sie im Mittel leicht bessere Noten.

Von Multitasking – also Lernen oder Hausaufgaben machen und dabei soziale Medien nutzen – ist jungen Leuten dagegen abzuraten: Es verschlechtert die Leistung leicht. Auch die Intensität der Nutzung hat Einfluss auf die Schulleistungen. Schüler, die sehr oft bei Facebook, Snapchat, Instagram und Co unterwegs sind, schreiben geringfügig schlechtere Noten.

Kürzlich hatte sich eine US-Studie mit einer anderen Auswirkung von viel Zeit am Smartphone oder Laptop beschäftigt: Immer mehr Zeit online zu verbringen heißt demnach nicht zwingend, sich immer besser zu fühlen.

Die Analyse der San Diego State University ergab: Am glücklichsten sind die Teens, die nur knapp eine Stunde täglich online sind.

Für die, die länger als eine Stunde pro Tag am Bildschirm kleben, sinken die Zufriedenheitswerte – ebenso bei denen, die gar keine Digitalmedien nutzen (dürfen).

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