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Starke Emotionen: Der zweite Gebärden-Poetry-Slam des DGS-Treffs der Graf Recke Stiftung hat am Sonntagabend das Publikum im Düsseldorfer zakk in seinen Bann gezogen. Sechs Slammerinnen und Slammer stellten ihr poetisches Talent vor vollem Saal mittels Deutscher Gebärdensprache unter Beweis.

„Wir sind überwältigt von der großartigen Resonanz, sowohl von den Slammern als auch vom großen Interesse des Publikums“, sagte die zuständige Fachbereichsleiterin Sabine Blitz aus der Graf Recke Stiftung. Mit ihrem Text „Kreis“ zum gesellschaftlichen Umgang mit Frauen und ihren unterschiedlichen Biografien slammte sich Maria Emrich auf den ersten Platz. „Ich kann es kaum glauben und bin total gerührt“, sagte die 32-Jährige, die den Vorbereitungs-Workshop mit Gebärdensprachdolmetscher und Profi-Poet Rafael-Evitan Grombelka besucht hatte. „Der Workshop hat mich ermutigt und meinen eigenen Blick für Details in der Gebärdensprache gestärkt.“ Für Maria Emrich war die erste Erfahrung mit dem Gebärden-Poetry-Slam aufbauend: „Ich will weitermachen.“

Der DGS-Treff hatte am 22. April zum Gebärden-Poetry-Slam reloaded eingeladen, um Begegnungen, Austausch und Kreativität zu fördern. Um das Publikum einzustimmen, haben der passionierte Gebärdenslammer Rafael-Evitan Grombelka und der hörende NRW-Meister im Poetry-Slam, Jean-Philippe Kindler, ihre Texte „Scream“ und „Liebe“ präsentiert. Im anschließenden Wettstreit hatten die sechs Slammer jeweils fünf Minuten Zeit, um die hörenden und hörgeschädigten Zuschauer per Handabstimmung für sich zu gewinnen. Ins Finale schafften es neben Siegerin Maria Emrich noch der Gewinner des letztens Gebärden-Poetry-Slams 2016, Tom-Adrian Woitas, mit „Deaf-Cinderella“ und Jalani Saleem mit seiner Fluchtgeschichte „Zehn Monate und zwei Tage“. Die von Pamela Granderath moderierte Veranstaltung wurde simultan jeweils in die visuelle und in die Lautsprache gedolmetscht. Für den ersten Platz gab es einen Reisegutschein in Höhe von 200 Euro. Alle sechs Slammer erhielten ein kleines Dankeschön von der Graf Recke Stiftung.

Der Gebärden-Poetry-Slam reloaded ist eine Veranstaltung des DGS-Treffs der Graf Recke Stiftung und war zum ersten Mal zu Gast im Kulturzentrum zakk, das seine Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt hat.

Der DGS-Treff ist ein offener Treff in Trägerschaft der Graf Recke Erziehung & Bildung für hörgeschädigte oder an der visuellen Sprache interessierte junge Menschen. DGS steht für Deutsche Gebärdensprache. Im Sinne der Inklusion bietet der Treff Angebote zur Begegnung von hörenden und hörbeeinträchtigten jungen Menschen. Der DGS-Treff finanziert sich vor allem über begrenzte Projektmittel und freut sich daher über jede Unterstützung in Form von Zeit- und Geldspenden.

Mehr Infos zum DGS-Treff und zur Veranstaltung:
www.graf-recke-stiftung.de/dgs-treff
http://www.facebook.com/dgstreff

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