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Der Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung lädt zum zweitägigen Empowerment-Workshop für Taube und hörende Black People und People of Color (BPoC) ein, die in ihrem Alltag und im Feld der Kulturellen Bildung Rassismuserfahrungen machen. Der Workshop findet mit Verdolmetschung zwischen Deutscher Gebärdensprache und Deutsch statt.


Warum dieser Workshop?

Rassismus ist gesellschaftliche Realität und gehört zur Alltagserfahrung und Lebenswelt von People of Color und Schwarzen Menschen. Dabei sind wir von unterschiedlichen Machtverhältnissen in der Mehrheitsgesellschaft betroffen und in sie verwickelt. Der Workshop richtet sich explizit an Taube und hörende BPoC, die Lust haben, sich über ihre Erfahrungen und Umgangsstrategien mit Rassismus auszutauschen. Im Workshop werden diese Machtverhältnisse mit Blick auf den Alltag und das Arbeitsfeld der Kulturellen Bildung reflektiert. Wir nehmen hierbei eine intersektionale Empowerment-Perspektive ein und arbeiten mit biografischen und theaterpädagogischen Methoden. Ausgehend von konkreten Alltagserfahrungen werden gemeinsame Handlungsstrategien entwickelt.

Hierbei stellen wir uns im Prozess folgende Fragen:

Wie kann auf Rassismus und Mehrfachdiskriminierung im Alltag und im Arbeitsfeld reagiert werden?
Wie beeinflussen unsere unterschiedlichen Positionen im Kontext von Machtverhältnissen unsere Möglichkeiten, im Alltag und in der Kulturellen Bildung zu wirken?
Welche Entfaltungsmöglichkeiten, Spielräume und Strategien für Widerstand gibt es innerhalb dieser Bedingungen? Wie kann Kulturelle Bildung genutzt werden, um intersektionale Empowerment-Räume zu kreieren?

Für wen? 

Der Workshop richtet sich an Taube und hörende BPoC Praktiker*innen, die sich im pädagogischen Feld oder im Berliner Kulturbereich bewegen.

Der Workshop findet im Rahmen der Diversitätsentwicklung des Berliner Projektfonds Kulturelle Bildung statt. Für Fragen (z.B. zur Zielgruppe des Workshops) steht Natascha Nassir-Shahnian als Ansprechperson gerne zur Verfügung:
n.nassir-shahnian@kulturelle-bildung.berlin
Tel.: 030 3030444-42

Wann und wo?

Freitag, 28. und Samstag, 29. August 2020
jeweils von 9.30 bis 18 Uhr
im Erdgeschoss der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung
Spandauer Damm 19
14059 Berlin
Die Räume sind bedingt barrierefrei zugänglich.

Anmeldungen

Trotz – oder gerade wegen der Corona Situation – möchten wir uns in einem Präsenzformat mit unseren Körpern begegnen. Da wir die Abstandsregeln einhalten möchten, gibt es nur sehr begrenzte Plätze bei diesem Workshop.
Teilnehmende sollten an beiden Tagen komplett teilnehmen können. Sollten bis zu 14 Tage vor dem Workshop gesundheitliche Beschwerden (auch leichte Erkältungssymptome) auftreten, bitten wir um eine Abmeldung. So können wir den Platz an jemand anderen weitergeben.

Hier geht’s zur Anmeldung.

Wir sammeln die Anmeldungen bis zum 10. August. Am 12. August benachrichtigen wir alle angemeldeten Personen darüber, ob eine Teilnahme am Workshop möglich ist oder nicht. Wir werden uns beim Workshop so viel es geht draußen bewegen. Daher sollte ggf. wetterfeste Kleidung mitgebracht werden. Aufgrund der Corona-Situation dürfen wir keine offenen Speisen anbieten. Daher werden die Teilnehmenden gebeten, sich selbst Essen und Snacks für die Pausen mitzubringen.

Wer leitet den Workshop?

Vince Hesse (geb. 1984), ist Taub und Afrodeutsch, er wuchs in Wiesbaden, Berlin und München auf. Vince ist gelernter Heilerziehungspfleger und hat langjährige Erfahrungen in Community-Arbeit, so hat er 2014 in Hamburg das Schwarze Kulturfestival mitorganisiert, arbeitet ehrenamtlich für DeafMentoring, und hat mehrmals Workshops für Einblicke in die deutsche Gebärdensprache und gehörlose Kultur im Kontext Schwarzer Selbstorganisation veranstaltet. Im künstlerischen Bereich hat er z.B. mit Visual Vernacular und Gebärdensprachpoesie gearbeitet. Zurzeit ist er als Pädagoge im psychosozialen Bereich ambulante Dienste für Menschen mit psychischen Störungen in München tätig.

Aki Krishnamurthy (geb. 1980), Freundin, Schwester, Mutter, Tochter, Theateraktivistin, Feministin; derzeit Projektkoordinatorin des EmpA Projekts an der Alice-Salomon-Hochschule. Sie praktiziert seit 2007 freiberuflich Theater der Unterdrückten und zunehmend politisches Tanztheater in unterschiedlichen Kontexten; Themenschwerpunkte: Gender, Rassismus, Diversity, Empowerment. Sie ist davon überzeugt, dass soziale Veränderungen von und mit dem Körper gedacht werden müssen.

Sebastian Fleary ist Leiter der Jugendarbeit bei EOTO e.V, music-lover, community believer, Diplom-Pädagoge, Theaterpädagoge, Streetworker, seit 15 Jahren freier Trainer für Empowerment, politische und politisch-historische Bildungsarbeit und ein Mensch, der einfach mal auf „good vibes“ steht. Er schrieb und musizierte zu seiner Diplomarbeit „Without love, there is no community. Without community, there is no liberation. – Reasonings über Schwarze Erfahrung, Empowerment und kritische Pädagogik“ an der Universität Bielefeld.

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